Korrekte Klamotten!
Text: Anja Schimanke
Der Kleiderschrank. Unendliche Weiten. Wir sehen Berge von Pullis, massenweise Hosen und unzählige T-Shirts. Viele sind wie neu. Denn einige Klamotten, die im Laden cool aussahen und unbedingt gekauft werden wollten, entpuppen sich zuhause als No Go. Andere scheinen auf dem Weg irgendwie eingelaufen zu sein … Sie alle verschwinden dann auf mysteriöse Weise in schwarzen Löchern im hinteren Teil des Schrankes. Nur ein kleiner Rest schafft es bis ganz nach oben auf die Kleiderstapel: die Lieblingssachen! Von da oben blitzen sie uns wie Sterne an - und nur nach ihnen greifen wir.
Unter uns: Wie viele Shirts, Hoodies und Zipper stapeln sich in deinem Kleiderschrank? Und wie viele davon fristen ihr Dasein in dieser dunklen Parallelwelt? Es dürften mehr als genug sein. 22 Kleidungsstücke kaufen wir uns nämlich durchschnittlich und zwar jedes Jahr! Eine Menge Stoff. Ob wir die Sachen alle wirklich gebraucht haben? Tzz, doofe Frage: Natürlich nicht. Aber wir wollten sie unbedingt haben. Kaufen. Besitzen. Um jeden Preis. Wirklich um jeden Preis?
Mode - keine saubere Sache
Was die wenigsten Fashionivictims wissen: Die übliche Textilproduktion ist eine Katastrophe und zwar für Mensch und Umwelt! Denn viele Kleidungsstücke entstehen durch Ausbeutung und ohne Rücksicht auf Verluste. Weder auf Menschenrechte noch auf Umweltschutz wird bei der Produktion von Kleidung geachtet. Billiglöhne sind an der Tagesordnung. Kinderarbeit leider auch. Geregelte Arbeitszeiten gibt es kaum. Soziale Absicherung und Gesundheitsvorsorge? Fehlanzeige. Mode soll Spaß machen, klar. Aber nicht auf Kosten anderer.
Dein Oberteil zum Beispiel, das du da trägst, hat garantiert einen langen Weg hinter sich, der so oder so ähnlich war: Vom Baumwoll-Feld in Indien oder China, zum Färben auf die Philippinen, dann zum Nähen nach Bangladesch und von da aus nach Osteuropa, wo es ein Label bekommt und noch ein Preisschild dazu. Bis das gute Stück in deinem Kleiderschrank landet, hat es rund 18000 Kilometer zurückgelegt. Dabei hat es fünf Kilo CO² emittiert. So viel wie eine Glühbirne, die eine Woche lang leuchtet. Vergisst man leicht beim Shoppen. Steht ja auch nicht auf dem Waschzettel. Was auch nicht drauf steht: Dass die Baumwolle mit Pestiziden behandelt und mit Schimmelblockern besprüht wurde. Damit das Shirt lässig sitzt, enthält es Weichmacher, die krebserregend sind. Zum Färben sind wahrscheinlich giftige Azofarbstoffe verwendet wurden. Wie reizend. Und, hättest du das Shirt immer noch gekauft? Vermutlich nicht. Das weiß natürlich auch die Kleidungsindustrie und verzichtet lieber auf diese Art von Hinweisen.
Doch das ist längst nicht alles, was verschwiegen wird: Im Februar brach zum Beispiel in einer Fabrik in Bangladesch ein Feuer aus. Nicht das erste Mal. Doch diesmal kamen 21 Menschen ums Leben, 50 wurden verletzt. Weil hochentzündliches Material falsch gelagert war. Die Notausgänge blockiert. Die Feuerlöscher kaputt. Mitverantwortlich: H&M. "Das Feuer kam nicht überraschend", sagt Julia Thimm von der Organisation INKOTA, die sich mit der "Kampagne für Saubere Kleidung" weltweit für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie einsetzt. Dass dort die Textilindustrie schlechte Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen hat, sei bekannt. Julia Thimm ist sich sicher: "Die Modemarken sind nur an ihrem Gewinn interessiert!" Statt Maßnahmen zu ergreifen, die solche Unfälle verhindern, zahlen sie den Opfern bzw. ihren Hinterbliebenen eine Entschädigung - und kommen ohne Strafe davon. "Sie nehmen das Risiko in Kauf - auf Kosten der Arbeiter!", ärgert sie sich - und kämpft weiter. Gegen Ausbeutung. Diskriminierung. Und menschenunwürdige Arbeit in der Textil- und Sportbekleidungsindustrie.
Fakten, die sich gewaschen haben...
- 5.000 Liter Wasser werden für die Produktion von 1 Kilo Baumwolle gebraucht. Im Sudan sind es sogar 29.000 Liter, die aus dem Nil gepumpt werden.
- Eine Jeans verbraucht 11.000 Liter Wasser, ein T-Shirt rund 7.000,
- Dadurch werden Böden- und Grundwasser geschädigt, was zu Trinkwasserknappheit führt und Krankheiten nach sich zieht.
- 25 Prozent aller weltweit eingesetzten, chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel werden für die konventionelle Baumwollherstellung verwendet.
- 99,9 Prozent der Baumwolle wird bis zu 25mal mit Insektiziden, Unkrautvertilgern und Pilztötern besprüht
- über 25.000 Menschen sterben jährlich bei der Baumwollproduktion durch den Einsatz von Pestiziden.
- viele Baumwollbauern begehen Selbstmord, weil sie durch Billiglohn ihre Familien nicht ernähren können.
- 90 Prozent der Chemikalien, die bei der Textilveredelung (d.h. die Kleidung wird so behandelt, dass sie anschließend weicher, glänzender, knitterfrei, etc. ist) verwendet werden, gelangen ins Abwasser und zerstören die Natur.
- Kleidung wird mit Weichmachern behandelt und die gefährden deine Gesundheit. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und impotent zu machen!
- Über 7.000 verschiedene Hilfs- und Ausrüstungschemikalien sind in Deutschland zur Textilverarbeitung zugelassen.
- Rund 9.000 Tonnen Farbe und 75.000 Tonnen Chemikalien setzt die Textilindustrie jedes Jahr ein.
- Die Hälfte der 4.000 Farbstoffe, die auf dem Colour Index (Nachschlagewerk über die chemische Zusammensetzung von Farbmitteln) stehen, sind Azofarbstoffe, von denen 500 als giftig und krebseerregend gelten und deshalb verboten sind. Dass sie trotzdem verwendet werden ist bekannt, aber kaum zu verhindern.
Mode mit Moral und ohne schlechtes Gewissen
"Ich nenne das Sklavenarbeit", schnaubt Katharine E. Hamnett, wenn es um die Arbeitssituation in den so genannten Billiglohnländern geht. Katharine wer? Das ist die britische Designerin, die in den 80er Jahren ihre T-Shirts mit politischen Slogans bedruckte (World Peace Now) und damit Kultstatus erreichte. Zur selben Zeit besuchte sie Baumwollfarmen in Afrika und war so entsetzt über die dort herrschenden Zustände, dass sie beschloss: ab sofort nur noch Bio-Baumwolle zu verwenden! Und faire Löhne zu zahlen. "Man kann Mode machen, die gut aussieht und dauerhaft ist, aber kein Blut am Etikett hat", war sich Hamnett schon damals sicher und stellte ihre Produktion bereits vor 20 Jahren rigoros auf FairTrade*. "Jeder will cool und attraktiv aussehen. Das hat mit Reproduktion und Sex-Appeal zu tun. Ich bin keine Verfechterin des Öko-Looks", gesteht sie. "Bisher war es ja so, dass Leute mit Umweltbewusstsein da sozusagen ein Modeopfer bringen mussten. Das kann man nicht erwarten." Deshalb kredenzt sie coole Mode aus ökologisch korrekten Materialien und engagiert sie sich bis heute gegen die Missstände in der Modebranche … und bekommt endlich Unterstützung.
Neben ein paar großen Konzernen wie Otto, gibt es immer mehr kleine Labels, die auf nachhaltige Mode im Allgemeinen und Streetwear im Besonderen setzen. Wie Anton Jurina und Martin Höfele vom Kölner Öko-Label "armedangels". Ihr Motto: Die armedangels sind gekommen, um sich einzumischen! Mission: Ökomode aus der Batikecke rausholen und nachhaltig handeln! Seit über drei Jahren beweist das Duo, dass es mit ihren Klamotten - unverwechselbar durch den Engel mit Pfeil - ins Schwarze getroffen haben: Streetwear kann öko & sozial sein und dabei verdammt stylisch. "Wir machen Green Fashion, weil wir nicht wollen, dass jemand unter der Herstellung unserer Klamotten leidet - egal ob Mensch oder Umwelt", erklärt Anton und Martin ergänzt: "Wichtig ist für uns auch der faire Aspekt!" Darum unterstützen sie mit jedem verkauften Teil eins ihrer Hilfsprojekte - welches, bestimmt der Käufer übrigens selbst.
Baumwollpflückerin aus Burkina Faso [TransFair e.V./ Foto Santiago Engelhardt]
Neben 100% Bio und 100% FairTrade sind ihm 100% Attitüde wichtig
Die Jungs von armedangels sind nicht die einzigen, die sozial denken und fair handeln. Markus Beck, Kopf des Eco-Labels Greenality, unterstützt mit Spenden "Terre Des Hommes" bei ihrem Einsatz gegen Kinderarbeit. "Jeder kann mit seiner eigenen Einstellung seine Mitmenschen positiv beeinflussen und sie dazu bewegen gegen den allgemeinen Strom zu schwimmen", ist er sich sicher. "Greenality steht für eine alternative Lebensweise, fernab von Mainstream, MTV & Co.!" Thorsten Lehmkühler, Gründer des korrekten Online-Shops Fairt!cken ist gleicher Meinung: "Ich halte die globale Textilindustrie für einen besonders umweltschädlichen und ausbeuterischen Bereich der Globalisierung!" Das Problem: "Selber stricken oder nackt rumlaufen ist für die meisten keine wirkliche Alternative …", weiß Thorsten aus eigener Erfahrung und "fairtickt" seitdem übers Internet Öko-Streetwear, die fair produziert wurde. Wie die von Zündstoff, einem coolen Brand aus Freiburg: "Jenseits von Ökoklischees und Ethnomustern bieten wir ökologische und faire Kleidung an, die auch unter optischen Gesichtspunkten gefällt", sagen die Zündstoff-Jungs. Sie haben zwar selbst auch Shops (online und real in Freiburg), um ihre, wie sie sagen, "global streetwear mit Style und Attitüde" zu verkaufen, aber so läuft das eben nicht in dieser Szene: Man setzt sich füreinander ein und kämpft gemeinsam für eine bessere Welt!
Brüder im Geiste - Fairbündete im Herzen!
Jeder für sich ist ein Teil der grünen Revolution… Ob grün bis auf die Knochen oder nur ein bisschen. Fakt ist: Der Absatz von Textilien aus FairTrade-Baumwolle stieg im Jahr 2009 auf über zwei Millionen Stück in Deutschland - fette 141 Prozent mehr als im Vorjahr! Denn immer mehr Menschen machen bei der Bewegung mit. Ihr Name: Lohas - die Abkürzung für Lifestyle of Health and Sustainability. Sie achten darauf, was und von wem sie kaufen. "Lohas gehören nicht zu der alten Birkenstock-selber-gestrickter-Pulli-Generation, sondern sehen gut aus, leben bewusst - ohne dabei den Style zu vergessen!", erklärt Thomas D. von den Fantastischen Vier, der sich gerne zu den Lohas dazuzählt. Er betont aber auch, dass ihm die Welt nicht erst seit gestern, oder seit es modern ist, am Herzen liegt. Er hat sich schon vor langer Zeit für ein nachhaltiges Leben entschieden. Sauber!
*Fairtrade...
... heißt fairer Handel, d.h. dass sich die Lebens-und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern und Arbeiter auf Plantagen in Afrika, Asien und Lateinamerika durch Einhaltung von festgelegten Standards nachhaltig verbessert. Bereits 1,6 Millionen Menschen in 58 Ländern profitieren vom Fairen Handel, weil:
- stabile Preise bezahlt werden
- auf umweltschonenden Anbau geachtet und Bioanbau gefördert wird
- Kinder- und Zwangsarbeit verboten sind
Produkte, die das Fairtrade-Cotton-Siegel haben, sind aus fair gehandelter Baumwolle, aber nicht unbedingt auch Bio - bislang sind es nur 20 Prozent der fairen Baumwolle!
www.transfair.org
100% fair gehandelt
Green Fashion-Guide: Brands von A(rmedangel) bis Z(eha)
artgerechtes
Kreative Designs und individuelle Ideen auf fairen und ökologischen Shirts, getreu ihrem Motto: Anziehsachen zum Aufstand machen!
www.artgerechtes.de
A Question Of
Keine Frage: diese Unisex-Shirts sind bio, fair und absolut angesagt!
armedangels
Der Engel mit Pfeil ist ihr Markenzeichen. Berühmte Mitstreiter, die entweder öffentlich die Shirts tragen oder gleich selbst gestalten: Thomas D., Eva Padberg und Collien Fernandes.
www.armedangels.de
Bio Shirt Company
Die "I Love my Planet"-Shirts und Tücher mit Peace-Zeichen aus Berlin finden reißenden Absatz... und sind schnell ausverkauft.
www.bioshirt-company.de
Braintree
Hanf gibt es nicht nur in Tüten - als Pulli ist es der Hammer, wenn es von Braintree ist, einem australischen Unternehmen, das Kleidung aus umweltfreundlichem Hanf, Bambus und Soja herstellt.
Ethletic
Es muss nicht immer Converse sein. Von Ethletic haben die Sneaker eine FSC zertifizierte Sohle, der Kleber enthält keine tierischen Materialien und sie sind Fairtrade - dafür einen Stern, oder!?
Fairliebt
Wiebke Hövelmeyer und Mathias Ahrberg sind fairliebt. Und das schon seit 2006. Seitdem "fairzaubern" die beiden mit ihren ökologisch hergestellten T-Shirts mit selbstgestalteten Drucken und bereichern nicht nur Style-Liebhaber nachhaltig.
www.fairliebt.com
500godz
Wer auf die Graffiti-Art von Banksy steht, wird diese Shirts lieben! Limited Edition.
www.500godz.com
Greenality
Green + Mentality = Greenality - Clothing With Attitude! Markus Beck, der Kopf, hat Greenality 2008 ins Leben gerufen und bereichert mit seinen unverwechselbaren Shirts und Hoodies den Ökomarkt weit ab vom Mainstream.
www.greenality.de
Howies
Auf der Fahne von Timberlands Ökolabel steht fett: "Gutes tun!" Ob sie damit Pfadfinder ansprechen, wissen wir nicht. Aber dass ihre Klamotten aus ökologischen Materialien bei Skatern, Surfern und Bikern Kult sind. P.S.: ein Prozent des Umsatzes wird an soziale und ökologische Projekte gespendet!
Hessnatur
Hessnatur ist ein alter Hase auf dem Öko-Feld. Seit 1976 produziert das Unternehmen nachhaltige Mode und ist ganz klar die Nummer 1 in Deutschland. Style: Klassisch-chick. Aber: Die Shirts von Star-Designer Miquel Adrover sind ein Klick wert.
www.hessnatur.com
India fling
"Gut ist nur, was allen Beteiligten hilft", ist die Philosophie von Stephanie und Vroni und fair-tigen Oberteile, Taschen und Schals.
www.india-fling.de
IPATH
IPATH. Klingt cool - ist es auch! Sie sind die Bio-Pioniere der amerikanischen Skaterszene für Schuhe und Bekleidung. Dafür verwendet sie Hanf und Bio-Baumwolle.
Kujichi
Gelten als Pioniere der "Organic Revolution"! Gestartet ist das niederländische Denim-Label schon 2001 unter dem Motto "We create style"! Daran hat sich bis heute nichts geändert. Übrigens: Laut einer Legende war Kuyichi der Regenbogengott, der den peruanischen Indianern die Farben wegnahm, damit sie Respekt und Verantwortung für die Natur lernten.
Misericordia
Wenn Streetwear den Beinamen lässig tragen darf, dann Misericordia (zu Deutsch: Barmherzigkeit). Ein absolutes Must Have für alle Fans von sportlichen Zippern.
Monkee
Kleidung für Leute, die so oder so gerne abhängen: Monkee kredenzt Mode für Kletter-Freaks und coole Stadtaffen, schwingt sich dabei geschickt von Style zu Funktionalität und Ethik. Gewinner des "Eco/ Fair Trade"-Awards!
www.monkeeclothing.com
People Tree
"People over Profit" ist das Motto der FairTrade-Pioniere aus England, die ihre Klamotten ökologisch und fair produzieren lassen. Prominente Unterstützung gibt's von Emma Watson (die Hermine aus Harry Potter) - sie designt für das Label eine eigene Mode-Kollektion.
Pants to Poverty
Verdammt cool, verflucht sexy: die Pants von Pants to... (heißt so viel wie "Zum Teufel mit...) Poverty sind 100% zu schade, um nur als Underwear getragen zu werden.
Recolution
Jan, Nikolaus und Robert sind Recolution - ein brandneues Modelabel, das auf hochwertige und langlebige Streetwear setzt. Die Klamotten sind schlicht und ergreifend!
www.recolution.jimdo.com
RiotCreations
Bei RiotCreations werden die Designs (Hammer!) von Mitgliedern der Community kreiert und ausgewählt. Alle Sozialstandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen werden dabei erfüllt. Anklicken - mitmachen - voten!
www.riotcreations.com
Risom
Stylische links-alternativeStreetwear, mit Designs aus Eigenproduktion. Wenn du deine Weltsicht nach außen tragen möchtest, aber keinen Gefallen an überholten Sprüchen mit Negativ-Aussage findest, dann findest du hier, was du suchst: progressive Botschaften - schick verpackt.
www.risom.de
Simple Shoes
Dass coole Schuhe nicht aus Leder sein müssen, beweisen die Treter von Simple Shoes, die aus recycelten Reifen oder PET-Flaschen, Bio-Baumwolle und Hanf daherkommen.
Stewart & Brown
Karen Stewart und Howard Brown sind das angesagte Künstlerehepaar, das mit ihrer Öko-Mode Stars wie Cameron Diaz und Liv Tyler begeistert. Ihr Stil, so Brown: "Neoklassizistisch mit skandinavischem und japanischem Einschlag, vermischt mit etwas Punk".
Sunimar
Eco Boardwear - noch nie gehört? Sunimar ist die erste bio-faire Brand Deutschlands, die ihre Wurzeln im Surf-, Skate- und Snowboardsport. Diese Hoodies und Shirts sind ein Muss für den Boardrider mit Geschmack und sozialer Verantwortung!
www.sunimar.de
Terra Plana
Diese Schuhe kommen extra aus England und gehen immer. Superstylische, recycelte Materialien, haut- und umweltschonend! Waren 2007 Ethical Fashion Product of the year.
ThokkThokk
Wenn's mal wieder richtig knallen soll - mit den Siebdruck-Shirts von ThokkThokk kein Problem. Das Label aus München hat's drauf, wenn's um Handarbeit, Design und Style geht - und das mit hohem Eco-Faktor!
www.thokkthokkmarket.com
Toodot
... gegründet, um zu bleiben. Deshalb gibt's beim Ableger von fairliebt ganz bewusst keine Wegwerfware, sondern Wegbegleiter. Funktional, gut geschnitten und zeitlos schön.
www.toodot.net
WornAgain
"Ich war eine Feuerwehruniform" könnte auf diesen Sneakers stehen, die aus 99 recycelten Materialien sind. Zutaten: Feuerwehrhosen, alte Jeans, Lederreste...
Vegatarian Shoes
Es muss nicht immer Leder sein. Wer's vegan mag, läuft auf Schuhen aus verschiedenen synthetischen Materialien, die atmungsaktiv sind, im Gegensatz zu Plastik-Tretern.
Veja
Auf Oldschool gepimpte Sneakers aus Frankreich, die in Brasilien "gefairtigt" werden, kommen auf ökologisch korrekten Sohlen daher … Kult in der Pariser DJ-Szene.
Zeha
Der ehemalige DDR-Sportschuh wird nachhaltig in der Slowakei produziert.
Zündstoff
Zündstoff sind Feuer und Flamme für Fair & Organic Clothing. In ihrem Shop, online oder real in Freiburg, springt der Funke garantiert über.
www.zündstoff-clothing.de
Hier gibt's im Internet grüne Mode & mehr
www.avocado-store.de
Amazon war gestern, heute gibt's den Avocado Store - mit der ganzen Palette von nachhaltigen Produkten!
www.shop-bekleidungssyndikat.de
100% faire Klamotten! Beim Bekleidungssyndikat gibt's angesagte Labels wie Greenality und Epona, deren Produktion und Vertrieb sozial und ökologisch korrekt sind.
www.bgreen.de
bgreen ist ein Kunstwort, abgeleitet von 'to be green' also 'grün sein' und steht symbolisch für eine grüne Lebenseinstellung: Mode + Verantwortung = Style mit Eco-Faktor!
www.fairix.de
Auf fairix.de gibt's nur Produkte mit ethischem Mehrwert, natürlich auch Mode und das von insgesamt 68 Labels! Alle angebotenen Produkte sind unter anständigen Bedingungen hergestellt!
www.fairticken-shop.de
Nicht nur der Name kann was, auch das Sortiment von Fairticken. Stylische Bio-Klamotten aus umwelt- und sozialfreundliche Textilien von A wie Antics über Greenality bis Zündstoff.
www.fairtragen.de
Der Name ist Programm: Wer hier kauft (online oder im Shop in Bremen) trägt fair und nachhaltig!
www.glore.de
glore steht für globally responsible fashion - hochwertige Mode, die im Einklang mit Mensch und Natur hergestellt wird. Wer in München, Nürnberg oder Hamburg lebt, kann gleich vor Ort los shoppen.
www.greenpeace-magazin.de/warenhaus
Greenpeace sorgt immer für Aufsehen. Die Kleidung aus ihrem Online-Shop ist dagegen angenehm schlicht und ergreifend.
www.gruenewiese-shop.de
Grüne Wiese klingt nach grün, verdammt viel grün und so sind auch die Produkte des öko-fairen Fashion Stores in Münster, der einiges aus seinem Sortiment auch im Internet anbietet. Zum Glück!
www.gruenemode.com
Grün, grün, grün sind hier alle präsentierten Labels, Online-Shops und Läden, Infos und News inklusive.
www.korrekte-klamotten.de
Hier bloggen verschiedene Labels, Läden und Vertriebe von korrekt produzierter Kleidung. Alle beteiligten Projekte produzieren ihre Ware unter zertifizierten Bedingungen aus nachhaltigen Rohstoffen.
www.mrnelson.de
Ecowear von Mr. Nelson (ihre Shirts mit Buddha-Motiv sind bekannt) und anderen Labels.
www.organicc.de
Auf Organicc.de gibt's ausschließlich Labels, deren Kleidung und Accessoires 100% fair und ökologisch sind.
www.wertvoll-berlin.com
Hier wird das Schöne mit dem Guten kombiniert! Alle Stücke aus dem Online-Shop sind aus fairem Handel und nicht nur deshalb so wertvoll.
Grüner wird's nicht? Und ob - mit diesem Stuff...
Bücher über "Saubere Sachen" und die Textil-Fibel
Saubere Sachen
Kann ein T-Shirt die Welt retten? Das vielleicht nicht, verbessern aber auf jeden Fall. Wie, das erklärt Kirsten Brodde in ihrem rundum grünen Buch. Die Expertin für grüne Mode hat sauber recherchiert und erklärt auf unterhaltsame Weise, was Kleidung mit Klimawandel zu tun hat, welche Modemarken Öko sind und wer Etikettenschwindel betreibt. Mit umfangreichen Hersteller- und Bezugsadressenteil!
Ludwig, 16,95 Euro, ISBN 978-3-453-28003-8
Utopia
...die Internet-Plattform für strategischen Konsum. Jede Menge Tipps, wie man sein Konsumverhalten und den Lebensstil nachhaltig verändern kann. Für Einsteiger und Fortgeschrittene!
www.utopia.de
Textil-Fibel 3
Klein, aber fein und fair: Der handliche Ratgeber von Greenpeace zeigt unter anderem wie Stoffe gefärbt werden, welche Chemikalien bedenklich sind und warum ein öko-Shirt teurer ist als ein konventionelles. Damit man sich trotzdem natürlich gut kleiden kann, gibt's noch einen Serviceteil zu Ökomode.
9,90 Euro, ISBN 978-39811689-3-8,
www.greenpeace-magazin.de
"One good deed every day" - Statements zu Green Fashion
Thomas D., Musiker
"Lohas gehören nicht zu der alten Birkenstock-selber-gestrickter-Pulli-Generation, sondern sehen gut aus, leben bewusst - ohne dabei den Style zu vergessen. Da würde ich mich dann doch gerne dazuzählen. Das liegt sicher daran, dass mir nicht erst seit gestern - oder seit es modern ist - die Welt am Herzen liegt. Eine umweltbewusste Lebensweise muss nicht bedeuten, dass man scheiße aussieht."
Miguel Adrover, Star-Designer, Hess Natur
"Wie viele weiße T-Shirts werden täglich produziert? Und wie viele davon sind öko? Ein geradezu lächerlicher Anteil! Die Bio-Bewegung in der Mode ist in erste Linie Marketing. Dabei geht es ums Geldverdienen und nicht darum, die Umwelt zu schützen. So können wir nicht weitermachen. Die Leute kaufen sich alle drei Monate ein neue Garderobe und schmeißen die alten Sachen weg. Da liegt der Fehler im System, im Grunde ist dieses Verhalten unverantwortlich - und das Gegenteil von modern."
Eva Padberg, Model, hat für armedangels ein T-Shirt designt. "Millionen Kinder schuften in der Landwirtschaft, in der Industrie oder privaten Haushalten - oft zehn oder zwölf Stunden täglich. Das ist gefährlich für ihre Gesundheit und nimmt ihnen jede Chance zur Schule zu gehen. Wir haben die Möglichkeit, die Welt gerechter zu gestalten, indem wir als Kunden im Geschäft nachfragen, woher die Waren stammen und zu welchen Bedingungen sie gehandelt wurden. Jeder kann mit seiner Entscheidung, was er einkauft, einen Beitrag dazu leisten."
Martin Höfeler und Anton Jurina, armedangels
"Wir machen green fashion, weil wir nicht wollen, dass jemand unter der Herstellung unsere Klamotten leidet - egal ob Mensch oder Umwelt. Wichtig ist für uns auch der faire Aspekt. Wir wollen beweisen, dass es möglich ist ein Unternehmen aufzubauen ohne andere Menschen auszubeuten oder auf Kinderarbeit zurückzugreifen. Beides Dinge, die in der Textilindustrie durchaus an der Tagesordnung sind.
Thorsten Lehmkühler, Fairticken
"Wir halten die globale Textilindustrie für einen besonders umweltschädlichen und ausbeuterischen Bereich der Globalisierung. Das Problem ist nur, dass wir auf die Produkte der Textilindustrie nicht verzichten können. Selber stricken oder nackt rumlaufen ist für die meisten keine wirkliche Alternative … Wir möchten nicht nur für ein gutes Gefühl auf der Haut sorgen, sondern durch fair gehandelte und pestizidfreie Textilien die Menschen in den Produktionsländern direkt unterstützen."
Andrea Imgenberg, Gründerin von bgreen, Online-Store für Green Fashion
"Nach vielen Jahren als Modedesignerin in der konventionellen Modebranche konnte ich die Zustände, die dort herrschen, nicht mehr mit meinen Vorstellungen vereinbaren. Die Produktion von Bekleidung verursacht weltweit Menschenrechtsverstöße und große ökologische Schäden. Mode entwerfen sollte nicht bedeuten, dass andere Menschen und die Natur dafür leiden müssen. Für mich persönlich bedeutet 'grün zu sein' inzwischen in vielen Lebensbereichen Nachhaltigkeit zu leben. Dieser grüne Lifestyle beinhaltet Mensch, Tier und Natur so wenig wie möglich mit dem eigenen Verhalten zu schädigen und Ressourcen zu schonen, damit die Erde für uns und zukünftige Generationen lebenswert bleibt."
Collien Fernandes, Moderatorin
"Im Bezug auf Öko Mode begeistern mich vor allem die armedangels, da bei denen nicht nur der ökologische Gedanke, sondern auch das Design stimmt. Ich trage fast ausschließlich Shirts von ihnen, egal ob privat oder vor der Kamera. Deswegen habe ich mich wahnsinnig gefreut, als das Label irgendwann darauf aufmerksam wurde und mich fragte, ob ich für sie ein Shirt designen möchte. Klar, und von jedem meines "One good deed every day"-Shirt werden 5 Euro an das indische Kinderheim St. Catherine`s Home in Mumbai gespendet, das ich seit Jahren unterstütze."
Thomas D. schwört auf Grüne Mode
faire Typen: Armedangels Martin und Anton
Engagiert sich: Thorsten von fairticken
Collien designt Shirts für den guten Zweck


