Zur Hauptnavigation springen Zum Login springen Zum Seiteninhalt springen


Freunde 4ever - Passwort des Glücks

Texte: Anja Schimanke
 
"150 Freunde?" Darüber kann Ilka nur lachen. "Ich habe knapp 800 bei schülerVZ", sagt die 16-Jährige so, als wäre es das normalste der Welt. Ist es auch. Mandy, ihre beste Freundin, hat nämlich auch so viele. Mindestens. Und damit sind die Mädels, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht alleine. Im Gegenteil, die meisten haben wie sie viele Freunde, zumindest laut ihrer Profile in den so genannten social networks wie schülerVZ und Facebook. Das ist echt cool, freut sich Ilka, und Mandy nickt wie ein Wackeldackel auf 'ner Schotterpiste. Persönlich kennen sie circa 700, schätzen die Schülerinnen aus Goch. "Von Konzerten, aus meiner alten Schule, meiner neuen Klasse, der Parallelklasse", zählt Ilka nach einer kurzen Pause auf. Klar, da kommen einige zusammen. "Und shoppen nicht zu vergessen, da lernen wir auch oft neue Leute kennen!", ergänzt sie. Sind die nett, treffen sie sich mit ihnen wieder - im Netz. Klickklick. Man checkt Gemeinsamkeiten. Tauscht Vorlieben aus. Sieht, wer wen kennt. Und hat so auch gleich ein Chatthema. Völlig unkompliziert.
 

"Man kann unendlich viele Freunde haben!"

 
Rund zwei Stunden ist Ilka täglich online, um ihre Kontakte zu pflegen. Der Besuch ihres social networks ist mittlerweile selbstverständlich und gehört einfach zum Leben dazu. Manchmal schon morgens, meistens nachmittags nach der Schule oder auch mal vor dem Schlafengehen. Als sie sich vor fünf Jahren dort angemeldet hat, bekam sie noch rund 18 Freundschaftsanfragen, in der Woche. Die hat sie alle angenommen, gibt sie lachend zu. Einfach so. Weil's cool war. Heute sind es weniger und viele werden von ihr ignoriert. "Man kann unendlich viele Freunde haben", ist sie sich sicher, aber ihr reichen die rund 800, die sie zurzeit online hat. Schließlich trifft sie sich mit einigen ja auch so, ganz real. Wie Tobias, ihrem besten Freund, der ihr während der Fußball-WM vor vier Jahren eine Freundschaftsanfrage geschickt hat. "Zum Finale haben wir uns verabredet", erinnert sie sich. Seitdem treffen sie sich regelmäßig, obwohl sie total gegensätzlich sind. "Er hört HipHop, ich Metal!" Egal. Es ist cool, auch mit einem Jungen befreundet zu sein, findet Ilka. "Er legt wert auf meine Meinung. Und er kann Tipps geben wie man seinen Schwarm ansprechen kann." Tobias und Mandy sieht sie täglich in der Schule und zwei- bis dreimal die Woche auch danach. "Wir haben weder dieselben Interessen noch gemeinsame Hobbys", gibt Mandy mit einem Schulterzucken zu. "Nur Jungs!", lachen beide. Stundenlang miteinander quatschen können sie gerade deshalb prima. Natürlich über ihr absolutes Lieblingsthema: Jungs! Die Liebe. Konzerte. Musik. Eben alles, was sie gerade so beschäftigt und berührt. Auch Sorgen und Probleme wollen ausgiebig besprochen werden. Und geteilt. Privatkram eben, den man nicht jedem erzählt. Nur seinen engsten Freunden. Und davon gibt's eben doch nur ein paar.

Freundschaft auf einen Klick

 
Dass man im Internet alles bekommt, ist bekannt. Aber auch Freunde? Kann man Freunde sammeln? So wie Panini-Bilder. Oder Musik-Downloads. Ilka und Mandy und Tobbias sind nicht die einzigen User zwischen 12 und 19 Jahren, die im Internet neue Freundschaften knüpfen und alte, beispielsweise aus der Grundschule, wieder aufleben lassen. Knapp 150 virtuelle Freunde hat durchschnittlich ein Jugendlicher, wobei Mädchen 157, Jungen "nur" 130 Freunde haben. Warum? "Mädchen sind eher auf das gemeinsame Gespräch aus, das ist ein wichtiger Bestandteil von Mädchenfreundschaften. Deshalb sprechen wir hier auch von face-to-face-Freundschaften", analysiert der Erziehungswissenschaftler und Professor für empirische Bildungsforschung Dr. Heinz Reinders von der Julius-Maximilian-Universität Würzburg. Für Jungs undenkbar. Sie brauchen Action, um mit jemanden befreundet zu sein. "Jungen unternehmen eher gemeinsam etwas, wie zum Beispiel Fußball- oder Computerspiele, was wir mit side-by-side Freundschaften beschreiben." Also mutiert niemand automatisch zum unsozialen Monster, nur weil er zahlreiche Freunde im Netz hat? Keiner, der im Web viele Kontakte hat und diese pflegt, ist offline nicht mehr zu realen Freundschaften fähig! Das Gegenteil ist sogar der Fall: erstens haben Studien belegt, dass Internet-Netzwerke keinen Einfluss auf "echte" Freundschaften haben! Zweitens können "schwache" Freundschaften dadurch sogar intensiver wahrgenommen werden. Und drittens ist das menschliche Gehirn zu mehr als 150 echten Freundschaften gar nicht fähig, fanden kürzlich Forscher der Universität von Oxford heraus.
 

Digitale Cliquen: eine zutiefst soziale Angelegenheit

 
"Die meisten Jugendlichen kennen ihre Freunde aus dem Internet auch persönlich und sind auch im realen Leben miteinander befreundet", weiß Sabine Feierabend von der JIM-Studie (steht für Jugend, Information, Multimedia). 91 Prozent von ihnen treffen sich mindestens mehrmals pro Woche und zwar face-to-face. "In erster Linie geht es ja in den Netzwerken darum, 'sichtbar' zu sein", erklärt die Medienwissenschaftlerin. "Und dabei zu sein, sich mitzuteilen, Kommunikation eben." Ob Einträge auf der Pinnwand, nur so gruscheln, Bilder oder Texte schicken, einfach nur Quatsch machen oder auch gar keine Pflege, die "Freunde" laufen einfach so mit. Professor Brosius, ein Kommunikationswissenschaftler, hat schülerVZ unter die Lupe genommen. Sein Fazit: "Das Netzwerk ist eine zutiefst soziale Angelegenheit!" Und keine Konkurrenz zu realen Freundschaften, sondern eine zusätzliche Möglichkeit sich miteinander auszutauschen. "Das Internet gibt mir das Gefühl, nicht allein zu sein!", sagte ein Drittel der 14- bis 17-Jährigen bei einer Umfrage. Die digitale Clique vermittelt das Gefühl von Geborgenheit. "Durchs Internet hat sich der Aktionsradius deutlich vergrößert, die Kontaktaufnahme ist viel einfacher geworden und die Jugendlichen wissen mehr übereinander als früher", so die JIM-Forscherin. "Und sie differenzieren schon zwischen zwei bis drei besten Freunden."

Was ist Freundschaft?

 
Eine allgemeingültige Definition, was genau Freundschaft ist, gibt es leider nicht, noch verstehen alle darunter dasselbe. Heißt Freundschaft miteinander Spaß haben? Klar, aber ja nicht nur. Und gemeinsam durch dick und dünn gehen. Sicher, aber selbst das ist Auslegungssache. Für Max (14) zum Beispiel hat Freundschaft was mit Vertrauen und Respekt zu tun. Finden Mandy, Ilka und Yamina (16) auch. Für ihre beste Freundin Vera (15) hat Loyalität, Solidarität und Verständnis höchste Priorität. Hilfsbereitschaft steht für Laura (13) an erster Stelle. Für Samir (19) Ehrlichkeit. Lotta und Paula finden Toleranz wichtig. Was sie alle sonst noch zu sagen haben, lest ihr in der Rubrik "Wir haben rumgefragt..." Und wie steht's mit dir? Welche Werte sind für dich unerlässlich?

Freundeskreis

Wie groß kann der Freundeskreis sein?         [Foto: Allzweck Jack/Photocase]

10 Werte, die für eine Freundschaft wichtig sind:

 
Vertrauen
Das ist die Basis ohne die keine Freundschaft möglich ist. Stellt man sich Freundschaft als Pflanze vor, ist Vertrauen die Wurzel, die Halt gibt. Wer Geheimnisse ausplaudert, zerstört die Grundlage.
 
Gleichberechtigung
Gleich und gleich gesellt sich gern! Keiner ist besser, klüger, schöner als der andere - Freunde sind auf derselben Augenhöhe …
 
Toleranz
Gleiche Interessen, Vor- und Einstellungen sind zwar praktisch, aber doch nicht immer, schon gar nicht in allen Bereichen. Ohne Freiräume erstickt die Freundschaft.
 
Ehrlichkeit
Ehrlichkeit verlangt man von seiner besten Freundin, dem besten Freund. Klartext reden, ja, aber behutsam und nicht verletzend.
 
Mitgefühl
Der Freund hat Probleme? Die Freundin Liebeskummer? Da ist Mitgefühl gefragt. Und Anteilnahme. Also, zuhören, beistehen, Mut machen, Tempos bereithalten …
 
Wertschätzung
Freundschaft ist wie ein Zuhause. Man muss sich nicht verstellen, kann so sein, wie man wirklich ist. Peinlich? Ist gar nichts. Freunde kennen dich meist eh besser als du dich selbst.
 
Respekt
Behandele deine Freunde, wie du selbst behandelt werden willst: mit Respekt!
 
Selbstkritik
Ja, selbst die besten Freunde machen mal Fehler - und sollten sich dafür entschuldigen können!
 
Verlässlichkeit
Da sein, wenn man dich braucht!
 
Loyalität
Hinter dem Rücken eines Freundes tut man nur eins: Eine Überraschung planen! Alles andere ist nicht okay!

Fakten über Freundschaft

"Es gibt drei Kreise", hat Yamina für sich festgestellt: "Im ersten Kreis sind die Freunde, die einem sehr viel bedeuten, zum zweiten Kreis gehören die, die einem viel bedeuten und im dritten sind Partyfreunde - die man regelmäßig sieht, aber nicht anruft!" Dass ein enger Kreis aus Freunden, die einen anerkennen und akzeptieren, wichtig ist, und zwar außerordentlich, darüber sind sich 63 Prozent der 12 bis 25-Jährigen einig. Was noch?
 

  1. Da sein, wenn sie/ er gebraucht wird
  2. offenes Ohr haben
  3. Geheimnisse bewahren
  4. Fehler offen ansprechen
  5. Zusammenhalt (auch bei Dummheit)
  6. Freundschaft trotz langer Entfernung
  7. ähnliche Einstellungen
  8. gleiche Interessen

(Quelle: Statistika)
 
"Jugendliche finden sich als Freunde, um mit ihnen gemeinsam die anstehenden Herausforderungen zu meistern", weiß Professor Reinders und erklärt auch warum: "Veränderungen des Körpers, erste zaghafte Kontakte für romantische Beziehungen, Stress mit den Eltern, Zoff mit anderen Jugendlichen, das alles lässt sich gemeinsam viel besser bewältigen als allein!" Sein Expertenrat in Sachen Freundschaft: "Wichtig ist, dass sich Freunde immer gegenseitig beeinflussen, also in einer echten, freiwilligen Freundschaft beide Freunde ihre Vorstellungen und Wünsche einbringen und darüber "verhandeln". Wenn diese Balance nicht mehr stimmt", warnt der Profi, "werden Freundschaften schwierig, weil der eine etwas macht, nur weil der andere etwas sagt oder will!"
 
Martin Hecht hat dem Thema Freundschaft ein ganzes Buch gewidmet: "Wahre Freunde". Er schreibt: "Der Freund oder die Freundin sollte ein bisschen so wie wir sein, denn ohne Ähnlichkeit keine Sympathie!" Recht hat er. "Er oder sie soll aber auch ein bisschen anders sein, denn bekanntlich sind es ja die Gegensätze, die sich anziehen und ergänzen." Auch wieder wahr. Und die Psychologen der Uni Leipzig haben festgestellt, dass Freundschaft reiner Zufall ist: weil wir zufällig zur selben Zeit, am selben Ort sind! Ob wir im selben Haus wohnen, die gleiche Schule besuchen oder sogar Tischnachbarn in der Klasse sind. Je näher, desto wahrscheinlich ist es, dass man sich anfreundet. "Mir persönlich gefällt die Idee, dass wir Orte und Events aufsuchen, die unseren Neigungen und Interessen entsprechen, wo wir auf Gleichgesinnte treffen und unter den Personen dort dann mit denen zusammen finden, die uns unter den Ähnlichen besonders ähnlich sind", sagt Reinders zu der These. "Klar ist aber auch: einsam in der Wüste ist es schwer Freunde zu finden, es muss schon Kontaktmöglichkeiten geben wie den Hinterhof, den Schulhof, den Busbahnhof..." Oder das Internet.

Freunde

Freunde: Zusammen durch dick und dünn.      [Foto: fotoline/Photocase]

Test: Wie hoch ist dein Freundschafts-Faktor?

Klar, können sich deine Freunde auf dich verlassen! Sagst du. Und natürlich bist du ehrlich und unheimlich loyal. Ob es stimmt? Wie eng das Freundschaftsband zwischen dir und deiner Freundin bzw. deinem Freund wirklich ist, erfährst du indem du den Test machst.
 
Entscheide dich für die Antwort, die am ehesten auf dich zutrifft. Notiere dir die jeweils zutreffenden Punktzahlen.

1. Testhälfte:

 
Mein/e Freund/in und ich …
 
                                     Überhaupt nicht                   Stimmt voll

  • ... reden über alles.................. 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7
  • ... lachen zusammen............... 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7
  • ... langweilen uns,wenn wir zusammen sind

........................................................ 7....... 6....... 5....... 4....... 3....... 2....... 1

  • ... sind füreinander da............ 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7
  • ... schmieden Pläne................ 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7
  • ... sind ehrlich zueinander..... 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7
  • ... haben natürlich Geheimnisse voreinander

........................................................ 7....... 6....... 5....... 4....... 3....... 2....... 1

  • ... machen uns Mut.................. 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7
  • ... streiten uns fair.................... 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7
  • ... vertrauen uns....................... 1....... 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7

 
Punkte: .........

2. Testhälfte:

 
Dein/e Freund/in erzählt dir ganz nebenbei, dass sie/er im nächsten Jahr als Austauschschüler/in nach England geht. Deine Reaktion?
a) Ich suche mir heimlich eine/n neue/n Freund/in. (0)
b) Was? Wie? Warum? Ohne mich? (2)
c) Und warum erfahre ich das jetzt erst und auf diesem Weg und überhaupt? (5)
d) Cool, davon hat sie/er schon immer geträumt. Und ich komme so auch mal nach England. (7)
 
Dein/e Freund/in soll hinter deinem Rücken über dich gelästert haben, behauptet jemand. Was machst du?
a) Grinsen und "jemand" ganz locker als Lügner entlarven. (7)
b) Ich flippe aus. Das ist ja echt das allerletzte. (0)
c) Ich verteidige meine/n Freund/in! Das doofe Gefühl, dass vielleicht doch was dran sein könnte, bleibt… (2)
d) Sobald ich mit meine/n Freund/in spreche, frage ich sie/ihn… (5)
 
Dein/e Freund/in ist anders als sonst, irgendwie komisch. Was tust du?
a) Ignorieren - das geht bestimmt vorbei. (0)
b) Ich spreche sie/ihn gleich drauf an und frage, ob alles okay ist. (7)
c) Ich warte ab. Wenn sie/er was hat, erfahre ich es noch früh genug … (5)
d) Mit ihr: Shoppen oder ins Kino/ Mit ihm: Sport oder ein Game - Hauptsache ablenken. (2)
 
Dein/e Freund/in hat schon zwei Fünfer in Englisch geschrieben, die nächste Arbeit steht kurz bevor. Und jetzt?
a) Keine Panik! Das kriegen wir schon hin - mit Nachhilfe, Hausaufgaben zusammen machen, üben… (7)
b) Ich kann diesen Test nicht weitermachen - ich muss sofort zu ihr/ihm, beim Spickzettel helfen! (5)
c) Keine Ahnung, woher soll ich denn das wissen?! (0)
d) Pff, selbst Schuld, wenn sie/er lieber chillt statt Hausaufgaben zu machen. (2)
 
Dein/e Freund/in braucht dringend 50 Euro. Leihst du ihr/ihm das Geld?
a) Klar, muss wohl was Wichtiges sein. (7)
b) Nö, ich behaupte einfach, dass ich auch blank bin. (0)
c) Ich frage sie/ihn, wozu sie es braucht und mache es davon abhängig. (5)
d) Eher nicht, weil sie/er mir eh noch was schuldet. Und ich meinem Geld hinterherlaufen muss. (2)
 
Dein/e Freund/in hat seit Wochen schlimmen Liebeskummer und will sich später mit dir treffen. Zum Reden. Was sagst du?
a) Worüber denn reden? Es ist doch schon alles gesagt … (2)
b) Sorry, keine Zeit! (0)
c) Klar, immer. (7)
d) 'tschuldigung, kennen wir uns? … und dann pruste ich los - Lachen ist die beste Medizin gegen Liebeskummer. (5)
 
Freitagabend - Partytime. Du hast dich mächtig aufgestylt. Als dich dein/e Freund/in in dem Outfit sieht, bricht sie/er … zusammen, vor Lachen. Vielleicht auch vor Magenkrämpfen. Was machst du?
a) Ich ziehe mich um. (5)
b) Ich breche auch… und zwar ihre/seine Nase. (0)
c) Ich lache mit… und frage sie/ihn anschließend um Styling-Rat. (7)
d) Schmollen. Der Abend ist für mich gelaufen. (2)
 
In der Disco: Dein/e Freund/in tanzt wild und - peng - platzt die Hose! Was machst du?
a) Har, harrr, Schadenfreude ist die schönste Freude. (2)
b) Ich schnappe mir meine Jacke und bringe sie schnell auf die Tanzfläche, um damit das Loch zu verdecken. (7)
c) Pff, selbst Schuld. Ich habe gleich gesagt, dass die Hose zu eng ist … (0)
d) Ich täusche einen Erstickungsanfall vor und lenke so die Gaffer ab. (5)
 
Punkte: …..

 
Zähle alle Punkte zusammen. Die Punktzahl zeigt dir, wie hoch dein Freundschaftsfaktor ist. Übrigens: Der Test zeigt nur den jetzigen Stand an - er ist nicht für immer und kann sich ändern!

10 bis 20 Punkte
Ups, das war wohl nix. Eine echt schwache Leistung! So ganz ohne Gefühl, Toleranz und Respekt. Ganz ehrlich: Hättest du dich selbst gerne als Freund/in? Bestimmt nicht. Du stehst dir selbst am nächsten (oder im Weg?), lässt weder Nähe zu, noch Gefühle und Gespräche. Schade. Was läuft schief? Warum hast du so wenig Vertrauen? Und vor allem: wie wird dein Freundschaftsfaktor besser? Es liegt in deinen Händen - reich sie jemanden!

21 bis 50 Punkte
Das Ergebnis ist wie du: Ganz nett! Mehr aber auch nicht. Doch damit gibst du dich ja wohl nicht zufrieden, oder?! Gut so. Wo ist das Vertrauen, was unbedingt zu einer Freundschaft gehört? Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und eine Extraportion Gefühl würden nicht schaden, damit aus dem zarten Pflänzchen Freundschaft doch noch ein starker Baum wird. Der Halt gibt, selbst im stärksten Sturm. Was hilft: Reden - und zwar miteinander, nicht übereinander!

51 bis 80 Punkte
Du bist echt eine beste Freundin, ein wahrer Freund - ohne Wenn und Aber. Und mit viel Herz und noch mehr Einsatz. Dir ist es nämlich wichtig, alles mit dem anderen zu teilen: Liebeskummer, Geschmack, Lieblingsband und natürlich Geheimnisse. Du bist total ehrlich, aufmerksam und magst deine/n Freund/in so wie sie/er ist - sogar die kleinen Fehler. Das alles macht eure Freundschaft stark und haltbar! Respekt!

über 80 Punkte
Wow, wir sind begeistert. Und ein kleines bisschen neidisch: So eine enge und intensive Freundschaft, gibt's nur selten und ist etwas ganz Besonderes! Dein Freundschaftsfaktor? Hammermäßig! Auf dich ist 100pro Verlass, denn du bist wirklich da, wenn man dich braucht. In guten Zeiten, aber auch in schlechten. Ihr lacht zusammen, leidet gemeinsam, geht durch dick & dünn. Immer. Friends. 4ever.

Freundinnen

Beste Freundinnen oder doch nur gute Bekannte? Find's raus!                      [Foto: ah/Photocase]

Bücher sind dickere Briefe an Freunde!

Lese-Tipps zum Thema Freundschaft

 
Pfirsichsommer
Drei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein können: die pummelige Birdie, Society-Girl Leeda und Murphy aus der Wohnwagensiedlung treffen sich auf einer Plantage zur Pfirsichernte - und erleben, was wahre Freundschaft ist.
Von Jodi Lynn Anderson, cbj, ISBN 978-3-570-12983-8
 
FAQ - Keine Show ist härter als das Leben
"Gute Freunde. Das ist das wichtigste überhaupt." Wir waren sofort einverstanden. Gute Freunde. Das war vielleicht nicht der eigentliche Sinn des Lebens, aber ohne sie war das Leben in jedem Fall sinnlos. Wir stießen an und dann quatschten wir einfach weiter, und das meiste, was wir an diesem Abend von uns gaben, hatte ebenfalls keinen hochtrabenden Sinn. Aber darauf kam es nicht an. Wir waren zusammen. Mit unseren Freunden. Wir fühlten uns wohl. Das zählte.
Von Daniel Bielenstein, Arena, ISBN 978-3-401-06486-4
 
Freundschaftsspiel
Sie waren die dicksten Freundinnen, bis alles an einem dummen Missverständnis zerbrach. Jen, Georgina, Meg und Rowan gehen seither getrennte Wege. Doch dann benötigt eine Hilfe …
Pam Burks, Lorraine Campbell, Blanvalet, ISBN: 978-3-442-37108-2
 
Naomi & Ely
Freundschaft oder Liebe? Was ist wichtiger? Und wofür entscheiden sich Naomi & Ely, die die besten Freunde sind, bis ihnen die Liebe dazwischenkommt …
Von Rachel Cohn und David Levithan, cbt, ISBN: 978-3-442-37108-2
 
Echte Cowboys
Cosmo ist ein Außenseiter. Mit echten Problemen. Und jetzt soll er auch noch ins Heim. Ohne mich, denkt Cosmo und haut ab. Flieht vor der Polizei, ein paar Schlägern und der Einsamkeit. Bis er Nathalie und Tom begegnet.
Von Stephan Knösel, Beltz & Gelberg, ISBN 978-3-407-81067-0
 
Little Brother
Marcus ist w1n5t0n, sprich: Winston - ein 17-Jähriger Gamer. Wie seine Freunde. Als San Francisco zum Überwachungsstaat mutiert, beschließen sie gemeinsam zu handeln: Als "Gamer-Guerilla"!
Von Cory Doctorow, rororo, ISBN 978-3-499-21550-6
 
Alterra - die Gemeinschaft der Drei
Was machst du, wenn plötzlich alle Erwachsenen vom Erdboden verschwunden sind und die Welt im Chaos versinkt? Tobias und sein bester Freund Matt erleben diesen Alptraum, ob sie ihn auch überleben?
Von Maxime Chattam, pan-Verlag, ISBN 978-3-426-28300-4

Pfirsichsommer Cover
Cover Naomi und Ely

Wir haben rumgefragt...

Was macht eine richtige Freundschaft aus? Wieviele Freunde kann man haben? Ist ein Leben ohne Freunde überhaupt möglich? Wir haben uns für euch umgehört...

Paula (12) und Lotta (12),

gehen zusammen in eine Klasse und sind seit zwei Jahren die besten Freundinnen

 
Wie oft seht ihr euch?
Paula: Wir treffen uns jeden Tag in der Schule und einmal die Woche auch nachmittags.
Lotta: Dafür telefonieren wir jeden Tag miteinander.
Paula: Ja, bis mein Akku leer ist!
 
Warum seid ihr die besten Freundinnen?
Lotta: Ich mag die Paula, weil ich sie lustig finde und ihr Geheimnisse anvertrauen kann und sie mir ihre!
Paula: Ich vertraue Lotta Geheimnisse hat, die sonst keiner weiß. Außerdem kann man mit ihr voll gut lachen.
Lotta: Wenn wir uns sehen, lachen wir eigentlich die ganze Zeit. Wir haben auch viele Insider, die nur wir kennen ….
 
Besteht Freundschaft aus Spaß haben und Geheimnisse teilen?
Paula: Nein, mir ist auch wichtig, dass ich ernste Sachen mir ihr besprechen kann und sie nicht lacht, wenn ich ihr was erzähle.
Lotta: Genau, und dass man ehrlich miteinander ist und der andere seine eigene Meinung hat.
 
Helft ihr euch gegenseitig?
Paula: Ja, in Mathe!
Lotta: Und man hilft seiner Freundin auch zum Bespiel an ihren Schwarm ranzukommen, und wenn es nicht klappt, dann tröstet man sie darüber hinweg.
 
Was geht gar nicht?
Paula: Freunde runtermachen, wenn sie Dinge etwas anders sehen und eine andere Meinung haben, die sie auch vertreten.
 
Ein Grund, die Freundschaft zu beenden?
Lotta: Für mich gibt es keinen Grund die Freundschaft zu beenden, denn ich würde mich mit Paula immer vertragen. Nur wenn etwas öfter vorkommt, obwohl wir drüber gesprochen haben, würde ich mir das mit der Freundschaft noch mal überlegen.
 
Können Mädchen und Jungs miteinander befreundet sein?
Paula: Wenn sie sich lange kennen, aus dem Kindergarten beispielsweise, dann können Jungs und Mädchen genauso gut miteinander befreundet sein.
Lotta: Ich habe einen besten Freund, den ich schon so lange kenne und wir deshalb alles voneinander wissen. Das ist schon cool. Früher war es ganz normal, auch Jungs anzusprechen und zu fragen, ob sie mit einem befreundet sein wollen. Heute macht man das nicht mehr so oft, das wäre manchmal echt peinlich!
 
Wie viele Freunde kann man haben?
Lotta: Sehr viele, aber nur ein oder zwei beste Freunde! Ich finde, jeder muss eine beste Freundin haben.
Paula: Denn ein Leben ohne Freunde fände ich doof, weil man dann immer alleine zu Hause sitzen würde und nichts machen kann.
Lotta: Es ist doch toll, dass man das Leben des anderen prägt …
Paula: … und umgekehrt!

Lotta und Paula

Yamina (16) und Vera (15),

sind seit 11 Jahren befreundet

 
Wie viele Freunde kann man haben?
Vera: So viele wie man Bock hat zu haben.
Yamina: Es gibt drei Kreise: im ersten Kreis sind die Freunde, die einem sehr viel bedeuten, zum zweiten Kreis gehören die, die einem viel bedeuten und im dritten sind Partyfreunde - die man regelmäßig sieht, aber nicht anruft!
Vera: Wir zwei gehören zum ersten Kreis!
 
Wie oft seht ihr euch und was macht ihr dann so?
Yamina: Wir treffen uns dreimal die Woche …
Vera: … und gehen auf Partys …
Yamina: … oder auf Demos - wir sind politisch aktiv.
Vera: Haare färben!
Yamina: Chillen! Reden!
Vera: Wir telefonieren jeden Tag, vier Stunden oder so.
 
Welche Werte sind euch in einer Freundschaft wichtig?
Vera: Loyalität. Und Solidarität.
Yamina: Toleranz ist wichtig.
Vera: Verständnis füreinander zu haben - ich habe meine, Yamina ihre Meinung, das ist okay.
Yamina: Zuverlässigkeit und Vertrauen.
Vera: Mit der besten Freundin hat man eine metaphysische Verbindung!
Yamina: Dann weiß man, was der andere denkt. Wir müssten eigentlich gar nicht miteinander reden!
 
Was geht gar nicht?
Vera: Wenn eine Freundschaft mehr Schlechtes als Gutes hat, dann lebt es sich auseinander.
Yamina: Es lässt sich über alles reden … Einen richtigen Cut gibt es nicht, außer, wenn einer rechts wird.
Vera: Stimmt, Nazi geht gar nicht.
 
Gibt es Unterschiede zwischen Freundschaften mit Jungs oder Mädchen?
Vera: Nein, außer, dass man mit Jungs nicht über seine Tage redet.
Yamina: Und was ist mit dem Elias?! Ich finde, es kommt immer auf den Mensch an und nicht aufs Geschlecht!
 
Freundschaft ist …
Yamina: … nachts um 5 klingeln können!
Vera: Familienähnlich, weil man sich aufeinander verlassen kann.
Yamina: "So wie man immer zu seiner Mama gehen kann, egal, was man gemacht hat, soll das auch mit seinen Freunden sein."

Vera und Yamina

Samir (19)

Wie viele Freunde kann man haben?
So viele wie man will!
 
Hast du einen besten Freund?
Ja, seit sechs Jahren. Er wohnt in meiner Straße und wir sind in dieselbe Schule gegangen.
 
Wie oft seht ihr euch und was macht ihr dann so?
Nicht mehr so oft wegen Schule und Arbeit. Wir gehen zusammen raus, spazieren, und suchen uns ein paar Mädchen aus, quatschen mit denen und haben Spaß.
 
Wie wird ein Freund zum besten Freund?
Wenn man sich vertraut und ehrlich ist.
 
Was geht gar nicht?
Wenn er sich zum Beispiel an meine Schwestern und Cousinen ranmacht. Dann würde ich mit ihm darüber reden. Und wenn er das nicht lässt, wäre es ein Grund für mich, die Freundschaft zu beenden.
 
Gibt es Unterschiede, ob man mit Jungs oder Mädchen befreundet ist?
Mit meinem Freund spreche ich über Frauen und Brüste, denn er kann mich verstehen, und die Frauen würden gleich sagen, ?Man, was bist du den für ein Schwein'.
 
Ein Leben ohne Freund …
… ist trotzdem ein Leben!

Samir

Max (14),

hat zwei beste Freunde, die in seine Klasse gehen

 
Wie viele Freunde kann man haben?
Man kann viele Bekannte haben, aber nicht so viele Freunde, ca. 20 sind okay. Denn je mehr Freunde man hat, desto weniger kann man sich um jeden kümmern.
 
Was machst du mit deinen Freunden, wenn du sie triffst?
Wir fahren Rad, spielen Fußball oder am Computer.
 
Wie wird ein Freund zum besten Freund?
Er muss mir sympathisch sein und nett. Wenn er mir was Gutes getan hat, zum Beispiel bei Problemen geholfen oder bei einem Streit in der Schule …
 
Was macht für dich Freundschaft aus?
Vertrauen und ich muss was mit ihm anfangen können …
 
Das heißt?
Wir sollten Gemeinsamkeiten haben und die Meinung des anderen respektieren, besonders wenn man Nein sagt.
 
Was geht gar nicht?
Verrat und Betrug! Damit meine ich, unehrlich zu sein, Geheimnisse weiter verraten, den anderen ins offene Messer laufen lassen, obwohl er mich hätte warnen können.
 
Gibt es einen Unterschied, ob man mit einem Jungen oder einem Mädchen befreundet ist?
Mit Mädchen spielt man nicht Fußball, sondern erzählt mehr. Da zählen Worte mehr als Taten!
 
Ein Leben ohne Freunde …
… wäre nicht gut, weil man einsam ist. Schließlich will man ja nicht alles seinen Eltern erzählen oder nur mit ihnen etwas unternehmen. Es ist gut, wenn man jemanden hat, der so alt ist, wie man selbst, weil er einen besser versteht!

Ilka (16) und Mandy (16),

kennen sich durch die Schule und sind seit 3 Jahren befreundet

 
Was macht die beste Freundin aus?
Mandy: Das gewisse Etwas!
Ilka: Vertrauen und Ehrlichkeit
 
Was ist für eine Freundschaft unerlässlich?
Mandy: Zusammenhalt und dass man den anderen so akzeptiert wie er ist.
 
Was geht gar nicht?
Ilka: Lügen und Geheimnisse weiter erzählen.
Mandy: Ein Vertrauensmissbrauch wäre echt unverzeihlich.
 
Können Jungs und Mädchen miteinander befreundet sein?
Ilka: Ja, weil er die Sicht des anderen Geschlechts versteht und einem so Tipps geben kann wie man seinen Schwarm anspricht beispielsweise.
 
Ein Leben ohne Freundin …
Mandy: … geht gar nicht!

Ilka und Mandy

Jennifer (13) und Laura (13),

sind seit 2 Jahren beste Freundinnen und gehen in dieselbe Klasse

 
Wie viele Freunde kann man haben?
Laura: Lieber drei gute als viele falsche Freunde!
Jennifer: Das finde ich auch.
 
Trefft ihr euch auch nach der Schule?
Laura: Manchmal, wenn wir Zeit haben gehen wir in die Stadt oder ins Kino.
Jennifer: Am Wochenende machen wir schon mal Übernachtungspartys und reden über Probleme und was wir so erlebt haben.
 
Habt ihr gemeinsame Hobbys?
Laura: Ja, shoppen gehen.
 
Wie wird eine Freundin zur besten Freundin?
Laura: Sie muss zuhören und mit mir lachen können.
Jennifer: Sie sollte immer für einen da sein und mich nicht im Stich lassen.
 
Was ist für eine Freundschaft unerlässlich?
Laura: Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit.
 
Was geht gar nicht?
Laura: Wenn ich jetzt einen Freund hätte und sie mir den ausspannen würde …
Jennifer: Schlimm für mich wäre, wenn ich Probleme hätte und jemanden zum Reden brauche und sie sich keine Zeit für mich nimmt.
 
Können Jungs und Mädchen miteinander befreundet sein?
Laura: Ja, es gibt Jungs, mit denen man befreundet ist und welche, mit denen man zusammen kommt.
 
Ein Leben ohne beste Freundin …
Jennifer: … fühlt sich nicht komplett an.
Laura: … weil ein wichtiger Teil fehlt!

Sabri (16)

Wie viele Freunde kann man haben?
Unendlich viele Freunde, aber nur einen, mit dem man sich besser versteht.
 
Hast du so einen?
Ja.
 
Wie oft seht ihr euch?
Wir treffen täglich in der Schule und noch zweimal so in der Woche. Wir reden viel über Musik, unser gemeinsames Hobby.
 
Was macht für dich Freundschaft aus?
Gemeinsame Interessen sind sehr wichtig, sonst hat es ja überhaupt keinen Sinn.
 
Können Jungs und Mädchen miteinander befreundet sein?
Ja, aber man redet miteinander über unterschiedliche Dinge. Mit Mädchen rede ich über Klamotten, Styling und Geschmack - und nicht über sie.
 
Ein Leben ohne besten Freund …
… ist etwas negativer und man fühlt sich nicht so gut!
 

Sabri


Quell-URL: http://212.66.17.154/themen/freundschaft.php