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		<title>respect.de</title>
		<link>http://www.respect.de/</link>
		<description>100% deine Community</description>
		<language>de</language>		<copyright>(creative commons) Aktion Mensch, 2013</copyright>						<pubDate>Wed, 22 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>		<lastBuildDate>Wed, 22 May 2013 08:00:01 GMT</lastBuildDate>				<docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
						<item>
			<title>22.05.2013: „Schule war wie eine Art Recycleanstalt!“</title>
			<description>Concetta Tatti hat eine Autoimmunerkrankung und musste deshalb auf eine Sonderschule. Warum? Das hat sie nie verstanden. Heute geht sie an Schulen und in Kitas, um Vorurteile über Behinderung abzubauen.

Interview: Anja Schimanke; Foto und Bild: privat

Als man Concetta Tatti vor über dreißig Jahren sagte, dass sie krank ist, dachte die damals Fünfjährige an einen Schnupfen, der wieder weggeht. "Ich habe immer auf den Tag gewartet, dass ich wieder gesund werde", erinnert sich Concetta. Doch juveniler Dermatomyositis (JDM), eine rheumatische Autoimmunerkrankung, ist unheilbar. 

Als sie mit neun Jahren aufhört zu wachsen, ihre Muskeln schwächer werden, sich ihr Körper fehlbildet und die Haut verändert, war das wie eine Verwandlung, sagt die heute 37-Jährige Münchnerin mit italienischen Wurzeln rückblickend. Sie kann nicht mehr laufen, weder alleine auf die Toilette gehen, noch vom Sofa aufstehen. Immer braucht sie Hilfe. Dann erfährt sie, dass sie nicht mehr weiter mit ihren Freundinnen auf eine "normale" Schule gehen darf. Concetta musste auf eine Schule für Körperbehinderte. Das behielt sie für sich, weil es ihr peinlich war vor ihren nichtbehinderten Freunden – und sie die Hoffnung hatte: "Irgendwann gehe ich wieder auf eine ‚normale’ Schule. Auch wenn mein Körper anders ist, bin ich doch genauso wie ihr." 

Heute macht Concetta Tatti Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache, wie sie sagt, mit ihrem Projekt. Sie besucht ehrenamtlich Kitas und Grundschulen, beantwortet die Fragen der Kinder, lässt sie auf dem Trittbrett ihres e-Rolli mitfahren, malt mit ihnen und hat dabei immer eins im Blick: Vorurteile und Berührungsängste anderen gegenüber abzubauen. Ihre Botschaft: Es gibt keinen Unterschied zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Jeder von uns hat Stärken und Schwächen! Und sie hat das geschafft, wovon sie als Kind geträumt hat: In Schulen zu gehen und von anderen so angenommen zu werden wie sie ist – individuell und doch irgendwie anders. 

Hallo Concetta, du besuchst Schulen und Kitas, um Kinder mit dem Thema Behinderung zu konfrontieren. Warum ist dir das wichtig? 
Ich möchte Kindern einen selbstverständlichen Umgang mit Menschen vermitteln, die wie ich eine Behinderung haben. Manche Kinder wissen überhaupt nicht, wie Menschen wie ich leben und was ein Rollstuhl ist. Sie dürfen sich meinen dann mal genauer ansehen und auf dem Trittbrett mitfahren. 

Das klingt lustig.
Ist es auch. Ich denke, solche Aktionen tragen dazu bei, einander auf natürliche Weise näher zu kommen und so Hemmungen und Berührungsängste abzubauen. 

Hast du selbst schlechte Erfahrungen während deiner Grundschulzeit gemacht, weil du eine Behinderung hast? 
Nein, Gott sei Dank habe ich das nie erlebt, im Gegenteil. Ich wurde von allen als normal gesehen und auch so behandelt. Deshalb habe ich auch nie begriffen, dass das, was ich hatte, eine Behinderung sein soll. 

Nach der Grundschule konntest du nicht mit deinen Freundinnen aufs Gymnasium wechseln, sondern musstest aufgrund deiner Behinderung auf eine Sonderschule. Wie hast du dich gefühlt? 
Es war die Hölle. Ich war wie ein Ufo, das auf einem anderen Planeten gelandet ist und auf lauter Außerirdische trifft, die anders waren als ich. Körperlich Behinderte, Querschnittsgelähmte und Spastiker – dazu gehörte ich doch gar nicht. Ich wollte unbedingt wieder als "normal" gelten. Ich habe nie verstanden, warum nicht alle Kinder zusammen in eine Schule gehen durften und getrennt wurden: gesunde und kranke, gute und schlechte. Schule wirkte auf mich wie eine Art Recycleanstalt!

Mit einer Größe von 146 Zentimetern und 30 Kilo Gewicht, bist du mit vielen Kindern auf einer Augenhöhe. Ist das von Vorteil? 
Manche Kinder sind schon über mein Aussehen überrascht und wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen. Am Anfang sind sie oft auch sehr zurückhaltend. Und obwohl die Lehrerinnen mir vorher versichern, dass die Klasse tausend Fragen an mich hat, kommt erstmal nichts. Ich gebe den Kindern dann die Möglichkeit mich durch Aktionen näher kennenzulernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn wir zusammen etwas machen, öffnen sie sich und dann kommen auch Fragen. 

Welche Frage stellen dir die Kinder am häufigsten?
Die meisten fragen mich: "Bist du eine Frau oder ein Kind?" 

Und dann?
Dann sage ich, dass ich 37 Jahre alt bin, frage nach dem Alter der Mutter, sodass sie einen Vergleich haben. Größe hat nichts mit dem Alter zu tun, und normal gibt es nicht – jeder ist individuell und irgendwie anders! 

Du malst und zeichnest auch mit ihnen. Was ist die Idee dahinter? 
Ich stelle mich nicht als krankes Objekt vor die Klasse, um Behinderung darzustellen. Ich erkläre den Kindern, dass ich zwar nicht weit laufen kann, aber dafür gut malen. Gemeinsame Aktivitäten halte ich für ganz wichtig, um zu erkennen, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat, egal wie er aussieht oder welche Nationalität er hat. 

Was ist außer Malen noch eine Stärke, was eine Schwäche bei dir?
Meine Stimme ist das, was bei mir am besten funktioniert. Und das ist auch gleichzeitig meine Schwäche, denn die Zunge ist manchmal schneller als mein Hirn... Und dann sage ich laut zu mir: "Zunge, was hast du da gerade wieder gesagt (lacht). 

Du bist Künstlerin. Wie sind deine Bilder? So fröhlich wie du? 
Ja, fröhlich, abstrakt und mit kräftigen Farben!

Wenn du "Inklusion" als Kunstwerk darstellen würdest, wie sähe es aus? 
Wie eine riesige Weltkugel, die aus Gipshand- und Fußabdrücken von allen Menschen besteht – dadurch wird sie zusammengehalten. Wer keine Hand hat oder wem die Füße fehlen, nimmt eben seinen Stumpf. 

Mit deinem e-Rolli bist du viel unterwegs und träumst laut eigener Aussage von einer Finca mit Holzveranda, umgeben von Oliven- und Obstbäumen. Was bedeutet dir selbstbestimmt zu leben? 
Die Unabhängigkeit, die ich mir für mein Leben wünsche, gibt es nicht. Das ist mein Schicksal. Auf innere und äußere Freiheit lege ich großen Wert. Denn Abhängigkeit – auch von Familie und Freunden – ist für mich etwas Furchtbares, manchmal unerträglich und oft überaus anstrengend. 

Was findest du so schlimm daran? 
Sie kann einen sehr klein, schwach und hilflos machen. Und auch, wenn ich mir ein Stück Kind in mir bewahrt habe, will ich nicht als Kind behandelt werden. 

Wie bist du wirklich? 
Ich sehe mich als starke Persönlichkeit. 

Mit deinem Projekt demonstrierst du auch, was in dir steckt. 
Ja, das freut mich, denn ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft behinderten Menschen ziemlich wenig zutraut und Behinderte als eine Randgruppe wahrgenommen werden, die immer in ihrem Klischee stecken werden.

Das heißt?
Behinderte gehen nicht arbeiten und leben auf Kosten des Staates und sitzen nur zu Hause rum statt etwas zu tun. Umso mehr bin ich davon besessen, genau diese Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Durch mein Engagement leiste ich etwas und werde auch so wahrgenommen. 

Überzeugungsarbeit ist ein Kraftakt. Woher nimmst du deine Energie?
Ich bin ein Energiebündel, rede viel, lache noch mehr und bin für jeden Spaß zu haben. Viele sind darüber verblüfft und können kaum glauben, wie aktiv und lebenslustig ich bin - muss an meinen italienischen Wurzeln liegen (lacht). Und ich habe starke Gefühle, an denen ich andere gerne teilhaben lasse – Freude, Begeisterung, Aufregung, egal … 

Sehen dich andere durch dein Projekt jetzt mit anderen Augen? 
Ja, ich habe schon das Gefühl, dass die Menschen jetzt anders auf mich reagieren. Ich werde anders angenommen, mit mehr Respekt. 

Mehr über Concetta und auch einige ihrer Bilder findet ihr hier: concetta-tatti.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Concetta Tatti hat eine Autoimmunerkrankung und musste deshalb auf eine Sonderschule. Warum? Das hat sie nie verstanden. Heute geht sie an Schulen und in Kitas, um Vorurteile über Behinderung abzubauen.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/tatti_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Lebenslustig und aktiv: Concetta Tatti sitzt auf dem Rand eines Springbrunnens" border="0" /></p><p><em>Interview: Anja Schimanke; Foto und Bild: privat</em><br />
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Als man Concetta Tatti vor über dreißig Jahren sagte, dass sie krank ist, dachte die damals Fünfjährige an einen Schnupfen, der wieder weggeht. "Ich habe immer auf den Tag gewartet, dass ich wieder gesund werde", erinnert sich Concetta. Doch juveniler Dermatomyositis (JDM), eine rheumatische Autoimmunerkrankung, ist unheilbar.<br />
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Als sie mit neun Jahren aufhört zu wachsen, ihre Muskeln schwächer werden, sich ihr Körper fehlbildet und die Haut verändert, war das wie eine Verwandlung, sagt die heute 37-Jährige Münchnerin mit italienischen Wurzeln rückblickend. Sie kann nicht mehr laufen, weder alleine auf die Toilette gehen, noch vom Sofa aufstehen. Immer braucht sie Hilfe. Dann erfährt sie, dass sie nicht mehr weiter mit ihren Freundinnen auf eine "normale" Schule gehen darf. Concetta musste auf eine Schule für Körperbehinderte. Das behielt sie für sich, weil es ihr peinlich war vor ihren nichtbehinderten Freunden – und sie die Hoffnung hatte: "Irgendwann gehe ich wieder auf eine ‚normale’ Schule. Auch wenn mein Körper anders ist, bin ich doch genauso wie ihr."<br />
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Heute macht Concetta Tatti Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache, wie sie sagt, mit ihrem Projekt. Sie besucht ehrenamtlich Kitas und Grundschulen, beantwortet die Fragen der Kinder, lässt sie auf dem Trittbrett ihres e-Rolli mitfahren, malt mit ihnen und hat dabei immer eins im Blick: Vorurteile und Berührungsängste anderen gegenüber abzubauen. Ihre Botschaft: Es gibt keinen Unterschied zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Jeder von uns hat Stärken und Schwächen! Und sie hat das geschafft, wovon sie als Kind geträumt hat: In Schulen zu gehen und von anderen so angenommen zu werden wie sie ist – individuell und doch irgendwie anders.<br />
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<strong>Hallo Concetta, du besuchst Schulen und Kitas, um Kinder mit dem Thema Behinderung zu konfrontieren. Warum ist dir das wichtig?</strong><br />
Ich möchte Kindern einen selbstverständlichen Umgang mit Menschen vermitteln, die wie ich eine Behinderung haben. Manche Kinder wissen überhaupt nicht, wie Menschen wie ich leben und was ein Rollstuhl ist. Sie dürfen sich meinen dann mal genauer ansehen und auf dem Trittbrett mitfahren.<br />
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<strong>Das klingt lustig.</strong><br />
Ist es auch. Ich denke, solche Aktionen tragen dazu bei, einander auf natürliche Weise näher zu kommen und so Hemmungen und Berührungsängste abzubauen.<br />
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<strong>Hast du selbst schlechte Erfahrungen während deiner Grundschulzeit gemacht, weil du eine Behinderung hast?</strong><br />
Nein, Gott sei Dank habe ich das nie erlebt, im Gegenteil. Ich wurde von allen als normal gesehen und auch so behandelt. Deshalb habe ich auch nie begriffen, dass das, was ich hatte, eine Behinderung sein soll.<br />
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<strong>Nach der Grundschule konntest du nicht mit deinen Freundinnen aufs Gymnasium wechseln, sondern musstest aufgrund deiner Behinderung auf eine Sonderschule. Wie hast du dich gefühlt?</strong><br />
Es war die Hölle. Ich war wie ein Ufo, das auf einem anderen Planeten gelandet ist und auf lauter Außerirdische trifft, die anders waren als ich. Körperlich Behinderte, Querschnittsgelähmte und Spastiker – dazu gehörte ich doch gar nicht. Ich wollte unbedingt wieder als "normal" gelten. Ich habe nie verstanden, warum nicht alle Kinder zusammen in eine Schule gehen durften und getrennt wurden: gesunde und kranke, gute und schlechte. Schule wirkte auf mich wie eine Art Recycleanstalt!<br />
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<strong>Mit einer Größe von 146 Zentimetern und 30 Kilo Gewicht, bist du mit vielen Kindern auf einer Augenhöhe. Ist das von Vorteil?</strong><br />
Manche Kinder sind schon über mein Aussehen überrascht und wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen. Am Anfang sind sie oft auch sehr zurückhaltend. Und obwohl die Lehrerinnen mir vorher versichern, dass die Klasse tausend Fragen an mich hat, kommt erstmal nichts. Ich gebe den Kindern dann die Möglichkeit mich durch Aktionen näher kennenzulernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn wir zusammen etwas machen, öffnen sie sich und dann kommen auch Fragen.<br />
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<strong>Welche Frage stellen dir die Kinder am häufigsten?</strong><br />
Die meisten fragen mich: "Bist du eine Frau oder ein Kind?"<br />
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<strong>Und dann?</strong><br />
Dann sage ich, dass ich 37 Jahre alt bin, frage nach dem Alter der Mutter, sodass sie einen Vergleich haben. Größe hat nichts mit dem Alter zu tun, und normal gibt es nicht – jeder ist individuell und irgendwie anders!<br />
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<strong>Du malst und zeichnest auch mit ihnen. Was ist die Idee dahinter?</strong><br />
Ich stelle mich nicht als krankes Objekt vor die Klasse, um Behinderung darzustellen. Ich erkläre den Kindern, dass ich zwar nicht weit laufen kann, aber dafür gut malen. Gemeinsame Aktivitäten halte ich für ganz wichtig, um zu erkennen, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat, egal wie er aussieht oder welche Nationalität er hat.<br />
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<strong>Was ist außer Malen noch eine Stärke, was eine Schwäche bei dir?</strong><br />
Meine Stimme ist das, was bei mir am besten funktioniert. Und das ist auch gleichzeitig meine Schwäche, denn die Zunge ist manchmal schneller als mein Hirn... Und dann sage ich laut zu mir: "Zunge, was hast du da gerade wieder gesagt (lacht).<br />
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<strong>Du bist Künstlerin. Wie sind deine Bilder? So fröhlich wie du?</strong><br />
Ja, fröhlich, abstrakt und mit kräftigen Farben!<br />
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<strong>Wenn du "Inklusion" als Kunstwerk darstellen würdest, wie sähe es aus?</strong><br />
Wie eine riesige Weltkugel, die aus Gipshand- und Fußabdrücken von allen Menschen besteht – dadurch wird sie zusammengehalten. Wer keine Hand hat oder wem die Füße fehlen, nimmt eben seinen Stumpf.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Mit deinem e-Rolli bist du viel unterwegs und träumst laut eigener Aussage von einer Finca mit Holzveranda, umgeben von Oliven- und Obstbäumen. Was bedeutet dir selbstbestimmt zu leben?</strong><br />
Die Unabhängigkeit, die ich mir für mein Leben wünsche, gibt es nicht. Das ist mein Schicksal. Auf innere und äußere Freiheit lege ich großen Wert. Denn Abhängigkeit – auch von Familie und Freunden – ist für mich etwas Furchtbares, manchmal unerträglich und oft überaus anstrengend.<br />
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<strong>Was findest du so schlimm daran?</strong><br />
Sie kann einen sehr klein, schwach und hilflos machen. Und auch, wenn ich mir ein Stück Kind in mir bewahrt habe, will ich nicht als Kind behandelt werden.<br />
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<strong>Wie bist du wirklich?</strong><br />
Ich sehe mich als starke Persönlichkeit.<br />
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<strong>Mit deinem Projekt demonstrierst du auch, was in dir steckt.</strong><br />
Ja, das freut mich, denn ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft behinderten Menschen ziemlich wenig zutraut und Behinderte als eine Randgruppe wahrgenommen werden, die immer in ihrem Klischee stecken werden.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Das heißt?</strong><br />
Behinderte gehen nicht arbeiten und leben auf Kosten des Staates und sitzen nur zu Hause rum statt etwas zu tun. Umso mehr bin ich davon besessen, genau diese Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Durch mein Engagement leiste ich etwas und werde auch so wahrgenommen.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Überzeugungsarbeit ist ein Kraftakt. Woher nimmst du deine Energie?</strong><br />
Ich bin ein Energiebündel, rede viel, lache noch mehr und bin für jeden Spaß zu haben. Viele sind darüber verblüfft und können kaum glauben, wie aktiv und lebenslustig ich bin - muss an meinen italienischen Wurzeln liegen (lacht). Und ich habe starke Gefühle, an denen ich andere gerne teilhaben lasse – Freude, Begeisterung, Aufregung, egal …<br />
&nbsp;<br />
<strong>Sehen dich andere durch dein Projekt jetzt mit anderen Augen?</strong><br />
Ja, ich habe schon das Gefühl, dass die Menschen jetzt anders auf mich reagieren. Ich werde anders angenommen, mit mehr Respekt.<br />
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Mehr über Concetta und auch einige ihrer Bilder findet ihr hier: <a href="http://www.concetta-tatti.de">concetta-tatti.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=854</link>			<author>gast</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=854</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=854</guid>			<pubDate>Wed, 22 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>19.05.2013: Surftipps am Sonntag</title>
			<description>Was ich mal werden wollte und wie andere es geworden sind!

Als Kind wollte ich unter anderem Astronautin werden. Jetzt mach ich Musik und schreibe für dieses Blog. Chris Hadfield hat sich beide Wünsche erfüllt. Er ist Astronaut und berichtet regelmäßig von seinem Trip ins All. Manchmal singt er auch! 

Dann wollte ich auch mal Profi-Tischtennisspielerin werden. Vielleicht hätte es geklappt, wäre ich in auf diese Schule gegangen. 

Mit zwölf hatte ich eine Tiertrainerphase. Ich dachte dabei vor allem an Delphine und kleine Wale. Anscheinend kann man aber auch mit Wellensittichen viel Spaß haben. 

Und einen Job, den ich noch heute gerne übernehmen würde hat Felix Schwenzel schon übernommen. Worum es geht? Natürlich darum, die Welt zur retten! 

So, dass war es auch schon für diese Woche! 
Wisst ihr schon, was ihr mal werden wollt?

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Was ich mal werden wollte und wie andere es geworden sind!</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/weltraumaffe4.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Surftipps am Sonntag" border="0" /></p><p>Als Kind wollte ich unter anderem Astronautin werden. Jetzt mach ich Musik und schreibe für dieses Blog. Chris Hadfield hat sich beide Wünsche erfüllt. Er ist Astronaut und berichtet regelmäßig von seinem Trip ins All. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KaOC9danxNo">Manchmal</a> singt er auch!<br />
&nbsp;<br />
Dann wollte ich auch mal Profi-Tischtennisspielerin werden. Vielleicht hätte es geklappt, wäre ich in auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=th2KFzU3cFM">diese Schule</a> gegangen.<br />
&nbsp;<br />
Mit zwölf hatte ich eine Tiertrainerphase. Ich dachte dabei vor allem an Delphine und kleine Wale. Anscheinend kann man aber auch mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WYcWA_RNl1s&amp;feature=youtu.be">Wellensittichen</a> viel Spaß haben.<br />
&nbsp;<br />
Und einen Job, den ich noch heute gerne übernehmen würde hat Felix Schwenzel schon übernommen. Worum es geht? Natürlich darum, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZTejUqHLQXE">die Welt zur retten</a>!<br />
&nbsp;<br />
So, dass war es auch schon für diese Woche!<br />
Wisst ihr schon, was ihr mal werden wollt?</p>
<p>Foto: <a href="http://www.pixelio.de/media/580835">Dieter Schütz/pixelio.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=853</link>			<author>Anika</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=853</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=853</guid>			<pubDate>Sun, 19 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>17.05.2013: Gemeinsam Stimmen hören</title>
			<description>Die "Lauscherlounge" präsentiert Hörspiele live vor Publikum, mit den deutschen Stimmen von Stars wie Johnny Depp und George Clooney. Ein akustischer Leckerbissen auch für sehbehinderte und blinde Hörspiel-Fans.

Text: Anja Schimanke, Fotos: Lauscherlounge, privat 

800 Ohren wird es mächtig heiß. Denn das, was sie gerade hören, lässt das Blut pulsieren. Sie belauschen ein Telefongespräch zwischen einer Maria und ihrem Freund Alexander. Er ist gerade in Pavor, einem unheimlichen Kaff, irgendwo in der Ukraine, tausende Kilometer von uns entfernt. Weil Onkel Iwan gestorben ist und morgen seine Beerdigung ist, soviel haben wir schon mitbekommen. Die Nacht soll Alex in der einsamen Datscha seines Onkels verbringen, der dort aufgebahrt ist. Gruselig. Allein die Vorstellung. Ausgerechnet an Halloween. Alex ist gerade dort angekommen und wir sind Ohrenzeugen...

Fußschritte sind zu hören, die knirschend durch Schnee stapfen. Der Wind heult. Eine Tür knarrrzt. "Alex? Hallo? Sag’ doch was! Wo bist du jetzt?", fragt eine Frauenstimme. "Im Schlafzimmer!", fispert Alex durchs Handy. "Und, ist er... also, kannst du ihn sehen?" "Ja, er liegt hier. Er hat seinen Sonntagsanzug an, eine schwarze Krawatte, ein weißes Hemd, die Hände sind vor seiner Brust gefaltet. Zwischen seinen Fingern liegt ein Rosenkranz. Warte, ich gehe einen Schritt aus dem Licht, damit ich ihn besser sehen kann." Kein Mucks ist zu hören. Alle Lauscher halten die Luft an. Manche haben ihre Augen zu, andere haben sie vor Schreck geweitet. Gänsehaut krabbelt über den Arm, als wir Alex’ Stimme sagen hören: "Mit seinem Gesicht stimmt etwas nicht. Es ist... ." Alex atmet lauter. Schnelle Schritte sind zu hören. Eine Tür knarrt. Dann ist alles still (aber unter lauscherlounge.de/records gibt es die komplette Hörprobe).

Kino für die Ohren
Alles hören! Nichts sehen. Bilder gibt es trotzdem – im Kopf. Und die Phantasie kann schlimmer sein als die Realität. Keine Angst: Alex und Maria sind ein fiktives Pärchen und &amp;quot;Pavor&amp;quot; ein Thriller-Hörspiel, benannt nach dem Gruseldorf in dem es spielt. Wahr an der Geschichte ist, dass es an Halloween aufgeführt wurde. Fakt ist auch, dass es live war und vor einem Publikum, das fasziniert zugehört und sich gemeinsam gegruselt hat. Denn Hörspiele genießt man längst nicht mehr nur alleine. 

"Es ist ein tolles Gefühl mit anderen Hörspiel-Begeisterten zusammen etwas zu hören", sagt Mitlauscherin Magdalena, zu Hause seien Hörspiele oft nur Nebensache oder ein Mittel zum Einschlafen. Die 22-Jährige ist der totale Hörspiel-Fan, wie sie sagt, seit sie mit neun Jahren "Stimmen aus dem Nichts" gehört hat, Folge 76 von der Kulthörspielserie "Die drei ???". Klar, dass sie mittlerweile alle Folgen hat. Aber sie begeistert sich auch für Thriller und Mysterie. "Pavor" ist deshalb genau nach ihrem Geschmack. "Bei Live-Hörspielen lässt man sich anders darauf ein, ist konzentrierter", hat die Studentin festgestellt, die durch eine Autoimmunstörung am Sehnerv noch fünf Prozent ihrer Sehkraft hat und gerne Veranstaltungen besucht, die nicht allzu visuell aufgebaut sind. Dass es Versprecher gibt oder mal eine Bierflasche umkippt, die spontan ins Live-Hörspiel integriert wird, gefällt ihr daran besonders gut: "Live ist pur und ungeschönt!" 

Auch Anna-Tülin liebt Hörspiele, insbesondere die mit David Nathan, der u.a. Johnny Depp synchronisiert. "Seine Stimme, der Klang, die Art wie er erzählt, so als ob er alles selbst erlebt hat", schwärmt die 25-Jährige und ist ganz aufgeregt. Denn sie wird ihn gleich zusammen mit Simon Jäger alias Matt Damon (alias Heath Ledger, alias Josh Hartnett) bei der &amp;quot;Prima Vista&amp;quot;-Lesung erleben, dem literarischen Überraschungsei, das für viel (Hör-)Spiel, Spaß und Stimmung sorgt. 

Die beiden VIP-Stimmen, die man aus zahlreichen Hörspielen kennt, lesen Texte ohne sie vorher gesehen, geschweige denn geübt zu haben (prima vista bedeutet "auf den ersten Blick"). Gelesen wird alles – egal ob Buch, Bedienungsanleitung oder Briefwechsel – Hauptsache Buchstaben, die zum Lachen anregen. Anna, die von Geburt an blind ist, will unbedingt in der ersten Reihe sitzen, "um David ganz nah zu sein." Von seiner Stimme her zu schließen, ist er bestimmt ganz dünn", glaubt Anna, "und hat blaue Augen und kurze Haare." Sie wird ihn später treffen, anfassen dürfen und feststellen: "Kurze Haare hat er, einen Vollbart, einen kleinen Bauch, ganz weiche Hände und ist etwas größer als ich." Live bedeutet auch hautnah. 

Die Gesichter zur Stimme
Die Bühne ist fast dunkel. Kleine Leselampen werfen Licht auf die Texte der Sprecher von denen man mehr hört als sieht. Schließlich geht’s um ihre Stimmen! 

Kaum fangen sie an zu sprechen, stehen plötzlich George Clooney und Ben Stiller auf der Bühne – nicht persönlich, sondern ihre deutschen Synchronsprecher – und sorgen bei Live-Hörspielen wie "Pavor" allein durch ihre Stimme für Nervenkitzel. Und Johnny Depp improvisiert mit Matt Damon einen Sketch von Loriot. 

Das ist der akustische Leckerbissen der Lauscherlounge, ein Label, das seine Hörspiele mit bekannten Sprechern aus Film und Fernsehen auf die Bühne bringt (und auch auf CD). An die 50 Stimmen, darunter auch Johnny Depp, Matt Damon und Sarah Jessica Parker, sind für das Hörspiellabel aktiv. "Bei uns kann man endlich mal das passende Gesicht zu der bekannten Stimme kennen lernen", erklärt Oliver Rohrbeck, dessen Stimme viele Kassettenkinder kennen – er spricht Justus Jonas von "Die drei ???" und leiht auch Ben Stiller seine Stimme. 

Er hat die Lauscherlounge vor fast zehn Jahren ins Leben gerufen (an Halloween) und kümmert sich seitdem als Synchronsprecher, Regisseur, Produzent und Veranstalter um Hörgenüsse der besonderen Art. Worte beseelen, das sei eben seine Berufung, sagt Rohrbeck, der neben den Live-Hörspielen auch noch Record Release Partys, Prima Vista Lesungen, Songtext- und Drehbuchlesungen veranstaltet. In diesem Jahr hat er das Experiment gewagt und der Stille Worte verliehen, indem er mit George Clooney aka. Detlef Bierstedt einen Stummfilm spontan synchronisiert hat. Und im Sommer gibt es Klassiker wie &amp;quot;Frankenstein&amp;quot;, &amp;quot;Dracula&amp;quot; und &amp;quot;Krieg der Welten&amp;quot; nicht nur als Live-Hörspiel, sondern auch unter freiem Himmel und in passender Atmosphäre. 

Magdalena geht am liebsten zu den sogenannten Record Release Parties. Dort kann sie sich zusammen mit anderen Fans die neuste Folge der Kult-Detektive schon vor ihrem offiziellen Erscheinen anhören. Und wer Lust hat, kann im Anschluss selbst bei einem Live-Hörspiel mitmachen und sich als Sprecher, Erzähler oder Geräuschemacher ausprobieren. 

Was das Spannendste am Lauschen ist? "Wenn man den Fernseher andreht, sieht man immer öfter langweilige Bilder und Geschichten", erklärt Oliver Rohrbeck. "Das ist beim Hören ganz anders. Die Bilder sind sagenhaft gut, wenn das Hörspiel lebendig ist." 

Mehr Infos und Termine zu Live-Hörspielen findest du hier:

Die Lauscherlounge

Die Hörspiel-Gemeinschaft

Die Hörtheatrale

Linktipps:

Ein Interview mit Stummfilmmusiker Günter A. Buchwald</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Die "Lauscherlounge" präsentiert Hörspiele live vor Publikum, mit den deutschen Stimmen von Stars wie Johnny Depp und George Clooney. Ein akustischer Leckerbissen auch für sehbehinderte und blinde Hörspiel-Fans.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/lauscher416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Die Stimmen von Ben Stiller, Morgen Freeman und Kevin Spacey bei einem Live-H&ouml;rspiel" border="0" /></p><p><em>Text: Anja Schimanke, Fotos: Lauscherlounge, privat</em><br />
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800 Ohren wird es mächtig heiß. Denn das, was sie gerade hören, lässt das Blut pulsieren. Sie belauschen ein Telefongespräch zwischen einer Maria und ihrem Freund Alexander. Er ist gerade in Pavor, einem unheimlichen Kaff, irgendwo in der Ukraine, tausende Kilometer von uns entfernt. Weil Onkel Iwan gestorben ist und morgen seine Beerdigung ist, soviel haben wir schon mitbekommen. Die Nacht soll Alex in der einsamen Datscha seines Onkels verbringen, der dort aufgebahrt ist. Gruselig. Allein die Vorstellung. Ausgerechnet an Halloween. Alex ist gerade dort angekommen und wir sind Ohrenzeugen...<br />
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Fußschritte sind zu hören, die knirschend durch Schnee stapfen. Der Wind heult. Eine Tür knarrrzt. "Alex? Hallo? Sag’ doch was! Wo bist du jetzt?", fragt eine Frauenstimme. "Im Schlafzimmer!", fispert Alex durchs Handy. "Und, ist er... also, kannst du ihn sehen?" "Ja, er liegt hier. Er hat seinen Sonntagsanzug an, eine schwarze Krawatte, ein weißes Hemd, die Hände sind vor seiner Brust gefaltet. Zwischen seinen Fingern liegt ein Rosenkranz. Warte, ich gehe einen Schritt aus dem Licht, damit ich ihn besser sehen kann." Kein Mucks ist zu hören. Alle Lauscher halten die Luft an. Manche haben ihre Augen zu, andere haben sie vor Schreck geweitet. Gänsehaut krabbelt über den Arm, als wir Alex’ Stimme sagen hören: "Mit seinem Gesicht stimmt etwas nicht. Es ist... ." Alex atmet lauter. Schnelle Schritte sind zu hören. Eine Tür knarrt. Dann ist alles still (aber unter <a href="http://www.lauscherlounge.de/records/archiv/pavor/">lauscherlounge.de/records</a> gibt es die komplette Hörprobe).<br />
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<strong>Kino für die Ohren</strong><br />
Alles hören! Nichts sehen. Bilder gibt es trotzdem – im Kopf. Und die Phantasie kann schlimmer sein als die Realität. Keine Angst: Alex und Maria sind ein fiktives Pärchen und &quot;Pavor&quot; ein Thriller-Hörspiel, benannt nach dem Gruseldorf in dem es spielt. Wahr an der Geschichte ist, dass es an Halloween aufgeführt wurde. Fakt ist auch, dass es live war und vor einem Publikum, das fasziniert zugehört und sich gemeinsam gegruselt hat. Denn Hörspiele genießt man längst nicht mehr nur alleine.<br />
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"Es ist ein tolles Gefühl mit anderen Hörspiel-Begeisterten zusammen etwas zu hören", sagt Mitlauscherin Magdalena, zu Hause seien Hörspiele oft nur Nebensache oder ein Mittel zum Einschlafen. Die 22-Jährige ist der totale Hörspiel-Fan, wie sie sagt, seit sie mit neun Jahren "Stimmen aus dem Nichts" gehört hat, Folge 76 von der Kulthörspielserie "Die drei ???". Klar, dass sie mittlerweile alle Folgen hat. Aber sie begeistert sich auch für Thriller und Mysterie. "Pavor" ist deshalb genau nach ihrem Geschmack. "Bei Live-Hörspielen lässt man sich anders darauf ein, ist konzentrierter", hat die Studentin festgestellt, die durch eine Autoimmunstörung am Sehnerv noch fünf Prozent ihrer Sehkraft hat und gerne Veranstaltungen besucht, die nicht allzu visuell aufgebaut sind. Dass es Versprecher gibt oder mal eine Bierflasche umkippt, die spontan ins Live-Hörspiel integriert wird, gefällt ihr daran besonders gut: "Live ist pur und ungeschönt!"<br />
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Auch Anna-Tülin liebt Hörspiele, insbesondere die mit David Nathan, der u.a. Johnny Depp synchronisiert. "Seine Stimme, der Klang, die Art wie er erzählt, so als ob er alles selbst erlebt hat", schwärmt die 25-Jährige und ist ganz aufgeregt. Denn sie wird ihn gleich zusammen mit Simon Jäger alias Matt Damon (alias Heath Ledger, alias Josh Hartnett) bei der &quot;Prima Vista&quot;-Lesung erleben, dem literarischen Überraschungsei, das für viel (Hör-)Spiel, Spaß und Stimmung sorgt.<br />
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Die beiden VIP-Stimmen, die man aus zahlreichen Hörspielen kennt, lesen Texte ohne sie vorher gesehen, geschweige denn geübt zu haben (prima vista bedeutet "auf den ersten Blick"). Gelesen wird alles – egal ob Buch, Bedienungsanleitung oder Briefwechsel – Hauptsache Buchstaben, die zum Lachen anregen. Anna, die von Geburt an blind ist, will unbedingt in der ersten Reihe sitzen, "um David ganz nah zu sein." Von seiner Stimme her zu schließen, ist er bestimmt ganz dünn", glaubt Anna, "und hat blaue Augen und kurze Haare." Sie wird ihn später treffen, anfassen dürfen und feststellen: "Kurze Haare hat er, einen Vollbart, einen kleinen Bauch, ganz weiche Hände und ist etwas größer als ich." Live bedeutet auch hautnah.<br />
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<strong>Die Gesichter zur Stimme</strong><br />
Die Bühne ist fast dunkel. Kleine Leselampen werfen Licht auf die Texte der Sprecher von denen man mehr hört als sieht. Schließlich geht’s um ihre Stimmen!<br />
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Kaum fangen sie an zu sprechen, stehen plötzlich George Clooney und Ben Stiller auf der Bühne – nicht persönlich, sondern ihre deutschen Synchronsprecher – und sorgen bei Live-Hörspielen wie "Pavor" allein durch ihre Stimme für Nervenkitzel. Und Johnny Depp improvisiert mit Matt Damon einen Sketch von Loriot.<br />
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Das ist der akustische Leckerbissen der Lauscherlounge, ein Label, das seine Hörspiele mit bekannten Sprechern aus Film und Fernsehen auf die Bühne bringt (und auch auf CD). An die 50 Stimmen, darunter auch Johnny Depp, Matt Damon und Sarah Jessica Parker, sind für das Hörspiellabel aktiv. "Bei uns kann man endlich mal das passende Gesicht zu der bekannten Stimme kennen lernen", erklärt Oliver Rohrbeck, dessen Stimme viele Kassettenkinder kennen – er spricht Justus Jonas von "Die drei ???" und leiht auch Ben Stiller seine Stimme.<br />
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Er hat die Lauscherlounge vor fast zehn Jahren ins Leben gerufen (an Halloween) und kümmert sich seitdem als Synchronsprecher, Regisseur, Produzent und Veranstalter um Hörgenüsse der besonderen Art. Worte beseelen, das sei eben seine Berufung, sagt Rohrbeck, der neben den Live-Hörspielen auch noch Record Release Partys, Prima Vista Lesungen, Songtext- und Drehbuchlesungen veranstaltet. In diesem Jahr hat er das Experiment gewagt und der Stille Worte verliehen, indem er mit George Clooney aka. Detlef Bierstedt einen Stummfilm spontan synchronisiert hat. Und im Sommer gibt es Klassiker wie &quot;Frankenstein&quot;, &quot;Dracula&quot; und &quot;Krieg der Welten&quot; nicht nur als Live-Hörspiel, sondern auch unter freiem Himmel und in passender Atmosphäre.<br />
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Magdalena geht am liebsten zu den sogenannten Record Release Parties. Dort kann sie sich zusammen mit anderen Fans die neuste Folge der Kult-Detektive schon vor ihrem offiziellen Erscheinen anhören. Und wer Lust hat, kann im Anschluss selbst bei einem Live-Hörspiel mitmachen und sich als Sprecher, Erzähler oder Geräuschemacher ausprobieren.<br />
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Was das Spannendste am Lauschen ist? "Wenn man den Fernseher andreht, sieht man immer öfter langweilige Bilder und Geschichten", erklärt Oliver Rohrbeck. "Das ist beim Hören ganz anders. Die Bilder sind sagenhaft gut, wenn das Hörspiel lebendig ist."<br />
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<strong>Mehr Infos und Termine zu Live-Hörspielen findest du hier:</strong><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.lauscherlounge.de/">Die Lauscherlounge</a><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://hoerspiel-gemeinschaft.de/index.php/hoerspiel-arena/woh13">Die Hörspiel-Gemeinschaft</a><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.diehoertheatrale.de">Die Hörtheatrale</a><br />
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<strong>Linktipps:</strong><br />
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Ein <a href="http://www.respect.de/themen/interview-mit-guenter-a-buchwald.php?area=topics&amp;cid=">Interview</a> mit Stummfilmmusiker Günter A. Buchwald</p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=852</link>			<author>gast</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=852</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=852</guid>			<pubDate>Fri, 17 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>16.05.2013: Podcast #105: Gute Manieren</title>
			<description>Rund 60 Prozent der Erwachsenen haben laut einer IFD-Umfrage das Gefühl, anständiges Benehmen bei jungen Menschen sei auf dem Rückzug.

Podcast: Felix Scheidl, Foto: s media/pixelio.de

Vielen Junge Menschen im Internet kontern - und zeigen, dass sie genau wissen, was gute Manieren sind. Mehr dazu im respect.de Podcast.

Musik: freeplaymusic.com, mit Material aus: youtube.com</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Rund 60 Prozent der Erwachsenen haben laut einer IFD-Umfrage das Gefühl, anständiges Benehmen bei jungen Menschen sei auf dem Rückzug.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/podcast105_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Ein fein eingedeckter Tisch" border="0" /></p><p><em>Podcast: Felix Scheidl, Foto: s media/pixelio.de</em><br />
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Vielen Junge Menschen im Internet kontern - und zeigen, dass sie genau wissen, was gute Manieren sind. Mehr dazu im respect.de Podcast.<br />
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<em>Musik: freeplaymusic.com, mit Material aus: youtube.com</em></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=851</link>			<author>Felix</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=851</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=851</guid>			<pubDate>Thu, 16 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>			<itunes:author>Felix</itunes:author>									<enclosure url="http://www.respect.de/projektblog/podcast/manieren.mp3" length="3209975" type="audio/mpeg"/>			<itunes:duration>3:21</itunes:duration>		</item>
				<item>
			<title>14.05.2013: Klassentreffen der Netz-Nerds</title>
			<description>5000 Menschen kamen zur Internetkonferenz re:publica in Berlin – darunter auch Blogger, Geeks und Interessierte mit Handicap.

Text: Sonja Peteranderl, Foto: Tony Sojka/Creative Commons

3 D-Drucker und Cyberkrieg, digitale Arbeitswelt oder Astronomie für alle: Auf der Internetkonferenz re:publica in Berlin diskutierten 5000 Menschen Anfang Mai drei Tage lang den digitalen Wandel quer durch alle Lebensbereiche.

Themen wie Behinderung und Inklusion waren mit einer Handvoll von Vorträgen und Workshops Teil des vielfältigen Programms und auch Blogger, Geeks und Netzinteressierte mit Handicap waren unter den Besuchern, die sich drei Tage lang von Vortrag zu Vortrag treiben ließen.

Digitales Klassentreffen
"Ich habe noch nie eine (Nicht Reha-)Konferenz erlebt, auf der es so viele Menschen mit Behinderung gab", sagt Raúl Krauthausen, der in seinem mit USB-Anschluss und Ladegerät aufgerüsteten Rollstuhl unterwegs war. "Das ist ein großartiges Zeichen. Die Menschen kommen, weil sie Technologie interessiert. Egal ob mit oder ohne Behinderung."
Für ihn fühlt sich die Veranstaltung wie ein Klassentreffen an: "Alte Bekannte sieht man wieder und man schnackt über das vergangene Jahr."

Raúl Krauthausen ist ein bekanntes Gesicht bei digitalen Konferenzen, für den Aktivisten mit Glasknochenkrankheit ist das Internet "ein Abenteuerspielplatz", beruflich wie privat. "Hier kann ich mit wenig finanziellem Aufwand meine Stimme erheben und Projekte umsetzen", sagt der 32-Jährige, der für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Crowdsourcing für Rollstuhlfahrer
Raúls neues Projekt ist Selfpedia, eine Onlineplattform, auf der sich Menschen mit und ohne Handicap über Fragen rund um den Alltag mit Behinderung austauschen können – wie sich eine barrierefreie Wohnung finden lässt oder wie man eine USB-Schnittstelle in den Rollstuhl integrieren kann. 

Auch bei der erfolgreichen Crowdsourcing-Karte Wheelmap, die Rollstuhlfahrern die Navigation durch die Stadt erleichtert, sowie dem Info-Portal Leidmedien.de über die mediale Darstellung von Menschen mit Behinderung hat Rául Krauthausen mitgemischt.

Das Internet und High-Tech-Tools erleichtern vielen Menschen mit Handicap den Alltag und fördern die Vernetzung – mit Crowdsourcing-Plattformen zum Erfahrungsaustausch, speziellen Apps für blinde Menschen oder Blogs. Es gibt immer mehr Blogger und Bloggerinnen mit Handicap, die sich im Netz zu Wort melden und über ihren Alltag berichten – nicht nur über ihre Behinderung.

Raus auf die Bühne
"Genug Vorbilder kann es aber nie geben", sagt Ninia Binias. "Man muss mehr Leute motivieren, nicht nur bei etwas mitzumachen, sondern selbst etwas zu initiieren."
Ninia Binias, rote Haare, 1.40 Meter groß, Bloggerin und Social Media Managerin, hat die re:publica aus beruflichen Gründen besucht, sie hat sich aber auch mit Bekannten getroffen, die sie nur aus dem Internet kennt, und Vorträge besucht, die sie persönlich interessieren, wie Sessions zu Feminismus, urbanem Wandel oder der Zukunft der Arbeitswelt. 

Die 29-Jährige, die auch Poetry-Slam macht, steht gerne selbst auf der Bühne. Bei der re:publica hat sie eine Session über ehrliche Social-Media-Profile geleitet und diskutierte wie Raúl Krauthausen bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Behinderung und Fernsehen" mit. 

Die Berücksichtigung von Inklusion und Behinderung bei Digitalveranstaltungen habe zugenommen, sagt sie: "Es gibt ein paar Sessions und Workshops – und das reicht auch", so Ninia Binias. "Das Thema muss vertreten sein, es muss aber auch nicht überproportional besprochen werden." Auf der re:publica sei es ein Thema von vielen.

Mehr Mut machen
Auch Raúl Krauthausen meint: "Die re-publica ist keine Lobbyveranstaltung für Menschen mit Behinderung. Die, die wirklich mit Begeisterung bloggen und aktiv sind, werden auch gesehen und sind sicher eingeladen."

Er findet es wichtig, Menschen mit Behinderung noch mehr Mut zu machen, sich im Internet zu bewegen – fernab von den ganzen Special-Interest-Foren über Behinderung, hin zum Mainstream. "Dort würden sie mit ihrer Perspektive als Menschen mit Behinderung eine große Bereicherung sein", so Raúl.

Link-Tipps: 
Selfpedia – Frageplattform rund um den Alltag von Menschen mit Handicap und ihrer Angehörigen

Artikel über Apps für Blinde  

Artikel über Leidmedien.de

Bloggen über Handicaps

Rául Krauthausen im Aktion Mensch-Blog</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>5000 Menschen kamen zur Internetkonferenz re:publica in Berlin – darunter auch Blogger, Geeks und Interessierte mit Handicap.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/republica_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="5000 Internetinteressierte besuchten die Konferenz re:publica in Berlin - darunter auch Blogger und Netz-Fans mit Handicap" border="0" /></p><p><em>Text: Sonja Peteranderl, Foto: Tony Sojka/Creative Commons</em><br />
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3 D-Drucker und Cyberkrieg, digitale Arbeitswelt oder Astronomie für alle: Auf der Internetkonferenz re:publica in Berlin diskutierten 5000 Menschen Anfang Mai drei Tage lang den digitalen Wandel quer durch alle Lebensbereiche.<br />
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Themen wie Behinderung und Inklusion waren mit einer Handvoll von Vorträgen und Workshops Teil des vielfältigen Programms und auch Blogger, Geeks und Netzinteressierte mit Handicap waren unter den Besuchern, die sich drei Tage lang von Vortrag zu Vortrag treiben ließen.<br />
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<strong>Digitales Klassentreffen</strong><br />
"Ich habe noch nie eine (Nicht Reha-)Konferenz erlebt, auf der es so viele Menschen mit Behinderung gab", sagt Raúl Krauthausen, der in seinem mit USB-Anschluss und Ladegerät aufgerüsteten Rollstuhl unterwegs war. "Das ist ein großartiges Zeichen. Die Menschen kommen, weil sie Technologie interessiert. Egal ob mit oder ohne Behinderung."<br />
Für ihn fühlt sich die Veranstaltung wie ein Klassentreffen an: "Alte Bekannte sieht man wieder und man schnackt über das vergangene Jahr."<br />
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Raúl Krauthausen ist ein bekanntes Gesicht bei digitalen Konferenzen, für den Aktivisten mit Glasknochenkrankheit ist das Internet "ein Abenteuerspielplatz", beruflich wie privat. "Hier kann ich mit wenig finanziellem Aufwand meine Stimme erheben und Projekte umsetzen", sagt der 32-Jährige, der für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.<br />
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<strong>Crowdsourcing für Rollstuhlfahrer</strong><br />
Raúls neues Projekt ist <a href="http://selfpedia.de/">Selfpedia</a>, eine Onlineplattform, auf der sich Menschen mit und ohne Handicap über Fragen rund um den Alltag mit Behinderung austauschen können – wie sich eine barrierefreie Wohnung finden lässt oder wie man eine USB-Schnittstelle in den Rollstuhl integrieren kann.<br />
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Auch bei der erfolgreichen Crowdsourcing-Karte <a href="http://wheelmap.org/">Wheelmap</a>, die Rollstuhlfahrern die Navigation durch die Stadt erleichtert, sowie dem Info-Portal <a href="http://www.leidmedien.de">Leidmedien.de</a> über die mediale Darstellung von Menschen mit Behinderung hat Rául Krauthausen mitgemischt.<br />
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Das Internet und High-Tech-Tools erleichtern vielen Menschen mit Handicap den Alltag und fördern die Vernetzung – mit Crowdsourcing-Plattformen zum Erfahrungsaustausch, speziellen Apps für blinde Menschen oder Blogs. Es gibt immer mehr Blogger und Bloggerinnen mit Handicap, die sich im Netz zu Wort melden und über ihren Alltag berichten – nicht nur über ihre Behinderung.<br />
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<strong>Raus auf die Bühne</strong><br />
"Genug Vorbilder kann es aber nie geben", sagt Ninia Binias. "Man muss mehr Leute motivieren, nicht nur bei etwas mitzumachen, sondern selbst etwas zu initiieren."<br />
Ninia Binias, rote Haare, 1.40 Meter groß, Bloggerin und Social Media Managerin, hat die re:publica aus beruflichen Gründen besucht, sie hat sich aber auch mit Bekannten getroffen, die sie nur aus dem Internet kennt, und Vorträge besucht, die sie persönlich interessieren, wie Sessions zu Feminismus, urbanem Wandel oder der Zukunft der Arbeitswelt.<br />
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Die 29-Jährige, die auch Poetry-Slam macht, steht gerne selbst auf der Bühne. Bei der re:publica hat sie eine Session über ehrliche Social-Media-Profile geleitet und diskutierte wie Raúl Krauthausen bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Behinderung und Fernsehen" mit.<br />
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Die Berücksichtigung von Inklusion und Behinderung bei Digitalveranstaltungen habe zugenommen, sagt sie: "Es gibt ein paar Sessions und Workshops – und das reicht auch", so Ninia Binias. "Das Thema muss vertreten sein, es muss aber auch nicht überproportional besprochen werden." Auf der re:publica sei es ein Thema von vielen.<br />
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<strong>Mehr Mut machen</strong><br />
Auch Raúl Krauthausen meint: "Die re-publica ist keine Lobbyveranstaltung für Menschen mit Behinderung. Die, die wirklich mit Begeisterung bloggen und aktiv sind, werden auch gesehen und sind sicher eingeladen."<br />
&nbsp;<br />
Er findet es wichtig, Menschen mit Behinderung noch mehr Mut zu machen, sich im Internet zu bewegen – fernab von den ganzen Special-Interest-Foren über Behinderung, hin zum Mainstream. "Dort würden sie mit ihrer Perspektive als Menschen mit Behinderung eine große Bereicherung sein", so Raúl.<br />
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<strong>Link-Tipps:</strong><br />
<a href="http://selfpedia.de">Selfpedia</a> – Frageplattform rund um den Alltag von Menschen mit Handicap und ihrer Angehörigen<br />
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<a href="http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=798&amp;search=apps für blinde">Artikel über Apps für Blinde</a><br />
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<a href="http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=768&amp;search=leidmedien">Artikel über Leidmedien.de</a><br />
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<a href="http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=719&amp;search=bloggen">Bloggen über Handicaps</a><br />
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<a href="http://www.aktion-mensch.de/blog/eintrag.php?id=536">Rául Krauthausen im Aktion Mensch-Blog</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=850</link>			<author>Sonja</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=850</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=850</guid>			<pubDate>Tue, 14 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>12.05.2013: Surftipps am Sonntag</title>
			<description>Interessante Links zur re:publica; ein Werbeplakat, dessen geheime Botschaft nur von Kindern entschlüsselt werden kann; und was du tun würdest, wenn Geld kein Thema wäre

Was würdest du tun, wenn Geld auf dieser Welt keine Rolle spielen würde? Das haben 50 weitere Menschen auf diese Frage geantwortet. Passend dazu gibt es auch noch dieses atmosphärische Video. Ich würde wahrscheinlich Bonbonentwicklerin werden, durch die Welt reisen und Süßigkeiten testen und lernen wie man sie macht und sie anschließend meinen Freunden schenken! 

Sicher kennt ihr alle die Notfallnummern die auf großen Schildern in Bussen und Bahnen kleben! Junge Mädchen können z.B. dort anrufen, wenn sie ungewollt schwanger sind und nicht wissen was sie tun sollen, oder Jungs können die Nummer wählen, wenn sie z.B. in der Schule gemobbt werden. In Spanien gibt es jetzt Plakate, auf denen können Kinder erfahren, wohin sie sich wenden können, wenn sie zuhause geschlagen werden. Das Besondere an den Plakaten ist, dass nur Kinder unter einer bestimmten Größe die "geheime Botschaft" lesen können. 

Gerade ist in Berlin die re:publica 13 zu Ende gegangen. Die Konferenz behandelt Themen wie Weblogs, soziale Medien oder die digitale Gesellschaft. Auch das Thema Datenschutz wurde heftig diskutiert! Ich gehöre ja zu denen, die immer noch nicht ganz verstanden haben, was so schlimm daran ist, das die Daten, die wir als Internetuser produzieren, von großen Konzernen gesammelt werden. Damit Menschen wie ich endlich kapieren, was mit diesen Daten passiert und was so gefährlich daran ist, wurde u.a. die Internet Doku-Reihe st_ry ins Leben gerufen. Das Projekt befindet sich allerdings noch in der Finanzierungsphase. 

Was genau auf der re:publica diskutiert wird, fassen zahlreiche Blogger und Netzseiten für euch zusammen. Empfehlen kann ich die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier erfährst du wer da diskutiert, was die re:publica überhaupt ist und welche Themen gerade besonders im Blickpunkt stehen. 

Besonders möchte ich euch aber auch das Blog vom Kotzenden Einhorn ans Herz legen. Hier berichtet Daniel Decker direkt von der Konferenz. 

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Interessante Links zur re:publica; ein Werbeplakat, dessen geheime Botschaft nur von Kindern entschlüsselt werden kann; und was du tun würdest, wenn Geld kein Thema wäre</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/Vogel4.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Surftipps am Sonntag" border="0" /></p><p>Was würdest du tun, wenn Geld auf dieser Welt keine Rolle spielen würde? <a href="http://www.kaumgeschlafen.de/2013/no-money/">Das</a> haben 50 weitere Menschen auf diese Frage geantwortet. Passend dazu gibt es auch noch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DARmQb24kXs&amp;feature=player_embedded#">dieses</a> atmosphärische Video. Ich würde wahrscheinlich Bonbonentwicklerin werden, durch die Welt reisen und Süßigkeiten testen und lernen wie man sie macht und sie anschließend meinen Freunden schenken!<br />
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Sicher kennt ihr alle die Notfallnummern die auf großen Schildern in Bussen und Bahnen kleben! Junge Mädchen können z.B. dort anrufen, wenn sie ungewollt schwanger sind und nicht wissen was sie tun sollen, oder Jungs können die Nummer wählen, wenn sie z.B. in der Schule gemobbt werden. In Spanien gibt es jetzt Plakate, auf denen können Kinder erfahren, wohin sie sich wenden können, wenn sie zuhause geschlagen werden. Das Besondere an den Plakaten ist, dass nur Kinder unter einer bestimmten Größe die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6zoCDyQSH0o&amp;feature=player_embedded">"geheime Botschaft"</a> lesen können.<br />
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Gerade ist in Berlin die re:publica 13 zu Ende gegangen. Die Konferenz behandelt Themen wie <span xml:lang="en" lang="en">Weblogs</span>, soziale Medien oder die digitale Gesellschaft. Auch das Thema Datenschutz wurde heftig diskutiert! Ich gehöre ja zu denen, die immer noch nicht ganz verstanden haben, was so schlimm daran ist, das die Daten, die wir als <span xml:lang="en" lang="en">Internetuser</span> produzieren, von großen Konzernen gesammelt werden. Damit Menschen wie ich endlich kapieren, was mit diesen Daten passiert und was so gefährlich daran ist, wurde u.a. die Internet <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VQ-gwbfHdm8&amp;feature=player_embedded#">Doku-Reihe st_ry</a> ins Leben gerufen. Das Projekt befindet sich allerdings noch in der Finanzierungsphase.<br />
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Was genau auf der re:publica diskutiert wird, fassen zahlreiche Blogger und Netzseiten für euch zusammen. Empfehlen kann ich die Seite der <a href="http://www.bpb.de/dialog/netzdebatte/">Bundeszentrale für politische Bildung</a>. Hier erfährst du wer da diskutiert, was die re:publica überhaupt ist und welche Themen gerade besonders im Blickpunkt stehen.<br />
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Besonders möchte ich euch aber auch das Blog vom <a href="http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/">Kotzenden Einhorn</a> ans Herz legen. Hier berichtet Daniel Decker direkt von der Konferenz.<br />
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Foto: <a href="http://www.pixelio.de/media/626599">Dieter Schütz/pixelio.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=849</link>			<author>Anika</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=849</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=849</guid>			<pubDate>Sun, 12 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>07.05.2013: „Ständig in beiden Sprachen leben“</title>
			<description>Traumberuf Lehrer: Lutz Pepping, 28, ist der erste gehörlose Lehreranwärter an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule in Berlin – zu seinem Alltag gehören Lautsprache und Gebärdensprache.

Text: Sonja Peteranderl, Foto: Kopf, Hand und Fuß gGmBH - Fotografenteam

Ein Lehrer, der gehörlos ist? Erst als Lutz Pepping eine gehörlose Lehrerin traf, wurde ihm bewusst, dass es auch für ihn möglich wäre, Abitur zu machen, Lehramt zu studieren, zu unterrichten. Ende 2011 schloss der Essener tatsächlich sein Lehramtsstudium der Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik mit dem Unterrichtsfach Geschichte an der Universität Hamburg ab. 

Heute möchte Lutz Pepping selbst ein Vorbild sein: Der 28-Jährige ist der erste taube Lehreranwärter an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule in Berlin, arbeitet auch an der integrativen Beruflichen Schule für Sozialwesen in Berlin, engagiert sich politisch und sozial und setzt sich für eine verbesserte Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik ein.

Wieso hast du dich für den Lehrerberuf entschieden?
In der 8. Klasse hatte ich eine Lehrerin, die wie ich ihren Abschluss an der Realschule für Hörgeschädigte in Dortmund gemacht und danach in Essen ihr Abitur gemacht hatte. Studiert hatte sie in Köln. Diese gehörlose Lehrerin hatte für mich eine Signalwirkung. Ich war so begeistert von der Vorstellung, dass es gehörlose Lehrer gibt. Mein Entschluss stand fest: Abitur in Essen machen und dann in Hamburg studieren. Und jetzt arbeite ich als Lehreranwärter an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule, einer Schule für Gehörlose, in Berlin. Ich habe mich für meinen Traumberuf entschieden, eine sinnstiftende und schöne Aufgabe für mich. 

Bist du gehörlos geboren worden?
Als ich geboren wurde, waren meine Eltern zunächst schockiert, dass ich gehörlos bin. Sie haben sich viele Gedanken gemacht und nach Therapiemöglichkeiten gesucht. Mein HNO-Arzt sagte, ich sei medizinisch gesehen hochgradig schwerhörig, fast an Taubheit grenzend. Daher wäre eine Versorgung mit Hörgeräten möglich. Ich wurde an einen guten Hörgeräte-Akustiker überwiesen, der viel Erfahrung mit der Hörgeräteversorgung bei hörgeschädigten Kindern hatte. Dieser Akustiker kannte eine Familie, die auch ein gehörloses Kind hatte, das sehr gut gefördert wurde – mit Lautsprache. Meine Eltern nahmen Kontakt mit dieser Familie auf, die Erfahrungen mit Therapiemöglichkeiten in der Schweiz hatte. Im Alter von drei, vier Jahren ging die Therapie in der Schweiz los. Das bedeutete für mich jeweils sechs Wochen am Stück Therapie in der Schweiz und sechs Wochen zuhause im Wechsel – und das etwa drei Jahre lang. Dort lernte ich die Lautsprache.

Hast du danach eine Schule für Hörende besucht?
Ich ging zunächst in einen Kindergarten für Hörende, im Alter von sieben Jahren wurde ich in eine Grundschule für Hörende eingeschult. Meine Eltern haben vorher überlegt, mich in eine Grundschule für Schwerhörige zu schicken. Sie waren schockiert, als sie sich diese Grundschule angesehen haben. Für sie war das Verhalten der schwerhörigen Kinder schlimm: Die Kinder gingen aufeinander los und es ging sehr chaotisch zu. Deshalb weigerten sich meine Eltern, mich dort einzuschulen. Nach Rücksprache mit dem Schulrat durfte ich in eine Grundschule für Hörende.

Wie waren deine Erfahrungen während deiner Schulzeit?
Dort bekam ich viel Unterstützung von meiner Familie, aus der Nachbarschaft und von den Lehrern. Auch eine pädagogische Begleitung war für mich da. Aber natürlich wurde niemals die Gebärdensprache benutzt. Erst als ich mit der Grundschule fertig war, gab es Überlegungen, ob ich weiter auf eine Schule für Hörende gehen soll oder auf eine Realschule für Hörgeschädigte. Da die Klassen auf einer weiterführenden Schule für Hörende sehr groß sind, bestand die Gefahr, dass ich dort leicht "untergehen" würde. Meine Eltern waren von der Realschule für Hörgeschädigte in Dortmund beeindruckt und so kam ich da hin.

Wie hast du den Schulwechsel erlebt?
Es war eine große Umstellung für mich: erstens wegen der Gebärdensprache, aber auch weil meine Klasse mir das Gefühl gab, dass ich dorthin gar nicht passte. Ich war in einer Klasse mit Schwerhörigen. Ich hatte dank der Grundschule für Hörende einen guten Bildungsstand, aber irgendwie ging das trotzdem schief. Meine Noten wurden immer schlechter. Nach eineinhalb Jahren musste ich die Klasse wiederholen und kam dann in eine Klasse für Gehörlose. Danach ging es wieder bergauf mit meiner schulischen Leistung.

Was waren die größten Herausforderungen oder Barrieren während deiner Schullaufbahn?
In einer Regeleinrichtung – also Kindergarten und Grundschule - erlebte ich niemals die 100-prozentige kommunikative Barrierefreiheit, aber ich spürte den herzlichen Zusammenhalt von SchülerInnen und LehrerInnen. Nur deshalb konnte ich dort so lange wie möglich bleiben. Meine Lautsprache war damals an sich nicht schlecht, aber niemals so gut wie die eines Hörenden. Wie auch, wenn man "schlecht" hört? Nur einen Vorteil hatte ich: ich konnte und kann heute noch ganz gut von den Lippen ablesen und falls ich mal ein Wort nicht verstanden habe, so bilde ich mir, manchmal fiktiv, einen Satz, was etwa der Lehrer oder der Mitschüler gesagt hatte. Lippenablesen ist ein zwar wichtiger Bestandteil für die Kommunikation, aber ist halt nur ein Hilfsmittel, keineswegs eine vollwertige Kommunikationsform.  

Was hat sich durch das Erlernen der Gebärdensprache für dich verändert?
Nach dem Wechsel von der Regeleinrichtung in die Realschule für Hörgeschädigte war für mich die "neue" Sprache die Herausforderung. Innerhalb kurzer Zeit erlernte ich die Gebärdensprache und spürte die ungeheuerliche Kraft im Inneren, weil ich meine Bedürfnisse und Vorstellungen in dieser Sprache ohne irgendwelche "Barrieren", die ich in der Lautsprache oftmals erlebt habe, ausdrücken kann. Ich hatte keine Schwierigkeiten den Unterrichtsstoff aufzunehmen, sondern für mich war es schon damals sehr wichtig, dass ich die kommunikative Barrierefreiheit in der Schule erleben kann. Und die Gebärdensprache ist der Schlüssel meines Bildungsweges. 

Was hat sich seit deiner Schulzeit bei der Vermittlungsweise von Lehrinhalten verändert?
In der Dortmunder Realschule, also an meiner "alten" Schule, hat es sich reichlich verändert: an dieser Schule wird für taube SchülerInnen bilingualer Unterricht angeboten, zum Beispiel im Fach Deutsch, in deutscher Lautsprache und Gebärdensprache. Die ganze Pionierarbeit leistete die Hamburger Elbschule, die frühere Samuel Heinicke Schule für Gehörlose, und das schon seit 1992. Was mich absolut stört ist, dass nur taube SchülerInnen auf das bilinguale Angebot zugreifen können, aber die schwerhörigen Schüler bekommen weiterhin nur das "monolinguale" Angebot, also die Deutsche Lautsprache im Unterricht mit sehr wenig Einsatz von Gebärden. Ich finde, auch schwerhörige Schüler brauchen beide Sprachen. So können sie sich später, wenn sie das Bedürfnis haben, in beiden Sprachen bewegen. 

Bekommen gehörlose Kinder in Deutschland deiner Meinung nach die Förderung, die sie brauchen? 
Leider nur ansatzweise. Wenn ich auf das bilinguale Angebot schaue, gibt es das praktisch nur in München an der Samuel-Heinicke-Reaschule, in Dortmund an der Rheinisch-Westfälischen Realschule, in Hamburg an der Elbschule und in Berlin an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule. Das sind vier Schulen von ungefähr 50 Einrichtungen für Gehörlose und Schwerhörige. In diesen vier Schulen ist das bilinguale Angebot meistens für taube Schüler bestimmt – die schwerhörigen Schüler bekommen von diesem Angebot also so gut wie gar nichts. An dieser Stelle muss etwas geändert werden. 

Was wäre dein Verbesserungsvorschlag?
Ich bin für eine flächendeckende Verbreitung von Bilingualismus in möglichst allen Schulen. Ich bin mir sicher, dass es möglich ist. Jedoch muss ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir zu wenig gebärdensprachkompetente Lehrkräfte oder taube und schwerhörige Lehrkräfte haben. Nur mit diesem gut ausgebildeten Personal können wir dieses Angebot Stück für Stück ausbauen. Nicht zu vergessen gilt eines: gute Elternarbeit, auch sie haben einen Einfluss für eine nachhaltige Veränderung in der Schullandschaft für taube und schwerhörige Schüler.  

Wie ist die Situation für Gehörlosen-Lehrer wie dich in Deutschland - gibt es genug Fortbildung, werden ihre Belange insgesamt berücksichtigt?
Ich fange mal mit einem positiven Satz an: Seit 1996 haben wir den ersten tauben "Sonderschullehrer" in Deutschland bekommen, das ist nämlich Olaf Tischmann. Davor hatten wir schon einige wenige taube und schwerhörige Lehrer, aber lediglich Fachlehrer, wie zum Beispiel für Kunst oder Sport, aber nicht für die Hauptfächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch. Seit 1996 wuchs der Kreis von tauben und schwerhörigen Lehrern stetig. Schätzungsweise kommen wir bundesweit auf 40 bis 50 Lehrer, die Sonderpädagogik studiert haben. Für die Belange von gebärdensprachigen Fortbildungen spielt Sieglinde Lemcke, ebenfalls taube Sonderschullehrerin und Gründerin vom tauben Lehrertreff eine wichtige Rolle. Für den Lehrertreff bietet Frau Lemcke jedes Jahr ein- bis zweimal gebärdensprachige Fortbildungen an. Darunter zu verstehen ist, dass die Referenten gebärdensprachkompetent sind und die WeiterbildungsteilnehmerInnen können sich in dieser Sprache barrierefrei bewegen. 

Aber...? 
Es fehlt nach wie vor ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungen in Gebärdensprache oder mit GebärdensprachdolmetscherInnen. Und dazu fehlen Weiterbildungen für diesen Bereich im Allgemeinen, also im Kontext der Arbeit mit tauben und schwerhörigen SchülerInnen. Denn es ist ja nicht nur die "Gebärdensprache", sondern auch ihre Kultur. Wir haben eine eigene Kultur, die anders ist als bei den "Hörenden".

Du kennst beide Welten, unterrichtest an einer integrativen Schule sowie an einer Förderschule – wie sieht deine Arbeit aus? 
Seit Februar 2013 unterrichte ich mit einer Kollegin, die auch die Gebärdensprache beherrscht, in Teamteaching an einer Beruflichen Schule für Sozialwesen in Berlin. In dieser Klasse befindet sich eine taube Azubine und mehrere hörende Azubis, die den Beruf der Sozialpädagogischen Assistenz erlernen wollen. Im Teamteaching planen und bereiten wir gemeinsam den Unterricht vor. Dadurch erlerne ich enorm viel, was an Teamarbeit wichtig ist. Das Schöne daran ist, dass die hörenden und tauben Azubis so gut von uns unterstützt werden. Sie sehen auch, dass man trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede zusammenarbeiten kann. Ich stehe meistens für die taube Azubine zur Verfügung, wenn sie Fragen hat oder Unterstützung braucht. 

Was sind deine Fächerschwerpunkte beziehungsweise &amp;quot;übersetzt&amp;quot; du an der integrativen Schule vor allem? 
Aktuell unterrichte ich mit einer Kollegin zusammen das Fach "Berufskunde", Unterrichtseinheit ist kulturspezifische Pflege und Betreuung, die Unterrichtssprache ist Deutsch und DGS, in gesprochener und gebärdeter Form. Die Texte sind natürlich in Deutscher Schriftsprache, also man kann sehen, dass die taube Azubine und ich als Lehreranwärter ständig in beiden Sprachen leben, arbeiten, uns bewegen. Manchmal mehr, manchmal weniger, aber immer in beiden Sprachen. Natürlich werde ich, falls die taube Azubine den Text nicht verstanden hat, den Inhalt in DGS wiedergeben. Manchmal erkläre ich Fachbegriffe.

Und wie unterscheidet sich diese Aufgabe von deiner Lehrtätigkeit an der Förderschule?
Die Arbeit an einer Förderschule ist anders, nicht schwieriger oder leichter, sondern einfach anders. Dort arbeite und unterrichte ich in der Klasse alleine mit den tauben SchülerInnen. Natürlich in Gebärdensprache. 

Was ist deine wichtigste Erkenntnis, die du anderen gerne vermitteln würdest?
Für uns taube Menschen, insbesondere taube Kinder ist es enorm wichtig, dass sie von klein auf bilingual und bikulturell erleben, sodass sie später an einer multilingualen und multikulturellen Gesellschaft teilhaben können. 

Linktipps:

Taubenschlag – das Portal für Gehörlose und Schwerhörige

Songs in Gebärdensprache: www.respect.de/projektblog

Rappen in Zeichen: www.respect.de/projektblog</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Traumberuf Lehrer: Lutz Pepping, 28, ist der erste gehörlose Lehreranwärter an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule in Berlin – zu seinem Alltag gehören Lautsprache und Gebärdensprache.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/kopfhand_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Geschafft: Lutz Pepping ist geh&ouml;rloser Lehrer" border="0" /></p><p><em>Text: Sonja Peteranderl, Foto: Kopf, Hand und Fuß gGmBH - Fotografenteam</em><br />
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Ein Lehrer, der gehörlos ist? Erst als Lutz Pepping eine gehörlose Lehrerin traf, wurde ihm bewusst, dass es auch für ihn möglich wäre, Abitur zu machen, Lehramt zu studieren, zu unterrichten. Ende 2011 schloss der Essener tatsächlich sein Lehramtsstudium der Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik mit dem Unterrichtsfach Geschichte an der Universität Hamburg ab.<br />
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Heute möchte Lutz Pepping selbst ein Vorbild sein: Der 28-Jährige ist der erste taube Lehreranwärter an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule in Berlin, arbeitet auch an der integrativen Beruflichen Schule für Sozialwesen in Berlin, engagiert sich politisch und sozial und setzt sich für eine verbesserte Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik ein.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Wieso hast du dich für den Lehrerberuf entschieden?</strong><br />
In der 8. Klasse hatte ich eine Lehrerin, die wie ich ihren Abschluss an der Realschule für Hörgeschädigte in Dortmund gemacht und danach in Essen ihr Abitur gemacht hatte. Studiert hatte sie in Köln. Diese gehörlose Lehrerin hatte für mich eine Signalwirkung. Ich war so begeistert von der Vorstellung, dass es gehörlose Lehrer gibt. Mein Entschluss stand fest: Abitur in Essen machen und dann in Hamburg studieren. Und jetzt arbeite ich als Lehreranwärter an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule, einer Schule für Gehörlose, in Berlin. Ich habe mich für meinen Traumberuf entschieden, eine sinnstiftende und schöne Aufgabe für mich.<br />
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<strong>Bist du gehörlos geboren worden?</strong><br />
Als ich geboren wurde, waren meine Eltern zunächst schockiert, dass ich gehörlos bin. Sie haben sich viele Gedanken gemacht und nach Therapiemöglichkeiten gesucht. Mein HNO-Arzt sagte, ich sei medizinisch gesehen hochgradig schwerhörig, fast an Taubheit grenzend. Daher wäre eine Versorgung mit Hörgeräten möglich. Ich wurde an einen guten Hörgeräte-Akustiker überwiesen, der viel Erfahrung mit der Hörgeräteversorgung bei hörgeschädigten Kindern hatte. Dieser Akustiker kannte eine Familie, die auch ein gehörloses Kind hatte, das sehr gut gefördert wurde – mit Lautsprache. Meine Eltern nahmen Kontakt mit dieser Familie auf, die Erfahrungen mit Therapiemöglichkeiten in der Schweiz hatte. Im Alter von drei, vier Jahren ging die Therapie in der Schweiz los. Das bedeutete für mich jeweils sechs Wochen am Stück Therapie in der Schweiz und sechs Wochen zuhause im Wechsel – und das etwa drei Jahre lang. Dort lernte ich die Lautsprache.<br />
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<strong>Hast du danach eine Schule für Hörende besucht?</strong><br />
Ich ging zunächst in einen Kindergarten für Hörende, im Alter von sieben Jahren wurde ich in eine Grundschule für Hörende eingeschult. Meine Eltern haben vorher überlegt, mich in eine Grundschule für Schwerhörige zu schicken. Sie waren schockiert, als sie sich diese Grundschule angesehen haben. Für sie war das Verhalten der schwerhörigen Kinder schlimm: Die Kinder gingen aufeinander los und es ging sehr chaotisch zu. Deshalb weigerten sich meine Eltern, mich dort einzuschulen. Nach Rücksprache mit dem Schulrat durfte ich in eine Grundschule für Hörende.<br />
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<strong>Wie waren deine Erfahrungen während deiner Schulzeit?</strong><br />
Dort bekam ich viel Unterstützung von meiner Familie, aus der Nachbarschaft und von den Lehrern. Auch eine pädagogische Begleitung war für mich da. Aber natürlich wurde niemals die Gebärdensprache benutzt. Erst als ich mit der Grundschule fertig war, gab es Überlegungen, ob ich weiter auf eine Schule für Hörende gehen soll oder auf eine Realschule für Hörgeschädigte. Da die Klassen auf einer weiterführenden Schule für Hörende sehr groß sind, bestand die Gefahr, dass ich dort leicht "untergehen" würde. Meine Eltern waren von der Realschule für Hörgeschädigte in Dortmund beeindruckt und so kam ich da hin.<br />
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<strong>Wie hast du den Schulwechsel erlebt?</strong><br />
Es war eine große Umstellung für mich: erstens wegen der Gebärdensprache, aber auch weil meine Klasse mir das Gefühl gab, dass ich dorthin gar nicht passte. Ich war in einer Klasse mit Schwerhörigen. Ich hatte dank der Grundschule für Hörende einen guten Bildungsstand, aber irgendwie ging das trotzdem schief. Meine Noten wurden immer schlechter. Nach eineinhalb Jahren musste ich die Klasse wiederholen und kam dann in eine Klasse für Gehörlose. Danach ging es wieder bergauf mit meiner schulischen Leistung.<br />
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<strong>Was waren die größten Herausforderungen oder Barrieren während deiner Schullaufbahn?</strong><br />
In einer Regeleinrichtung – also Kindergarten und Grundschule - erlebte ich niemals die 100-prozentige kommunikative Barrierefreiheit, aber ich spürte den herzlichen Zusammenhalt von SchülerInnen und LehrerInnen. Nur deshalb konnte ich dort so lange wie möglich bleiben. Meine Lautsprache war damals an sich nicht schlecht, aber niemals so gut wie die eines Hörenden. Wie auch, wenn man "schlecht" hört? Nur einen Vorteil hatte ich: ich konnte und kann heute noch ganz gut von den Lippen ablesen und falls ich mal ein Wort nicht verstanden habe, so bilde ich mir, manchmal fiktiv, einen Satz, was etwa der Lehrer oder der Mitschüler gesagt hatte. Lippenablesen ist ein zwar wichtiger Bestandteil für die Kommunikation, aber ist halt nur ein Hilfsmittel, keineswegs eine vollwertige Kommunikationsform.<br />
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<strong>Was hat sich durch das Erlernen der Gebärdensprache für dich verändert?</strong><br />
Nach dem Wechsel von der Regeleinrichtung in die Realschule für Hörgeschädigte war für mich die "neue" Sprache die Herausforderung. Innerhalb kurzer Zeit erlernte ich die Gebärdensprache und spürte die ungeheuerliche Kraft im Inneren, weil ich meine Bedürfnisse und Vorstellungen in dieser Sprache ohne irgendwelche "Barrieren", die ich in der Lautsprache oftmals erlebt habe, ausdrücken kann. Ich hatte keine Schwierigkeiten den Unterrichtsstoff aufzunehmen, sondern für mich war es schon damals sehr wichtig, dass ich die kommunikative Barrierefreiheit in der Schule erleben kann. Und die Gebärdensprache ist der Schlüssel meines Bildungsweges.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Was hat sich seit deiner Schulzeit bei der Vermittlungsweise von Lehrinhalten verändert?</strong><br />
In der Dortmunder Realschule, also an meiner "alten" Schule, hat es sich reichlich verändert: an dieser Schule wird für taube SchülerInnen bilingualer Unterricht angeboten, zum Beispiel im Fach Deutsch, in deutscher Lautsprache und Gebärdensprache. Die ganze Pionierarbeit leistete die Hamburger Elbschule, die frühere Samuel Heinicke Schule für Gehörlose, und das schon seit 1992. Was mich absolut stört ist, dass nur taube SchülerInnen auf das bilinguale Angebot zugreifen können, aber die schwerhörigen Schüler bekommen weiterhin nur das "monolinguale" Angebot, also die Deutsche Lautsprache im Unterricht mit sehr wenig Einsatz von Gebärden. Ich finde, auch schwerhörige Schüler brauchen beide Sprachen. So können sie sich später, wenn sie das Bedürfnis haben, in beiden Sprachen bewegen.<br />
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<strong>Bekommen gehörlose Kinder in Deutschland deiner Meinung nach die Förderung, die sie brauchen?</strong><br />
Leider nur ansatzweise. Wenn ich auf das bilinguale Angebot schaue, gibt es das praktisch nur in München an der Samuel-Heinicke-Reaschule, in Dortmund an der Rheinisch-Westfälischen Realschule, in Hamburg an der Elbschule und in Berlin an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule. Das sind vier Schulen von ungefähr 50 Einrichtungen für Gehörlose und Schwerhörige. In diesen vier Schulen ist das bilinguale Angebot meistens für taube Schüler bestimmt – die schwerhörigen Schüler bekommen von diesem Angebot also so gut wie gar nichts. An dieser Stelle muss etwas geändert werden.<br />
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<strong>Was wäre dein Verbesserungsvorschlag?</strong><br />
Ich bin für eine flächendeckende Verbreitung von Bilingualismus in möglichst allen Schulen. Ich bin mir sicher, dass es möglich ist. Jedoch muss ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir zu wenig gebärdensprachkompetente Lehrkräfte oder taube und schwerhörige Lehrkräfte haben. Nur mit diesem gut ausgebildeten Personal können wir dieses Angebot Stück für Stück ausbauen. Nicht zu vergessen gilt eines: gute Elternarbeit, auch sie haben einen Einfluss für eine nachhaltige Veränderung in der Schullandschaft für taube und schwerhörige Schüler.<br />
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<strong>Wie ist die Situation für Gehörlosen-Lehrer wie dich in Deutschland - gibt es genug Fortbildung, werden ihre Belange insgesamt berücksichtigt?</strong><br />
Ich fange mal mit einem positiven Satz an: Seit 1996 haben wir den ersten tauben "Sonderschullehrer" in Deutschland bekommen, das ist nämlich Olaf Tischmann. Davor hatten wir schon einige wenige taube und schwerhörige Lehrer, aber lediglich Fachlehrer, wie zum Beispiel für Kunst oder Sport, aber nicht für die Hauptfächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch. Seit 1996 wuchs der Kreis von tauben und schwerhörigen Lehrern stetig. Schätzungsweise kommen wir bundesweit auf 40 bis 50 Lehrer, die Sonderpädagogik studiert haben. Für die Belange von gebärdensprachigen Fortbildungen spielt Sieglinde Lemcke, ebenfalls taube Sonderschullehrerin und Gründerin vom tauben Lehrertreff eine wichtige Rolle. Für den Lehrertreff bietet Frau Lemcke jedes Jahr ein- bis zweimal gebärdensprachige Fortbildungen an. Darunter zu verstehen ist, dass die Referenten gebärdensprachkompetent sind und die WeiterbildungsteilnehmerInnen können sich in dieser Sprache barrierefrei bewegen.<br />
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<strong>Aber...?</strong><br />
Es fehlt nach wie vor ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungen in Gebärdensprache oder mit GebärdensprachdolmetscherInnen. Und dazu fehlen Weiterbildungen für diesen Bereich im Allgemeinen, also im Kontext der Arbeit mit tauben und schwerhörigen SchülerInnen. Denn es ist ja nicht nur die "Gebärdensprache", sondern auch ihre Kultur. Wir haben eine eigene Kultur, die anders ist als bei den "Hörenden".<br />
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<strong>Du kennst beide Welten, unterrichtest an einer integrativen Schule sowie an einer Förderschule – wie sieht deine Arbeit aus?</strong><br />
Seit Februar 2013 unterrichte ich mit einer Kollegin, die auch die Gebärdensprache beherrscht, in Teamteaching an einer Beruflichen Schule für Sozialwesen in Berlin. In dieser Klasse befindet sich eine taube Azubine und mehrere hörende Azubis, die den Beruf der Sozialpädagogischen Assistenz erlernen wollen. Im Teamteaching planen und bereiten wir gemeinsam den Unterricht vor. Dadurch erlerne ich enorm viel, was an Teamarbeit wichtig ist. Das Schöne daran ist, dass die hörenden und tauben Azubis so gut von uns unterstützt werden. Sie sehen auch, dass man trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede zusammenarbeiten kann. Ich stehe meistens für die taube Azubine zur Verfügung, wenn sie Fragen hat oder Unterstützung braucht.<br />
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<strong>Was sind deine Fächerschwerpunkte beziehungsweise &quot;übersetzt&quot; du an der integrativen Schule vor allem?</strong><br />
Aktuell unterrichte ich mit einer Kollegin zusammen das Fach "Berufskunde", Unterrichtseinheit ist kulturspezifische Pflege und Betreuung, die Unterrichtssprache ist Deutsch und DGS, in gesprochener und gebärdeter Form. Die Texte sind natürlich in Deutscher Schriftsprache, also man kann sehen, dass die taube Azubine und ich als Lehreranwärter ständig in beiden Sprachen leben, arbeiten, uns bewegen. Manchmal mehr, manchmal weniger, aber immer in beiden Sprachen. Natürlich werde ich, falls die taube Azubine den Text nicht verstanden hat, den Inhalt in DGS wiedergeben. Manchmal erkläre ich Fachbegriffe.<br />
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<strong>Und wie unterscheidet sich diese Aufgabe von deiner Lehrtätigkeit an der Förderschule?</strong><br />
Die Arbeit an einer Förderschule ist anders, nicht schwieriger oder leichter, sondern einfach anders. Dort arbeite und unterrichte ich in der Klasse alleine mit den tauben SchülerInnen. Natürlich in Gebärdensprache.<br />
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<strong>Was ist deine wichtigste Erkenntnis, die du anderen gerne vermitteln würdest?</strong><br />
Für uns taube Menschen, insbesondere taube Kinder ist es enorm wichtig, dass sie von klein auf bilingual und bikulturell erleben, sodass sie später an einer multilingualen und multikulturellen Gesellschaft teilhaben können.<br />
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<strong>Linktipps:</strong><br />
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<a href="http://www.taubenschlag.de/">Taubenschlag</a> – das Portal für Gehörlose und Schwerhörige<br />
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Songs in Gebärdensprache: <a href="http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=833&amp;pn=2">www.respect.de/projektblog</a><br />
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Rappen in Zeichen: <a href="http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=785&amp;search=geh%F6rlos">www.respect.de/projektblog</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=848</link>			<author>Sonja</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=848</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=848</guid>			<pubDate>Tue, 07 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>05.05.2013: Surftipps am Sonntag</title>
			<description>Reime aus der Suchmaschine, dein eigener Song über Tokio, flirten to go und der Film die Matrix aus der Mamaperspektive

Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen – oder auch – alles neu, macht der Mai! Wenn auch du vom Frühling inspiriert, das dringende Bedürfnis verspürst, deine Gefühlswelt in Worte zu fassen und mit deiner Umwelt zu teilen, kannst du dir beim dichten jetzt auch von Google helfen lassen.  

Ich weiß allerdings nicht, was mit uns Menschen passiert, wenn wir uns schon beim Texten von Suchmaschinenkonzernen unterstützen lassen müssen. 

Die Zukunft – die stelle ich mir ja so vor, wie Tokio heute schon aussieht! Futuristische Hochhäuser, Menschen mit Atemmasken, viele Lichter und eine Sprache, die ich nicht verstehe! Online könnt ihr die Stadt schon jetzt besuchen und sogar eine Symphony mit aus und um sie herum spielen. Mit etwas Übung klingt eure Eigenkomposition dann vielleicht bald auch so.
 
Übung macht den Meister! Das gilt für alle Lebensbereiche! Auch fürs Flirten! Hier erfahrt ihr, welche Sprüche ihr auf keinen Fall bringen dürft! Meistens ist beim flirten Reden ja eh silbern  - und Blicke gold! 

Im letzten Surftipp für heute wird dann aber doch vor allem viel geredet. Mom erzählt uns, was im Film "Matrix" passiert. Das macht sie so gut, dass ihr schon fast vier Millionenyoutube-User dabei zugehört haben. 

Macht es gut und bis zur nächsten Woche!

Foto: sisqu  / pixelio.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Reime aus der Suchmaschine, dein eigener Song über Tokio, flirten to go und der Film die Matrix aus der Mamaperspektive</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/maedchensuess4.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Surftipps am Sonntag" border="0" /></p><p>Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen – oder auch – alles neu, macht der Mai! Wenn auch du vom Frühling inspiriert, das dringende Bedürfnis verspürst, deine Gefühlswelt in Worte zu fassen und mit deiner Umwelt zu teilen, kannst du dir beim dichten jetzt auch von <a href="http://deutsch.googlepoetics.com/" xml:lang="en" lang="en">Google</a> helfen lassen.<br />
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Ich weiß allerdings nicht, was mit uns Menschen passiert, wenn wir uns schon beim Texten von Suchmaschinenkonzernen unterstützen lassen müssen.<br />
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Die Zukunft – die stelle ich mir ja so vor, wie Tokio heute schon aussieht! Futuristische Hochhäuser, Menschen mit Atemmasken, viele Lichter und eine Sprache, die ich nicht verstehe! Online könnt ihr die Stadt schon jetzt besuchen und sogar <a href="http://tokyocitysymphony.com/">eine Symphony</a> mit aus und um sie herum spielen. Mit etwas Übung klingt eure Eigenkomposition dann vielleicht bald auch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4iGNTegpLZI">so</a>.<br />
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Übung macht den Meister! Das gilt für alle Lebensbereiche! Auch fürs Flirten! <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hs7LrJV9JaM">Hier</a> erfahrt ihr, welche Sprüche ihr auf keinen Fall bringen dürft! Meistens ist beim flirten Reden ja eh silbern  - und Blicke gold!<br />
&nbsp;<br />
Im letzten Surftipp für heute wird dann aber doch vor allem viel geredet. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OMf9GlLXouA" xml:lang="en" lang="en">Mom</a> erzählt uns, was im Film "Matrix" passiert. Das macht sie so gut, dass ihr schon fast vier Millionen<span xml:lang="en" lang="en">youtube-User</span> dabei zugehört haben.<br />
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Macht es gut und bis zur nächsten Woche!<br />
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Foto: <a href="sisqu  / pixelio.de">sisqu  / pixelio.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=847</link>			<author>Anika</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=847</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=847</guid>			<pubDate>Sun, 05 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>02.05.2013: respect Podcast #104: Freiwillig im Rettungsdienst und Altenheim</title>
			<description>Selbst zum Helden werden haben sich viele nach der Schule vorgenommen. Ein Weg zu einem kleinen Heldentum ist die soziale Arbeit im medizinischen Bereich. Mehr dazu gibt es im respect-Podcast.

Text: Felix Scheidl, Foto: Harald Reiss/pixelio.de

Bis zum Jahr 2011 musten alle jungen Männer Zivil- oder Wehrdienst leisten. Heute ist dieser Dienst für die Allgemeinheit eine freiwillige Sache geworden. Dennoch entscheiden sich viele Schulabsolventen für ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Musik: freeplaymusic.com; Mit Material aus: Youtube</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Selbst zum Helden werden haben sich viele nach der Schule vorgenommen. Ein Weg zu einem kleinen Heldentum ist die soziale Arbeit im medizinischen Bereich. Mehr dazu gibt es im respect-Podcast.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/Harald_Reiss_pixelio.de416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Ein Erste-Hilfe-Set" border="0" /></p><p><em>Text: Felix Scheidl, Foto: Harald Reiss/pixelio.de</em><br />
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Bis zum Jahr 2011 musten alle jungen Männer Zivil- oder Wehrdienst leisten. Heute ist dieser Dienst für die Allgemeinheit eine freiwillige Sache geworden. Dennoch entscheiden sich viele Schulabsolventen für ein Freiwilliges Soziales Jahr.<br />
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<em>Musik: freeplaymusic.com; Mit Material aus: Youtube</em></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=844</link>			<author>Felix</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=844</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=844</guid>			<pubDate>Thu, 02 May 2013 08:00:00 GMT</pubDate>			<itunes:author>Felix</itunes:author>									<enclosure url="http://www.respect.de/projektblog/podcast/fsj.mp3" length="3107168" type="audio/mpeg"/>			<itunes:duration>3:14</itunes:duration>		</item>
				<item>
			<title>30.04.2013: Einmal kaltes Wasser zum Reinspringen, bitte!</title>
			<description>Der Ausbildungs- und Studienbeginn, oder auch der neue Job sind nur einige der Gründe, warum man in andere Städte zieht. Ich bin nun bereits zum dritten Mal völlig fremd und muss erst noch ankommen in der neuen Stadt.

Text und Bild: Karoline Gollmer 

Stuttgart, Mitte März, das Wetter ist doof 
Missmutig ob des trüben Himmels trabe ich durch den Schneematsch zum Bus. Ich wohne seit einer Woche hier, die Wohnung ist schön, die Mitbewohnerin nett. Der Vermieter auch. Ich habe hier sogar einen Bekannten, den ich zuvor schon über Umwege kennengelernt habe. Alles bestens, auf geht’s zur neuen Arbeitsstelle. Normalerweise waren Umzüge für mich immer mit Studienbeginn verbunden, da konnte man direkt Kontakte knüpfen die nichts mit Arbeit zu tun hatten. Das hier wird auf jeden Fall eine neue Herausforderung.

Die Kollegen sind auch nett und bemüht, es mir ein wenig heimisch zu machen. Ich bekomme sogar ein Blümchen zum Einstieg und freue mich. Nach einem anstrengenden ersten Tag und der etwas ernüchternden Feststellung, dass so ziemlich alle Kollegen älter und/oder gesetzter sind als ich, geht’s nochmal schnell zum Baumarkt. Ich bin froh, dass die Wohnung noch nicht so richtig eingerichtet ist, da bleibt wenigstens ein wenig Betätigung. Die nächsten Wochenenden werde ich bei meinem Freund verbringen, sodass ich mir erstmal keine Gedanken machen muss, was man hier außer wohnen und arbeiten sonst noch so tun könnte.
Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 2. Davon Mitbewohner: 1.

Stuttgart, Anfang April, das Wetter ist immer noch doof
So langsam gehen mir die Dinge aus, die in meiner neuen Wohngemeinschaft noch zu besorgen/anzuschrauben/sonstwie zu organisieren sind. Ich habe alle Umzugskisten ausgeräumt, den Balkon vom Müll des Vormieters befreit, die Kühlschranktür auf die richtige Seite gebaut, Fenster geputzt, im Möbelhaus fehlende Einrichtung und ein wirklich scharfes Messer besorgt, mehrere Pflanzen umgetopft, mir eine halbwegs seriöse Bürokluft zugelegt. Inzwischen kenne ich in der Umgebung alle Haltestellen, weiß, wo die Supermärkte liegen und habe eine ziemlich coole Kneipe entdeckt. In die ich allerdings nicht gehe, weil ich keine Lust habe, alleine rumzusitzen. 
So langsam gehen mir auch die Folgen meiner Lieblingsserien aus, die ich noch nachholen wollte.

Die Arbeit macht Spaß und ich hoffe, dass sich zum Alltag bald auch ein wenig gehaltvollere Freizeit gesellt. Ein Geschäftskontakt, der in meinem Alter ist, begrüßt mich freundlich per Mail und bietet mir an, sich doch mal auf ein Feierabendkaltgetränk zu treffen. Ich habe die vage Vermutung, dass uns Welten trennen, finde aber die Idee gut, ich möchte ja Neues kennenlernen.

Mein Freund kommt am Wochenende zu mir und gemeinsam mit dem Bekannten aus Stuttgart gehen wir auf ein Konzert. Es wird sehr lustig und wir werden das bestimmt bald wiederholen.

Außerdem gebe ich im Internet eine Anzeige zur Suche nach einer Reitbeteiligung auf. Geritten bin ich in meiner Heimat und in meiner letzten Stadt und ich brauche dringend mein Hobby wieder.
Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 3. Davon Mitbewohner: 1.

Stuttgart, Mitte April, es gibt tatsächlich noch Sonne da draußen!
Der Frühling ist regelrecht eingefallen, letzte Woche noch lange Unterhosen, diese Woche schon T-Shirt. Ich überlege, womit ich noch Leute kennenlernen kann und beschließe, erstmal im Internet nach einem einschlägigen Forum von Neustuttgartern zu suchen. Eine Gruppe auf Facebook bringt den erhofften Erfolg.  

Am Mittwoch nachdem ich der Gruppe beigetreten bin, stehe ich am frühen Abend etwas verloren mit meinem Getränk auf einem Treffen rum. Der Organisator hat offenbar Routine entwickelt, es tummeln sich knapp 50 Leute im Biergarten der Kneipe, Tendenz steigend. Der Sprung ins kalte Wasser erweist sich als etwas schwierig, die Leute stehen in Grüppchen und ziemlich viele scheinen sich schon zu kennen. Ich nehme mir vor, wenigstens eine Stunde zu bleiben.

Keine halbe Stunde später stehe ich selbst in einer der Grüppchen. Das habe ich Daniel zu verdanken. Er sagt, dass er öfter zu diesen Treffen geht, einfach nur um neue Leute kennenzulernen. Er hat mich auch einfach angesprochen. Auf die Frage hin "Du bist auch neu hier…?" muss sich der Klugscheißer in mir zwar ziemlich zusammenreißen (ich meine… es IST ein Treffen von Neuzugezogenen, nichtwahr?), aber meine Selbstbeherrschung wird belohnt. Wir reden anfangs über das Wetter, über die Städte in denen wir schon gewohnt haben und was wir sonst so machen. 

Bald gesellen sich andere Leute dazu, die teilweise aus aller Herren Länder kommen. Wir vergleichen Spracheigenheiten und tauschen uns über die schwäbische Küche aus. Es ist ziemlich lustig und aus der einen Stunde, von der ich anfangs dachte dass ich sie bleibe, werden schnell fünf. Es werden Kontaktdaten ausgetauscht und man ist der Meinung, doch mal wieder etwas zusammen unternehmen zu können. Ich nehme die letzte U-Bahn und freue mich der Dinge, die da harren.
Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 8. Davon Mitbewohner: 1.

Stuttgart, Ende April, es ist wechselhaft, aber heiter
Ich habe mit der Anzeige für die Reitbeteiligung Erfolg gehabt. Die Besitzerin des Pferdes, auf dem ich reiten werde, ist zwar auch nicht mein Jahrgang, aber ähnlich wie die Arbeitskollegen aufgeschlossen und gesprächig. Da das mit dem einen Hobby ganz gut geklappt hat, überlege ich mir, es auch mit weiteren zu versuchen.

Im Forum der Neustuttgarter suche ich nach einer Spielegruppe, ich vermisse nämlich meine Doppelkopfrunden. Nach einigem Herumgescrolle finde ich ein paar Leute, die gerne Skat spielen wollen und Mitstreiter suchen. Ich schreibe sie einfach mal an und sitze noch am selben Abend mit vier anderen Spielern in einer gemütlichen Eckkneipe. Wir sind alle Zugezogene und kommen witzigerweise gebürtig aus derselben Ecke Deutschlands. Zwei teilen sogar meinen Musikgeschmack, wir beschließen, am Wochenende darauf mal gemeinsam das Nachtleben unsicher zu machen. 

Auf Arbeit fällt der Altersunterschied kaum noch ins Gewicht. Eine Kollegin, die in meiner Nähe wohnt, fragt ob wir früh mal zusammen mit dem Fahrrad auf die Arbeit fahren wollen. Ich finde die Idee gut und das nicht nur, weil ich mich alleine vermutlich hoffnungslos verfahren würde.
Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 12. 
Davon Mitbewohner: 1.

Nach sieben Wochen in der neuen Stadt stelle ich fest, dass ich irgendwie angekommen bin. Da war viel Glück dabei, aber es hat sich auch gelohnt, die Sache mal systematisch anzugehen und nach Gleichgesinnten zu suchen. Mir fehlen zwar meine Freunde, aber ich freue mich darauf, die ganzen neuen Leute, die ich in der kurzen Zeit getroffen habe, näher kennenzulernen. Ein wenig einsam fühle ich mich nur noch, wenn ich einen Kaffee mit der besten Freundin oder ein Bier mit den üblichen Verdächtigen trinken möchte. Aber das hole ich nach, wenn ich sie das nächste Mal besuchen fahre. Und in der Zwischenzeit schaue ich einfach, was Stuttgart noch so für mich bereithält.</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Der Ausbildungs- und Studienbeginn, oder auch der neue Job sind nur einige der Gründe, warum man in andere Städte zieht. Ich bin nun bereits zum dritten Mal völlig fremd und muss erst noch ankommen in der neuen Stadt.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/Ankommen_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Ein Ortseingangschild, auf dem Ankommen steht." border="0" /></p><p><em>Text und Bild: Karoline Gollmer</em><br />
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<strong>Stuttgart, Mitte März, das Wetter ist doof</strong><br />
Missmutig ob des trüben Himmels trabe ich durch den Schneematsch zum Bus. Ich wohne seit einer Woche hier, die Wohnung ist schön, die Mitbewohnerin nett. Der Vermieter auch. Ich habe hier sogar einen Bekannten, den ich zuvor schon über Umwege kennengelernt habe. Alles bestens, auf geht’s zur neuen Arbeitsstelle. Normalerweise waren Umzüge für mich immer mit Studienbeginn verbunden, da konnte man direkt Kontakte knüpfen die nichts mit Arbeit zu tun hatten. Das hier wird auf jeden Fall eine neue Herausforderung.<br />
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Die Kollegen sind auch nett und bemüht, es mir ein wenig heimisch zu machen. Ich bekomme sogar ein Blümchen zum Einstieg und freue mich. Nach einem anstrengenden ersten Tag und der etwas ernüchternden Feststellung, dass so ziemlich alle Kollegen älter und/oder gesetzter sind als ich, geht’s nochmal schnell zum Baumarkt. Ich bin froh, dass die Wohnung noch nicht so richtig eingerichtet ist, da bleibt wenigstens ein wenig Betätigung. Die nächsten Wochenenden werde ich bei meinem Freund verbringen, sodass ich mir erstmal keine Gedanken machen muss, was man hier außer wohnen und arbeiten sonst noch so tun könnte.<br />
<em>Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 2. Davon Mitbewohner: 1.</em><br />
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<strong>Stuttgart, Anfang April, das Wetter ist immer noch doof</strong><br />
So langsam gehen mir die Dinge aus, die in meiner neuen Wohngemeinschaft noch zu besorgen/anzuschrauben/sonstwie zu organisieren sind. Ich habe alle Umzugskisten ausgeräumt, den Balkon vom Müll des Vormieters befreit, die Kühlschranktür auf die richtige Seite gebaut, Fenster geputzt, im Möbelhaus fehlende Einrichtung und ein wirklich scharfes Messer besorgt, mehrere Pflanzen umgetopft, mir eine halbwegs seriöse Bürokluft zugelegt. Inzwischen kenne ich in der Umgebung alle Haltestellen, weiß, wo die Supermärkte liegen und habe eine ziemlich coole Kneipe entdeckt. In die ich allerdings nicht gehe, weil ich keine Lust habe, alleine rumzusitzen.<br />
So langsam gehen mir auch die Folgen meiner Lieblingsserien aus, die ich noch nachholen wollte.<br />
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Die Arbeit macht Spaß und ich hoffe, dass sich zum Alltag bald auch ein wenig gehaltvollere Freizeit gesellt. Ein Geschäftskontakt, der in meinem Alter ist, begrüßt mich freundlich per Mail und bietet mir an, sich doch mal auf ein Feierabendkaltgetränk zu treffen. Ich habe die vage Vermutung, dass uns Welten trennen, finde aber die Idee gut, ich möchte ja Neues kennenlernen.<br />
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Mein Freund kommt am Wochenende zu mir und gemeinsam mit dem Bekannten aus Stuttgart gehen wir auf ein Konzert. Es wird sehr lustig und wir werden das bestimmt bald wiederholen.<br />
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Außerdem gebe ich im Internet eine Anzeige zur Suche nach einer Reitbeteiligung auf. Geritten bin ich in meiner Heimat und in meiner letzten Stadt und ich brauche dringend mein Hobby wieder.<br />
<em>Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 3. Davon Mitbewohner: 1</em>.<br />
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<strong>Stuttgart, Mitte April, es gibt tatsächlich noch Sonne da draußen!</strong><br />
Der Frühling ist regelrecht eingefallen, letzte Woche noch lange Unterhosen, diese Woche schon T-Shirt. Ich überlege, womit ich noch Leute kennenlernen kann und beschließe, erstmal im Internet nach einem einschlägigen Forum von Neustuttgartern zu suchen. Eine Gruppe auf Facebook bringt den erhofften Erfolg.<br />
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Am Mittwoch nachdem ich der Gruppe beigetreten bin, stehe ich am frühen Abend etwas verloren mit meinem Getränk auf einem Treffen rum. Der Organisator hat offenbar Routine entwickelt, es tummeln sich knapp 50 Leute im Biergarten der Kneipe, Tendenz steigend. Der Sprung ins kalte Wasser erweist sich als etwas schwierig, die Leute stehen in Grüppchen und ziemlich viele scheinen sich schon zu kennen. Ich nehme mir vor, wenigstens eine Stunde zu bleiben.<br />
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Keine halbe Stunde später stehe ich selbst in einer der Grüppchen. Das habe ich Daniel zu verdanken. Er sagt, dass er öfter zu diesen Treffen geht, einfach nur um neue Leute kennenzulernen. Er hat mich auch einfach angesprochen. Auf die Frage hin "Du bist auch neu hier…?" muss sich der Klugscheißer in mir zwar ziemlich zusammenreißen (ich meine… es IST ein Treffen von Neuzugezogenen, nichtwahr?), aber meine Selbstbeherrschung wird belohnt. Wir reden anfangs über das Wetter, über die Städte in denen wir schon gewohnt haben und was wir sonst so machen.<br />
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Bald gesellen sich andere Leute dazu, die teilweise aus aller Herren Länder kommen. Wir vergleichen Spracheigenheiten und tauschen uns über die schwäbische Küche aus. Es ist ziemlich lustig und aus der einen Stunde, von der ich anfangs dachte dass ich sie bleibe, werden schnell fünf. Es werden Kontaktdaten ausgetauscht und man ist der Meinung, doch mal wieder etwas zusammen unternehmen zu können. Ich nehme die letzte U-Bahn und freue mich der Dinge, die da harren.<br />
<em>Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 8. Davon Mitbewohner: 1.</em><br />
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<strong>Stuttgart, Ende April, es ist wechselhaft, aber heiter</strong><br />
Ich habe mit der Anzeige für die Reitbeteiligung Erfolg gehabt. Die Besitzerin des Pferdes, auf dem ich reiten werde, ist zwar auch nicht mein Jahrgang, aber ähnlich wie die Arbeitskollegen aufgeschlossen und gesprächig. Da das mit dem einen Hobby ganz gut geklappt hat, überlege ich mir, es auch mit weiteren zu versuchen.<br />
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Im Forum der Neustuttgarter suche ich nach einer Spielegruppe, ich vermisse nämlich meine Doppelkopfrunden. Nach einigem Herumgescrolle finde ich ein paar Leute, die gerne Skat spielen wollen und Mitstreiter suchen. Ich schreibe sie einfach mal an und sitze noch am selben Abend mit vier anderen Spielern in einer gemütlichen Eckkneipe. Wir sind alle Zugezogene und kommen witzigerweise gebürtig aus derselben Ecke Deutschlands. Zwei teilen sogar meinen Musikgeschmack, wir beschließen, am Wochenende darauf mal gemeinsam das Nachtleben unsicher zu machen.<br />
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Auf Arbeit fällt der Altersunterschied kaum noch ins Gewicht. Eine Kollegin, die in meiner Nähe wohnt, fragt ob wir früh mal zusammen mit dem Fahrrad auf die Arbeit fahren wollen. Ich finde die Idee gut und das nicht nur, weil ich mich alleine vermutlich hoffnungslos verfahren würde.<br />
<em>Bekannte in Stuttgart außerhalb der Arbeitsstelle: 12.<br />
Davon Mitbewohner: 1.</em><br />
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Nach sieben Wochen in der neuen Stadt stelle ich fest, dass ich irgendwie angekommen bin. Da war viel Glück dabei, aber es hat sich auch gelohnt, die Sache mal systematisch anzugehen und nach Gleichgesinnten zu suchen. Mir fehlen zwar meine Freunde, aber ich freue mich darauf, die ganzen neuen Leute, die ich in der kurzen Zeit getroffen habe, näher kennenzulernen. Ein wenig einsam fühle ich mich nur noch, wenn ich einen Kaffee mit der besten Freundin oder ein Bier mit den üblichen Verdächtigen trinken möchte. Aber das hole ich nach, wenn ich sie das nächste Mal besuchen fahre. Und in der Zwischenzeit schaue ich einfach, was Stuttgart noch so für mich bereithält.</p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=846</link>			<author>gast</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=846</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=846</guid>			<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>28.04.2013: Surftipps am Sonntag</title>
			<description>Wie viel Erden verbraucht dein Lebensstil, wie Tiere ihr Essen essen, ein interaktives Musikvideo und ein Film über Gedanken beim Laufen.

Auf einer dreistündigen Autofahrt zu einem Konzert nach Osnabrück ist mir wieder einmal aufgefallen, wie viele Menschen ganz allein im Auto sitzen, so wie ich. Mein Bühnenequipment ist mittlerweile so umfangreich, dass ich gar nicht mehr mit der Bahn fahren könnte. Ich bin mir sicher, jeder einzelne Autofahrer hat einen ähnlich guten Grund, alleine in seinem Fahrzeug durch die Lande zu rasen. Im Grunde sind wir aber einfach nur verwöhnt! Und das Auto ist ja nur die Spitze des Eisbergs. 

Wenn alle Menschen auf der Welt (wie ich) einen Kühlschrank, eine eigene Dusche, einen eigenen Computer hätten, einmal pro Jahr in den Urlaub flögen und was ich mir sonst noch so ganz selbstverständlich gönne, müsste diese Erde zweieinhalb Mal so viele Rohstoffe hergeben, wie sie es tut, damit ich diesen Lebensstil so fortführen kann, ohne das irgendwann einfach alles kaputt ist. Hier erfahrt ihr, wie viele Erden ihr verbraucht! 

Tiere würden so was nie tun. Ich meine, ihre eigene Lebensgrundlage zerstören, damit sie ja nicht mit ihren Artgenossen im gleichen Bus sitzen müssen, oder?  

Apropos Tiere – habt ihr schon den Clip gesehen "How Animals Eat Their Food"? Das ist der youtube-Hit diesen April. Jetzt gibt es auch die Antwort darauf, er beschäftigt sich damit wie Menschen essen. Ist aber lang nicht so gut wie Teil 1. 

Der Mensch ist bekanntlich ein Herdentier. Wie sehr das stimmt, könnt ihr selbst im interaktiven Video der Band Lights Lights testen. 

Und zum Schluss gibt es noch etwas fürs KUNSTherz – ein Video in Scherenschnittoptik von Shen Jie. Es heißt "run", ist ein bisschen sexy und besticht durch subtilen Humor. 

Es regnet und ich bin zum Angrillen verabredet. Grrrr...

Foto: Franziska Kleinschmidt  / pixelio.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Wie viel Erden verbraucht dein Lebensstil, wie Tiere ihr Essen essen, ein interaktives Musikvideo und ein Film über Gedanken beim Laufen.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/takesmile4.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Surftipps am Sonntag" border="0" /></p><p>Auf einer dreistündigen Autofahrt zu einem Konzert nach Osnabrück ist mir wieder einmal aufgefallen, wie viele Menschen ganz allein im Auto sitzen, so wie ich. Mein Bühnenequipment ist mittlerweile so umfangreich, dass ich gar nicht mehr mit der Bahn fahren könnte. Ich bin mir sicher, jeder einzelne Autofahrer hat einen ähnlich guten Grund, alleine in seinem Fahrzeug durch die Lande zu rasen. Im Grunde sind wir aber einfach nur verwöhnt! Und das Auto ist ja nur die Spitze des Eisbergs.<br />
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Wenn alle Menschen auf der Welt (wie ich) einen Kühlschrank, eine eigene Dusche, einen eigenen Computer hätten, einmal pro Jahr in den Urlaub flögen und was ich mir sonst noch so ganz selbstverständlich gönne, müsste diese Erde zweieinhalb Mal so viele Rohstoffe hergeben, wie sie es tut, damit ich diesen Lebensstil so fortführen kann, ohne das irgendwann einfach alles kaputt ist. <a href="http://www.footprint-deutschland.de/">Hier</a> erfahrt ihr, wie viele Erden ihr verbraucht!<br />
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Tiere würden so was nie tun. Ich meine, ihre eigene Lebensgrundlage zerstören, damit sie ja nicht mit ihren Artgenossen im gleichen Bus sitzen müssen, oder?<br />
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Apropos Tiere – habt ihr schon den Clip gesehen "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=qnydFmqHuVo" xml:lang="en" lang="en">How Animals Eat Their Food</a>"? Das ist der youtube-Hit diesen April. Jetzt gibt es auch die Antwort darauf, er beschäftigt sich damit wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sSE5HmryaP4&amp;sns=em">Menschen essen</a>. Ist aber lang nicht so gut wie Teil 1.<br />
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Der Mensch ist bekanntlich ein Herdentier. Wie sehr das stimmt, könnt ihr selbst im <a href="http://donottouch.org/">interaktiven Video</a> der <span xml:lang="en" lang="en">Band Lights Lights</span> testen.<br />
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Und zum Schluss gibt es noch etwas fürs KUNSTherz – ein Video in Scherenschnittoptik von Shen Jie. Es heißt "<a href="http://vimeo.com/61870587" xml:lang="en" lang="en">run</a>", ist ein bisschen sexy und besticht durch subtilen Humor.<br />
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Es regnet und ich bin zum Angrillen verabredet. Grrrr...<br />
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Foto: <a href="http://www.pixelio.de/media/603977">Franziska Kleinschmidt  / pixelio.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=845</link>			<author>Anika</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=845</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=845</guid>			<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>21.04.2013: Surftipps am Sonntag</title>
			<description>Es beginnt bei süßen Männern, die sich in Kätzchenposen schmeißen und hört auf mit einem Film, der so wunderschön ist, das mir die Worte fehlen. Dazwischen findet ihr eine Menge Komplimente!

So, der Sommer ist da! Was wünsche ich mir als nächstes? Vielleicht sexy Männer, die wie süße Katzen aussehen? Geht das überhaupt (ja,wie diese Seite beweist) und will ich das wirklich (warum eigentlich nicht)? 

Was ich auf jeden Fall will oder besser, was ich auf jeden Fall sehr mag, ist, wenn mir nette Sachen gesagt werden. Z.B. du hast voll die schöne Schrift (kommt sehr selten vor), eigentlich mag ich keine blauen Augen, aber deine finde ich ok (das ist schon öfter vorgekommen) oder du bist die beste Tänzerin, die ich kenne (wovon träume ich nachts – dieses Kompliment werde ich wohl nie zu hören bekommen). Wer also einfach nie genug Honig im Gesicht haben kann, der sollte dringend auf diese Seite klicken! 

Übrigens, wer noch lernen muss, wie man überhaupt ein Kompliment macht, der findet im Internet viele Hilfestellungen! Ganz oben auf der Hitliste stehen übrigens so Sachen wie: "Ich kenne dich so richtig gut und mag dich trotzdem." Hm, na ja, ich glaube, damit dieses Kompliment wirkt müsst ihr schon Profis im Süßholzraspeln sein!
Habt ihr Lieblingskomplimente? 

Und zum Schluss ein Video von Andrew Thomas Huang, der für seine Ästhetik und seinen visuellen Wahnsinn ein großes Kompliment verdient hat! Ihr seht zu, wie zwei Frauen zu einem Korallenriff verschmelzen – und das ist nur der Anfang! 

Bis zur nächsten Woche! Ach ja: du siehst heute besonders schlau aus.

Foto: Helene Souza/pixelio.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Es beginnt bei süßen Männern, die sich in Kätzchenposen schmeißen und hört auf mit einem Film, der so wunderschön ist, das mir die Worte fehlen. Dazwischen findet ihr eine Menge Komplimente!</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/stempel4.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Surftipps am Sonntag" border="0" /></p><p>So, der Sommer ist da! Was wünsche ich mir als nächstes? Vielleicht sexy Männer, die wie süße Katzen aussehen? Geht das überhaupt (ja,<a href="http://deshommesetdeschatons.tumblr.com/">wie diese Seite beweist</a>) und will ich das wirklich (warum eigentlich nicht)?<br />
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Was ich auf jeden Fall will oder besser, was ich auf jeden Fall sehr mag, ist, wenn mir nette Sachen gesagt werden. Z.B. du hast voll die schöne Schrift (kommt sehr selten vor), eigentlich mag ich keine blauen Augen, aber deine finde ich ok (das ist schon öfter vorgekommen) oder du bist die beste Tänzerin, die ich kenne (wovon träume ich nachts – dieses Kompliment werde ich wohl nie zu hören bekommen). Wer also einfach nie genug Honig im Gesicht haben kann, der sollte dringend auf <a href="http://willmakeyou.com/pliments/">diese Seite</a> klicken!<br />
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Übrigens, wer noch lernen muss, wie man überhaupt ein Kompliment macht, der findet im Internet viele <a href="http://www.psychotipps.com/komplimente-machen.html">Hilfestellungen</a>! Ganz oben auf der Hitliste stehen übrigens so Sachen wie: "Ich kenne dich so richtig gut und mag dich trotzdem." Hm, na ja, ich glaube, damit dieses Kompliment wirkt müsst ihr schon Profis im Süßholzraspeln sein!<br />
Habt ihr Lieblingskomplimente?<br />
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Und zum Schluss <a href="http://vimeo.com/37848135#">ein Video</a> von <span xml:lang="en" lang="en">Andrew Thomas Huang</span>, der für seine Ästhetik und seinen visuellen Wahnsinn ein großes Kompliment verdient hat! Ihr seht zu, wie zwei Frauen zu einem Korallenriff verschmelzen – und das ist nur der Anfang!<br />
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Bis zur nächsten Woche! Ach ja: du siehst heute besonders schlau aus.<br />
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<a href="http://www.pixelio.de/media/98080">Foto: Helene Souza/pixelio.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=842</link>			<author>Anika</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=842</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=842</guid>			<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>17.04.2013: Was Jugendliche wollen</title>
			<description>Antworten auf alles: Der Europäische Tag der Jugendinformation betont, wie wichtig jugendgerecht aufbereitete Informationen und Beratung sind.

Text: Sonja Peteranderl, Foto: Privat

Familienprobleme? Verhütung? Arbeitslosigkeit? Auslandsstipendium? Es gibt immer Fragen, auf die Familie, Freunde oder Bekannte auch keine Antwort wissen. Wie wichtig gute Informations- und Beratungsmöglichkeiten für junge Menschen sind, betont der "Europäische Tag der Jugendinformation" am 17. April auch in diesem Jahr.
1986 wurde an diesem Tag die Dachorganisation der europäischen Jugendinformation, die &amp;quot;European Youth Information and Counselling Agency&amp;quot; (ERYICA), gegründet – eine Organisation, die den Austausch und die Vernetzung von Jugendinformationsstellen in ganz Europa fördert, und untersucht, welche Informationsbedürfnisse Jugendliche haben und wie diess auf internationaler und nationaler Ebene berücksichtigt werden können.

Tipps für alle Lebenslagen
Den Tag der Jugendinformation nehmen viele Jugendberatungsstellen zum Anlass, Aktionen und Kampagnen für Jugendliche zu machen, über Jugendinformation nachzudenken, Forderungen und Strategien zu formulieren.

Auch in Deutschland gibt es zahlreiche lokale Jugendinformationszentren, die junge Menschen mit Tipps und Informationen unterstützen – und deren Vielfalt von Beratung in juristischen Fragen bis zur ersten Hilfe bei Schwangerschaft oder Lebenskrise reicht. 
Und das Internet ist für Jugendliche eine zentrale Orientierungshilfe – sie müssen sich aber erst durch den Informationsdschungel wühlen und die Infos verstehen können.

Schwer zu finden
"Einerseits gibt es genügend Informationen für und von Jugendlichen, doch sind sie oft schwer zugänglich oder verständlich", fasst Heidi vom Jugendinformationszentrum Magdeburg das Ergebnis einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen vom vergangenen Europäischen Tag der Jugendinformation zusammen. 

Informationen müssten daher vom Stil und vom Inhalt verständlicher, altersgerecht und ansprechend aufbereitet werden, sie müssen nachvollziehbar sein, das Teilen von Informationen in den Netzwerken der Jugendlichen sollte ermöglicht werden.

Die Stimme der Jugend
Auch die beiden Jugenddelegierten Elise Zerrath und Florian Nowack beschäftigen sich mit dem, was junge Menschen interessiert – bei ihrer aktuellen Deutschlandtour hören sie sich Meinungen und Forderungen von Jugendlichen an und werden die Stimme der Jugend sein, wenn sie die deutsche Delegation im Oktober 2013 zur UN-Generalversammlung in New York begleiten. Wir haben ein Kurzinterview über Jugendinformation mit den beiden Jugenddelegierten geführt:

Wie viel bringt ein Aktionstag wie der Europäische Tag der Jugendinformation wirklich?
Ein Aktionstag ist grundsätzlich ein guter Weg, um Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Anliegen zu schaffen. So ein Aktionstag kann hohe Wellen schlagen und viele Menschen erreichen – also, ein tolles Mittel, um das öffentliche Bewusstsein zu schärfen.

Finden junge Menschen mit Handicap beim Europäischen Tag der Jugendinformation Berücksichtigung?
Wir hoffen, dass junge Menschen mit Behinderungen beim Europäischen Tag der Jugendinformation Berücksichtigung finden und sie an diesem Tag verstärkt in das Blickfeld rücken. Es muss sichergestellt werden, dass Informationen nicht nur jugendgerecht, sondern auch barrierefrei und zugänglich für alle Teile unserer Gesellschaft sind.

Habt Ihr das Gefühl, dass die Belange junger Menschen mit Handicap insgesamt auf politischer Ebene genügend berücksichtigt werden?
Die Belange junger Menschen mit Behinderungen spielen zunehmend eine wichtigere Rolle, auch dank der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die 2009 von Deutschland ratifiziert worden ist. Das Thema Inklusion ist auch bei unserer Deutschlandtour ein wichtiges Thema und wir würden uns auch gern direkt mit Behindertenverbänden zu diesem Thema austauschen.

Was sind eurer Meinung nach Erfolgsfaktoren bei der Ansprache von Jugendlichen, wie geht ihr auf junge Menschen zu?
Die Ansprache von Jugendlichen führt zum Erfolg, wenn die politischen Inhalte jugendgerecht aufbereitet sind und auch über jugendgerechte Kanäle verbreitet werden wie Internet, Fernsehen, Radio oder Jugendmagazine. Der größte Erfolgsfaktor ist dabei, dass Jugendliche feststellen: Ich habe eine Gestaltungsmacht. Ich kann unsere Gesellschaft mitgestalten, es liegt an mir in welcher Welt wir leben. 

Wenn diese Erkenntnis kommt, dann ist der wichtigste Schritt zur Partizipation gegangen. Wir versuchen deshalb auf unserer Deutschlandtour von April bis August junge Menschen in Schulen, Jugendgruppen und Jugendzentren zu motivieren sich ihre wichtige Rolle in unserer Gesellschaft bewusst zu machen. Sie können was verändern, ist dabei unsere Botschaft.

Jugendlichen wird immer wieder Politikverdrossenheit vorgeworfen – inwieweit liegt das an der Kommunikation von politischen Inhalten?
Nur wer über die Situation in der Gesellschaft Bescheid weiß, wird sich einbringen. Jugendgerechte Kommunikation von politischen Inhalten ist also Voraussetzung für politische Teilhabe.

Linktipps:
Jugendinformationsportal für die deutschsprachigen Länder:
www.jugendinfo.be

European Youth Information and Counselling Agency (ERYICA): 
www.eryica.org 

Webseite der Jugenddelegierten: 
www.jugenddelegierte.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Antworten auf alles: Der Europäische Tag der Jugendinformation betont, wie wichtig jugendgerecht aufbereitete Informationen und Beratung sind.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/Jugendinfo416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Die beiden deutschen Jugenddelegierten Elise Zerrath und Florian Nowack bringen die Perspektive von jungen Menschen bei den UN ein." border="0" /></p><p><em>Text: Sonja Peteranderl, Foto: Privat</em><br />
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Familienprobleme? Verhütung? Arbeitslosigkeit? Auslandsstipendium? Es gibt immer Fragen, auf die Familie, Freunde oder Bekannte auch keine Antwort wissen. Wie wichtig gute Informations- und Beratungsmöglichkeiten für junge Menschen sind, betont der "Europäische Tag der Jugendinformation" am 17. April auch in diesem Jahr.<br />
1986 wurde an diesem Tag die Dachorganisation der europäischen Jugendinformation, die &quot;European Youth Information and Counselling Agency&quot; (ERYICA), gegründet – eine Organisation, die den Austausch und die Vernetzung von Jugendinformationsstellen in ganz Europa fördert, und untersucht, welche Informationsbedürfnisse Jugendliche haben und wie diess auf internationaler und nationaler Ebene berücksichtigt werden können.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Tipps für alle Lebenslagen</strong><br />
Den Tag der Jugendinformation nehmen viele Jugendberatungsstellen zum Anlass, Aktionen und Kampagnen für Jugendliche zu machen, über Jugendinformation nachzudenken, Forderungen und Strategien zu formulieren.<br />
&nbsp;<br />
Auch in Deutschland gibt es zahlreiche lokale Jugendinformationszentren, die junge Menschen mit Tipps und Informationen unterstützen – und deren Vielfalt von Beratung in juristischen Fragen bis zur ersten Hilfe bei Schwangerschaft oder Lebenskrise reicht.<br />
Und das Internet ist für Jugendliche eine zentrale Orientierungshilfe – sie müssen sich aber erst durch den Informationsdschungel wühlen und die Infos verstehen können.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Schwer zu finden</strong><br />
"Einerseits gibt es genügend Informationen für und von Jugendlichen, doch sind sie oft schwer zugänglich oder verständlich", fasst Heidi vom Jugendinformationszentrum Magdeburg das Ergebnis einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen vom vergangenen Europäischen Tag der Jugendinformation zusammen.<br />
&nbsp;<br />
Informationen müssten daher vom Stil und vom Inhalt verständlicher, altersgerecht und ansprechend aufbereitet werden, sie müssen nachvollziehbar sein, das Teilen von Informationen in den Netzwerken der Jugendlichen sollte ermöglicht werden.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Die Stimme der Jugend</strong><br />
Auch die beiden Jugenddelegierten Elise Zerrath und Florian Nowack beschäftigen sich mit dem, was junge Menschen interessiert – bei ihrer aktuellen Deutschlandtour hören sie sich Meinungen und Forderungen von Jugendlichen an und werden die Stimme der Jugend sein, wenn sie die deutsche Delegation im Oktober 2013 zur UN-Generalversammlung in New York begleiten. Wir haben ein Kurzinterview über Jugendinformation mit den beiden Jugenddelegierten geführt:<br />
&nbsp;<br />
<strong>Wie viel bringt ein Aktionstag wie der Europäische Tag der Jugendinformation wirklich?</strong><br />
Ein Aktionstag ist grundsätzlich ein guter Weg, um Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Anliegen zu schaffen. So ein Aktionstag kann hohe Wellen schlagen und viele Menschen erreichen – also, ein tolles Mittel, um das öffentliche Bewusstsein zu schärfen.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Finden junge Menschen mit Handicap beim Europäischen Tag der Jugendinformation Berücksichtigung?</strong><br />
Wir hoffen, dass junge Menschen mit Behinderungen beim Europäischen Tag der Jugendinformation Berücksichtigung finden und sie an diesem Tag verstärkt in das Blickfeld rücken. Es muss sichergestellt werden, dass Informationen nicht nur jugendgerecht, sondern auch barrierefrei und zugänglich für alle Teile unserer Gesellschaft sind.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Habt Ihr das Gefühl, dass die Belange junger Menschen mit Handicap insgesamt auf politischer Ebene genügend berücksichtigt werden?</strong><br />
Die Belange junger Menschen mit Behinderungen spielen zunehmend eine wichtigere Rolle, auch dank der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die 2009 von Deutschland ratifiziert worden ist. Das Thema Inklusion ist auch bei unserer Deutschlandtour ein wichtiges Thema und wir würden uns auch gern direkt mit Behindertenverbänden zu diesem Thema austauschen.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Was sind eurer Meinung nach Erfolgsfaktoren bei der Ansprache von Jugendlichen, wie geht ihr auf junge Menschen zu?</strong><br />
Die Ansprache von Jugendlichen führt zum Erfolg, wenn die politischen Inhalte jugendgerecht aufbereitet sind und auch über jugendgerechte Kanäle verbreitet werden wie Internet, Fernsehen, Radio oder Jugendmagazine. Der größte Erfolgsfaktor ist dabei, dass Jugendliche feststellen: Ich habe eine Gestaltungsmacht. Ich kann unsere Gesellschaft mitgestalten, es liegt an mir in welcher Welt wir leben.<br />
&nbsp;<br />
Wenn diese Erkenntnis kommt, dann ist der wichtigste Schritt zur Partizipation gegangen. Wir versuchen deshalb auf unserer Deutschlandtour von April bis August junge Menschen in Schulen, Jugendgruppen und Jugendzentren zu motivieren sich ihre wichtige Rolle in unserer Gesellschaft bewusst zu machen. Sie können was verändern, ist dabei unsere Botschaft.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Jugendlichen wird immer wieder Politikverdrossenheit vorgeworfen – inwieweit liegt das an der Kommunikation von politischen Inhalten?</strong><br />
Nur wer über die Situation in der Gesellschaft Bescheid weiß, wird sich einbringen. Jugendgerechte Kommunikation von politischen Inhalten ist also Voraussetzung für politische Teilhabe.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Linktipps:</strong><br />
Jugendinformationsportal für die deutschsprachigen Länder:<br />
<a href="http://www.jugendinfo.be/">www.jugendinfo.be</a><br />
&nbsp;<br />
European Youth Information and Counselling Agency (ERYICA):<br />
<a href="http://www.eryica.org">www.eryica.org</a><br />
&nbsp;<br />
Webseite der Jugenddelegierten:<br />
<a href="http://www.jugenddelegierte.de/">www.jugenddelegierte.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=841</link>			<author>Sonja</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=841</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=841</guid>			<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>14.04.2013: Surftipps am Sonntag</title>
			<description>Ausgezeichnete Reiseberichte aus aller Welt; Loddar hält einen Brokkoli; erfolgreiches Nerven und eine Reise durch Illusionen.

Ach, das mit dem Frühling wird nichts! Dabei ist das meine Allerlieblingsjahreszeit! Langsam überlege ich, doch noch schnell in die Sonne zu fahren. Sechs Monate Winter sind einfach kein Spaß. Ausgezeichnete Reiseberichte aus aller Welt findet man übrigens hier. 

Unser Exfußballweltstar Loddar Matthäus ist auch schon weit rumgekommen! Es hat gedauert, doch jetzt hat er auch eine eigene facebook-Seite. Irrsinnigste Abwandlungen seines ersten dort geposteten Fotos werden bereits auf einer eigens dafür eingerichtete tumblr-Seite präsentiert. 

Vor einigen Jahren hat sich auch der kleine Fisch Nemo auf die große Reise gemacht. Der amerikanische Comedystar Ellen ist ein großer Fan des Films, sicher liegt es auch daran, dass sie die Synchronstimme von Nemos Freundin Dory im Original ist. Seit Jahren bettelte sie penetrant in ihrer Show um eine Fortsetzung. Das hat sich nun endlich auch gelohnt!

Und nun zum Schluss noch eine Reise durch die Geschichte der Illusionen. 

So, jetzt pack ich meinen Koffer und mach mich auf Richtung Sonne! 
Bis zur nächsten Woche!

Foto: Michaela Schöllhorn/pixelio.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Ausgezeichnete Reiseberichte aus aller Welt; Loddar hält einen Brokkoli; erfolgreiches Nerven und eine Reise durch Illusionen.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/blacksheep4.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Surftipps am Sonntag" border="0" /></p><p>Ach, das mit dem Frühling wird nichts! Dabei ist das meine Allerlieblingsjahreszeit! Langsam überlege ich, doch noch schnell in die Sonne zu fahren. Sechs Monate Winter sind einfach kein Spaß. Ausgezeichnete Reiseberichte aus aller Welt findet man übrigens <a href="http://www.reisedepeschen.de/">hier</a>.<br />
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Unser Exfußballweltstar Loddar Matthäus ist auch schon weit rumgekommen! Es hat gedauert, doch jetzt hat er auch eine eigene <span xml:lang="en" lang="en">facebook</span>-Seite. Irrsinnigste Abwandlungen seines ersten dort geposteten Fotos werden bereits auf einer eigens dafür eingerichtete <a href="http://loddarholdingthings.tumblr.com/">tumblr-Seite</a> präsentiert.<br />
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Vor einigen Jahren hat sich auch der kleine Fisch Nemo auf die große Reise gemacht. Der amerikanische Comedystar Ellen ist ein großer Fan des Films, sicher liegt es auch daran, dass sie die Synchronstimme von Nemos Freundin Dory im Original ist. Seit Jahren bettelte sie penetrant in ihrer Show um eine Fortsetzung. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_JJmDavBXrw&amp;feature=player_embedded">Das</a> hat sich nun endlich auch gelohnt!<br />
&nbsp;<br />
Und nun zum Schluss noch eine Reise durch die <a href="http://vimeo.com/channels/staffpicks/63609012">Geschichte der Illusionen</a>.<br />
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So, jetzt pack ich meinen Koffer und mach mich auf Richtung Sonne!<br />
Bis zur nächsten Woche!<br />
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Foto: <a href="http://www.pixelio.de/media/637426">Michaela Schöllhorn/pixelio.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=838</link>			<author>Anika</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=838</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=838</guid>			<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>11.04.2013: Endlich selber Autofahren!</title>
			<description>Der Führerschein bedeutet ein Stück Freiheit, selbst zu entscheiden wann es wohin geht. Für Menschen mit Behinderung kommen zum üblichen Fahrschulprozedere vorher noch ein paar weitere notwendige Handlungen hinzu.

Text: Karoline Gollmer, Fotos: Hartmut910/pixelio.de

Der eigene Führerschein stellt auch eine gewisse Selbstverständlichkeit dar, immerhin gibt es viele Jobs, in denen der Besitz des Führerscheins Klasse B vorausgesetzt wird. Für Menschen mit Behinderung kommen, sofern es keine medizinischen Bedenken gibt, zu dem üblichen Fahrschulprozedere (Anmelden, Sehtest, Erste Hilfe-Kurs, Theorie, Praxis und Prüfung) noch ein paar weitere Schritte dazu. Welche das sind, erklären wir euch hier.

Führerschein und Behinderung? Geht das überhaupt?
Prinzipiell hat jeder das Recht ein Fahrzeug zu führen, sofern er bestimmte körperliche und geistige Voraussetzungen erfüllt. Diese müssen im Zweifelsfall durch diverse Untersuchungen für die Behörde, die den Führerschein ausstellt, nachgewiesen werden. Daher sollte zuerst einmal der Hausarzt, bzw. der behandelnde Facharzt befragt werden, ob es generelle Bedenken gibt. 

Danach gilt es eine Fahrschule zu finden, die Erfahrungen mit behinderten Fahrschülern, bestenfalls sogar mit der jeweiligen Beeinträchtigung hat – denn bei dieser Fahrschule ist es am wahrscheinlichsten, dass verständnisvolle, entsprechend geschulte Lehrer und Autos mit eventuell nötigen Hilfsvorrichtungen oder Umbauten vorhanden sind. Umbauten können zum Beispiel eine Pedalverlängerung bei Kleinwüchsigkeit oder die Verlagerung von Gas und Bremse ans Lenkrad, beispielsweise bei Querschnittslähmung, sein. Eine Liste solcher Fahrschulen gibt es unter anderem bei der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände BVF.

Bescheinigung über die Verkehrssicherheit
Die Fahrschule sollte auch beim Behördengang weiterhelfen können, der steht nämlich an, bevor man überhaupt mit der eigentlichen Ausbildung anfangen darf. Die Behörde teilt dann mit, ob und welche Gutachten benötigt werden, um eine Bescheinigung über die Verkehrssicherheit zu bekommen. Die Gutachten können zum Beispiel von einer fachärztlichen Untersuchung, einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) oder auch einer Fahrprobe beim Technischen Überwachungsverein (TÜV) sein. Dabei wird festgestellt, inwiefern sich die Behinderung auf Wahrnehmung, Reaktionsvermögen und Bewegungsfähigkeit auswirkt und ob für das Autofahren Umbauten nötig sind. 

Hat man die Bescheinigung erhalten, wird das übliche Fahrschulprozedere durchlaufen. Bei bestandener Fahrprüfung werden im Führerschein noch die gemachten Auflagen, zum Beispiel das Fahren mit Sehhilfe, und Beschränkungen, etwa dass nur in Autos mit Umbauten gefahren werden darf, eingetragen.

Nichts verschweigen!
Einen ausführlichen Ratgeber gibt es auf Fahrschule-1-2-3.de. Auch der TÜV in der Region sollte bei vielen Fragen weiterhelfen können. Auf keinen Fall sollte die Behinderung verschwiegen werden, denn im Falle eines Unfalls stellt sich immer die Frage, wer schuld war. Und nachträglich ist es dann nur schwer nachzuweisen, dass man in der Lage war, trotz Behinderung sicher zu fahren.

Links:
Eine Liste speziell ausgerüsteter Fahrschulen bei der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände BVF: www.fahrlehrerverbaende.de, oder beim nächsten Reha-Zentrum. 

Einen ausführlichen Ratgeber findet sich hier: www.fahrschule-123.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Der Führerschein bedeutet ein Stück Freiheit, selbst zu entscheiden wann es wohin geht. Für Menschen mit Behinderung kommen zum üblichen Fahrschulprozedere vorher noch ein paar weitere notwendige Handlungen hinzu.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/fuehrerschein_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Blick aus einem fahrenden Auto nach vorne" border="0" /></p><p><em>Text: Karoline Gollmer, Fotos: Hartmut910/pixelio.de</em><br />
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Der eigene Führerschein stellt auch eine gewisse Selbstverständlichkeit dar, immerhin gibt es viele Jobs, in denen der Besitz des Führerscheins Klasse B vorausgesetzt wird. Für Menschen mit Behinderung kommen, sofern es keine medizinischen Bedenken gibt, zu dem üblichen Fahrschulprozedere (Anmelden, Sehtest, Erste Hilfe-Kurs, Theorie, Praxis und Prüfung) noch ein paar weitere Schritte dazu. Welche das sind, erklären wir euch hier.<br />
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<strong>Führerschein und Behinderung? Geht das überhaupt?</strong><br />
Prinzipiell hat jeder das Recht ein Fahrzeug zu führen, sofern er bestimmte körperliche und geistige Voraussetzungen erfüllt. Diese müssen im Zweifelsfall durch diverse Untersuchungen für die Behörde, die den Führerschein ausstellt, nachgewiesen werden. Daher sollte zuerst einmal der Hausarzt, bzw. der behandelnde Facharzt befragt werden, ob es generelle Bedenken gibt.<br />
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Danach gilt es eine Fahrschule zu finden, die Erfahrungen mit behinderten Fahrschülern, bestenfalls sogar mit der jeweiligen Beeinträchtigung hat – denn bei dieser Fahrschule ist es am wahrscheinlichsten, dass verständnisvolle, entsprechend geschulte Lehrer und Autos mit eventuell nötigen Hilfsvorrichtungen oder Umbauten vorhanden sind. Umbauten können zum Beispiel eine Pedalverlängerung bei Kleinwüchsigkeit oder die Verlagerung von Gas und Bremse ans Lenkrad, beispielsweise bei Querschnittslähmung, sein. Eine Liste solcher Fahrschulen gibt es unter anderem bei der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände BVF.<br />
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<strong>Bescheinigung über die Verkehrssicherheit</strong><br />
Die Fahrschule sollte auch beim Behördengang weiterhelfen können, der steht nämlich an, bevor man überhaupt mit der eigentlichen Ausbildung anfangen darf. Die Behörde teilt dann mit, ob und welche Gutachten benötigt werden, um eine Bescheinigung über die Verkehrssicherheit zu bekommen. Die Gutachten können zum Beispiel von einer fachärztlichen Untersuchung, einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) oder auch einer Fahrprobe beim Technischen Überwachungsverein (TÜV) sein. Dabei wird festgestellt, inwiefern sich die Behinderung auf Wahrnehmung, Reaktionsvermögen und Bewegungsfähigkeit auswirkt und ob für das Autofahren Umbauten nötig sind.<br />
&nbsp;<br />
Hat man die Bescheinigung erhalten, wird das übliche Fahrschulprozedere durchlaufen. Bei bestandener Fahrprüfung werden im Führerschein noch die gemachten Auflagen, zum Beispiel das Fahren mit Sehhilfe, und Beschränkungen, etwa dass nur in Autos mit Umbauten gefahren werden darf, eingetragen.<br />
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<strong>Nichts verschweigen!</strong><br />
Einen ausführlichen Ratgeber gibt es auf <a href="http://www.fahrschule-123.de/behindertenfuehrerschein/">Fahrschule-1-2-3.de</a>. Auch der TÜV in der Region sollte bei vielen Fragen weiterhelfen können. Auf keinen Fall sollte die Behinderung verschwiegen werden, denn im Falle eines Unfalls stellt sich immer die Frage, wer schuld war. Und nachträglich ist es dann nur schwer nachzuweisen, dass man in der Lage war, trotz Behinderung sicher zu fahren.<br />
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<strong>Links:</strong><br />
Eine Liste speziell ausgerüsteter Fahrschulen bei der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände BVF: <a href="http://www.fahrlehrerverbaende.de/sixcms/media.php/2448/Behindertenausbildung.pdf">www.fahrlehrerverbaende.de</a>, oder beim nächsten Reha-Zentrum.<br />
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Einen ausführlichen Ratgeber findet sich hier: <a href="http://www.fahrschule-123.de/behindertenfuehrerschein/">www.fahrschule-123.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=839</link>			<author>gast</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=839</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=839</guid>			<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>09.04.2013: respect Podcast #103: Nie mehr Sitzenbleiben?</title>
			<description>Die rot-grüne Koalition in Niedersachsen will das Sitzenbleiben in der Schule abschaffen. Dagegen gibt es gute Argumente, hier im aktuellen Podcast.

Text: Felix Scheidl, Foto: Manfred Jahreis/pixelio.de

Das Sitzenbleiben in der Schule abschaffen will die rot-grüne Koalition in Niedersachsen. Sie schreiben in ihrem Koalitionsvertrag als Ziel fest: &amp;quot;Sitzenbleiben und Abschulung durch individuelle Förderung überflüssig (zu) machen&amp;quot;. Doch es gibt auch gute Argumente das sitzenbleiben nicht abzuschaffen. Denn ist eine Prüfung oder eine Klasse einmal geschafft, kann man darauf auch mächtig stolz sein. Mehr dazu gibt es im Podcast.

Mit Material von Youtube. Musik: Freeplaymusic.com</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Die rot-grüne Koalition in Niedersachsen will das Sitzenbleiben in der Schule abschaffen. Dagegen gibt es gute Argumente, hier im aktuellen Podcast.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/podcast103_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Schulklassenraum ohne Sch&uuml;ler" border="0" /></p><p><em>Text: Felix Scheidl, Foto: Manfred Jahreis/pixelio.de</em><br />
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Das Sitzenbleiben in der Schule abschaffen will die rot-grüne Koalition in Niedersachsen. Sie schreiben in ihrem Koalitionsvertrag als Ziel fest: &quot;Sitzenbleiben und Abschulung durch individuelle Förderung überflüssig (zu) machen&quot;. Doch es gibt auch gute Argumente das sitzenbleiben nicht abzuschaffen. Denn ist eine Prüfung oder eine Klasse einmal geschafft, kann man darauf auch mächtig stolz sein. Mehr dazu gibt es im Podcast.<br />
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<em>Mit Material von Youtube. Musik: Freeplaymusic.com</em></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=837</link>			<author>Felix</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=837</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=837</guid>			<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>			<itunes:author>Felix</itunes:author>									<enclosure url="http://www.respect.de/projektblog/podcast/sitz.mp3" length="2896495" type="audio/mpeg"/>			<itunes:duration>3:01</itunes:duration>		</item>
				<item>
			<title>07.04.2013: Surftipps am Sonntag</title>
			<description>Ein Seelöwe mit Beat; Betteln deluxe; Babymusik und jede Menge Spaß

Immer noch Winter! Das Wetter scheint aus dem Rhythmus gekommen. Wir haben alle die Nase voll davon und ich habe auf Facebook schon diverse Bilder entdeckt, auf denen Schneemänner erdolcht und der Frühling beschworen wird. 

Da kommt ein sonniger Gruß aus Kalifornien gerade recht. Hier haben sogar Seelöwen Rhythmus im Blut.

Wenn der lustige Teil der US-Amerikaner nicht gerade Seelöwen zum Tanzen bringt, überlegt er sich großartige Scherze – so dünkt es mir zumindest. Der Trend in Bahnen und Bussen zu betteln, der auch in deutschen Großstädten zu beobachten ist, hat in anderen Teilen der Welt bereits absurde Züge angenommen. Eine Gruppe von Schauspielern trieb diese Art des Geldeintreibens auf die Spitze und bot den Passagieren einer US-Untergrundbahn ein köstliches Schauspiel. 

Ich habe bisher nur Babys erlebt, die umso lauter lachen desto heftiger das Geräusch ist, das sie selbst verursacht haben. So sollte es viel öfter klingen! 

Und wer jetzt immer noch was zu Lachen braucht, der guckt bei gag9 vorbei. 

Foto: Harald Wanetschka  / pixelio.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Ein Seelöwe mit Beat; Betteln deluxe; Babymusik und jede Menge Spaß</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/schlumpf4.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Surftipps am Sonntag" border="0" /></p><p>Immer noch Winter! Das Wetter scheint aus dem Rhythmus gekommen. Wir haben alle die Nase voll davon und ich habe auf <span xml:lang="en" lang="en">Facebook</span> schon diverse Bilder entdeckt, auf denen Schneemänner erdolcht und der Frühling beschworen wird.<br />
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Da kommt ein sonniger Gruß aus Kalifornien gerade recht. Hier haben sogar <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6yS6qU_w3JQ&amp;feature=player_embedd">Seelöwen</a> Rhythmus im Blut.<br />
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Wenn der lustige Teil der US-Amerikaner nicht gerade Seelöwen zum Tanzen bringt, überlegt er sich großartige Scherze – so dünkt es mir zumindest. Der Trend in Bahnen und Bussen zu betteln, der auch in deutschen Großstädten zu beobachten ist, hat in anderen Teilen der Welt bereits absurde Züge angenommen. Eine Gruppe von Schauspielern trieb diese Art des Geldeintreibens auf die Spitze und bot den Passagieren einer US-Untergrundbahn ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=47e3vjA_4uc&amp;feature=player_embedded#!">köstliches Schauspiel</a>.<br />
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Ich habe bisher nur Babys erlebt, die umso lauter lachen desto heftiger das Geräusch ist, das sie selbst verursacht haben. <a href="https://vimeo.com/59579729">So</a> sollte es viel öfter klingen!<br />
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Und wer jetzt immer noch was zu Lachen braucht, der guckt bei <a href="http://9gag.com/">gag9</a> vorbei.<br />
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Foto: <a href="http://www.pixelio.de/media/371324">Harald Wanetschka  / pixelio.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=836</link>			<author>Anika</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=836</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=836</guid>			<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>05.04.2013: Marseille: Einwanderermetropole am Meer</title>
			<description>In Marseille, der Europäischen Kulturhauptstadt 2013, mischen sich seit jeher die Kulturen. Doch mit dem Einzug der Hochkultur wächst die soziale Kluft.

Text und Bilder: Julia und Sonja

Marseille ist schon immer der Hafen der Exilanten gewesen. &amp;quot;Woher man auch kommt, in Marseille ist man zu Hause", schrieb der bekannte Krimi-Autor Jean-Claude Izzo aus Marseille, Sohn einer Halbspanierin und eines italienischen Einwanderers. "Auf den Straßen begegnet man vertrauten Gesichtern, vertrauten Gerüchen. Marseille ist einem vertraut. Vom ersten Augenblick an." 

Seitdem die Stadt am Mittelmeer 600 vor Christus von griechischen Seefahrern gegründet wurde, strömten Einwanderer aus der ganzen Welt in Schüben nach Marseille: Armenier, Spanier, Italiener, Portugiesen, französische Rückkehrer und Arbeitsmigranten aus den in die Unabhängigkeit entlassenen französischen Kolonien Marokko, Algerien, Tunesien, Senegal oder von den Komoren, auch Vietnamesen, Chinesen, in jüngster Zeit viele Osteuropäer kamen nach Marseille. 

Mit 850.000 Einwohnern ist Marseille heute die zweitgrößte Stadt Frankreichs, doch in der Vergangenheit verschwand die Arbeiterstadt immer hinter dem eleganten Paris. Marseille fand sich nur mit Drogenhandel, Kriminalität, Schmuggel und Arbeitslosigkeit in den Schlagzeilen wieder, war eher für die Mischung der Kulturen bekannt als für Hochkultur, Kunst, Museen. Das soll sich ändern: Als Europäische Kulturhauptstadt 2013 möchte Marseille sich als multikulturelle Metropole am Meer präsentieren, das Image von der Schmuddelstadt geraderücken.

An den Rand gedrängt
Der natürliche Kitt für die Einwohner Marseilles war Jahrhunderte lang vor allem das geografische Nebeneinander, der Zuzug von Einwanderern in die Viertel nahe am Hafen, mitten in die Innenstadt, wie Noailles, Belsunce oder das Panierviertel.
Doch der soziale Frieden bröckelt in Marseille – gerade weil die Stadt im Aufschwung ist, sich seit einigen Jahren neu erfindet, auch um sich 2013 als Europäische Kulturhauptstadt in bestem Licht zu zeigen. Seit Mitte der 90er Jahre verändert eine ehrgeizige Wirtschafts- und Städtebaupolitik das einst verwahrloste Stadtbild. Marseille ist eine Dauerbaustelle, treibt den Umbau zur modernen und touristisch attraktiven Mittelmeermetropole voran.

Das neue Gesicht Marseilles zieht Investoren an, die in der Innenstadt ganze verfallene Straßenzüge aufgekauft und in Luxusapartments, Geschäfts- und Büroräume verwandelt haben. In Straßen wie der Canebière, die zum Hafen führt – einst Prachtboulevard voller Gründerzeitbauten, später Drogenumschlagsplatz und Straßenstrich – oder der sanierten Rue de la République wechselten die Bewohner. Die früheren Mieter, die die steigenden Immobilienpreise nicht zahlen können, wurden von Hausbesitzern gewaltsam zum Auszug gezwungen.

Auch im Panierviertel, dem alten Stadtkern von Marseille, einem malerischen Labyrinth aus schmalen Gassen, finden sich immer mehr Galerien und Boutiquen zwischen den dicht gedrängten Häuschen, in denen früher Hafenarbeiter und Einwanderer lebten.
Die Zukunft vieler Einwohner von Marseille, die nicht am Aufschwung beteiligt sind, liegt am anderen Ende der Stadt. In den Siedlungen im ärmlichen Norden von Marseille ragen graue Kastenhäuser in den Himmel, von den Fenstergittern und Brüstungen flattert Wäsche, die Fenster sind mit vergilbten Vorhängen bedeckt. 

Der Sozialarbeiter Jérôme Leyssard arbeitet in der trostlosen Cité Kallisté, in seinem Büro in einem Jugendzentrum hängen bunte Kinderzeichnungen an der Wand, nebenan in der Turnhalle tanzen Jugendliche in Jogginganzügen zu Hip-Hop-Musik.

Das Ende der Illusion 
Vor allem Einwanderer von den Komoren leben in der Cité Kallisté, zusammengepfercht in Wohnungen, in denen die Heizungen oft nicht funktionieren, weil niemand die Stromrechnung bezahlen kann. Manchmal fehlen sogar die Fensterscheiben. Sie warten auf Jobs, auf Papiere, auf eine Chance, die für viele nie kommen wird.

In Cité Kallisté erscheint das harmonische, multikulturelle Marseille als eine Illusion. Von den Planungen und dem Budget zum Kulturhauptstadtjahr 2013 kommt hier nichts an, weil an der nächsten Straßenecke ein ausgebranntes Auto-Wrack steht, und kein Tourist vorbeikommt, um Betonbauten zu erkunden.

Wieso die Menschen hier nicht ausgerastet sind, bei den Unruhen in Frankreich 2005, als in vielen Vorstädten Autos brannten? Sozialarbeiter Leyssard spricht von der beruhigenden Wirkung von Sonne und Strand, er meint, dass es im Sommer immer weniger Spannungen zwischen den Einwanderercommunitys gebe. Doch er kennt auch eine unromantische Erklärung: "Manche sagen, dass die Leute hier nicht wollten, dass die Polizei kommt und sind deswegen ruhiggeblieben – weil es hier eine riesige Parallelökonomie gibt."

Die Siedlungen im Norden sind Umschlagplätze für den Drogenhandel und andere kriminelle Geschäfte, Jugendbanden kontrollieren Reviere, bekämpfen und beschießen sich, immer wieder gibt es Tote. Etwa 50.000 Euro setzen die Banden jeden Tag mit Drogenhandel um, schätzt die Polizei von Marseille. Auch korrupte Cops verdienen an dem Geschäft: Es kommt vor, dass Polizisten den Dealern Drogen abnehmen und sie selbst verkaufen.

Perspektiven? Zwei 17-Jährige, die mit einem Fußball unter dem Arm auf einem verrosteten Spielplatz stehen, zucken nur mit den Schultern: "Wir wissen nicht, wie wir Arbeit bekommen sollen." Jérôme Leyssard sagt, dass er versucht, den Jugendlichen Freizeit- und Bildungsangebote zu machen, da Alternativen fehlen. Aber Budgets für Projekte einzuwerben, sei schwer. Viele Einrichtungen gäben zwar ein bisschen dazu, doch es reiche nicht. "Das größte Problem ist, dass die Jugendlichen oft einfach nicht zur Schule gehen", findet Jérôme Leyssard. "Sie hängen herum und driften in illegale Aktivitäten ab." Die Nordbezirke seien zu lange sich selbst überlassen worden – und die Kluft zwischen ihren Bewohnern und dem Rest der Stadt ist groß.

Wo der Hass wächst
"Manchmal brennen Jugendliche irgendetwas ab, nur damit die Feuerwehr und die Polizei kommen, und dann fangen sie an, die Polizei anzugreifen", erzählt Leyssard. Bei einem Projekt, das er organisiert hat, konnten Jugendliche Feuerwehrmänner bei der Arbeit begleiten – Aggressionsabbau durch Annäherung. Im Stadtzentrum von Marseille sind die Bewohner der Nordviertel selten. Nur ein Bus, der bei Stau eine Stunde braucht, fährt dorthin. Die Metrolinie und auch die Stationen für Leihfahrräder, mit denen Einheimische und Touristen die Stadt erkunden können, enden genau an der Grenze zu den Vierteln im Norden. "Resignation und Wut sind hier groß", sagt Leyssard.

Die Wut richtet sich auch gegen die Ärmsten der Armen: "Die Einwanderer von gestern sind die Rassisten von heute", sagt der Fotograf Patrick Gherdoussi, der sich in seiner Arbeit oft mit sozialen Problemen in Marseille auseinandersetzt. Gerade Roma und Sinti sind in letzter Zeit zur Zielscheibe geworden, einmal zündeten Bewohner der Nordviertel ein Roma-Camp an. "Zum Glück wurde niemand verletzt", sagt Gherdoussi. "Aber es zeigt den Konflikt zwischen den neuen und den alten Zuwanderern."

Ob Marseille sich als Kulturhauptstadt 2013 positiv wandeln kann? Gherdoussi ist skeptisch. Er glaubt, dass es kreativen Freiraum geben wird, aber einige wenige große Kulturprojekte davon profitieren und das Ganze vor allem "eine große, politische Marketingkampagne" ist. Viele kleine Subkulturprojekte mussten in den vergangenen Monaten schließen. Die Finanzkrise hat auch Marseille erreicht. In einer Hinsicht sei dies ironischerweise aber positiv, meint Gherdoussi. Die Krise hat die Verdrängung von ärmeren Menschen aus dem Zentrum erst einmal abgebremst – denn die Nachfrage nach den neu renovierten, teuren Wohnungen hat etwas nachgelassen.

Weiterführende Links:
Offizielle Seite Kulturhauptstadt Marseille 2013: www.mp2013.fr

Soziale Integration in den Favelas von Rio - Favela auf dem Laufsteg
Migranten in Berlin - Die Helden aus Neukölln</description>
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				<p>In Marseille, der Europäischen Kulturhauptstadt 2013, mischen sich seit jeher die Kulturen. Doch mit dem Einzug der Hochkultur wächst die soziale Kluft.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/marseille_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Eine der traurigeren Ecken von Marseille" border="0" /></p><p><em>Text und Bilder: Julia und Sonja</em><br />
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Marseille ist schon immer der Hafen der Exilanten gewesen. &quot;Woher man auch kommt, in Marseille ist man zu Hause", schrieb der bekannte Krimi-Autor Jean-Claude Izzo aus Marseille, Sohn einer Halbspanierin und eines italienischen Einwanderers. "Auf den Straßen begegnet man vertrauten Gesichtern, vertrauten Gerüchen. Marseille ist einem vertraut. Vom ersten Augenblick an."<br />
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Seitdem die Stadt am Mittelmeer 600 vor Christus von griechischen Seefahrern gegründet wurde, strömten Einwanderer aus der ganzen Welt in Schüben nach Marseille: Armenier, Spanier, Italiener, Portugiesen, französische Rückkehrer und Arbeitsmigranten aus den in die Unabhängigkeit entlassenen französischen Kolonien Marokko, Algerien, Tunesien, Senegal oder von den Komoren, auch Vietnamesen, Chinesen, in jüngster Zeit viele Osteuropäer kamen nach Marseille.<br />
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Mit 850.000 Einwohnern ist Marseille heute die zweitgrößte Stadt Frankreichs, doch in der Vergangenheit verschwand die Arbeiterstadt immer hinter dem eleganten Paris. Marseille fand sich nur mit Drogenhandel, Kriminalität, Schmuggel und Arbeitslosigkeit in den Schlagzeilen wieder, war eher für die Mischung der Kulturen bekannt als für Hochkultur, Kunst, Museen. Das soll sich ändern: Als Europäische Kulturhauptstadt 2013 möchte Marseille sich als multikulturelle Metropole am Meer präsentieren, das Image von der Schmuddelstadt geraderücken.<br />
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<strong>An den Rand gedrängt</strong><br />
Der natürliche Kitt für die Einwohner Marseilles war Jahrhunderte lang vor allem das geografische Nebeneinander, der Zuzug von Einwanderern in die Viertel nahe am Hafen, mitten in die Innenstadt, wie Noailles, Belsunce oder das Panierviertel.<br />
Doch der soziale Frieden bröckelt in Marseille – gerade weil die Stadt im Aufschwung ist, sich seit einigen Jahren neu erfindet, auch um sich 2013 als Europäische Kulturhauptstadt in bestem Licht zu zeigen. Seit Mitte der 90er Jahre verändert eine ehrgeizige Wirtschafts- und Städtebaupolitik das einst verwahrloste Stadtbild. Marseille ist eine Dauerbaustelle, treibt den Umbau zur modernen und touristisch attraktiven Mittelmeermetropole voran.<br />
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Das neue Gesicht Marseilles zieht Investoren an, die in der Innenstadt ganze verfallene Straßenzüge aufgekauft und in Luxusapartments, Geschäfts- und Büroräume verwandelt haben. In Straßen wie der Canebière, die zum Hafen führt – einst Prachtboulevard voller Gründerzeitbauten, später Drogenumschlagsplatz und Straßenstrich – oder der sanierten Rue de la République wechselten die Bewohner. Die früheren Mieter, die die steigenden Immobilienpreise nicht zahlen können, wurden von Hausbesitzern gewaltsam zum Auszug gezwungen.<br />
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Auch im Panierviertel, dem alten Stadtkern von Marseille, einem malerischen Labyrinth aus schmalen Gassen, finden sich immer mehr Galerien und Boutiquen zwischen den dicht gedrängten Häuschen, in denen früher Hafenarbeiter und Einwanderer lebten.<br />
Die Zukunft vieler Einwohner von Marseille, die nicht am Aufschwung beteiligt sind, liegt am anderen Ende der Stadt. In den Siedlungen im ärmlichen Norden von Marseille ragen graue Kastenhäuser in den Himmel, von den Fenstergittern und Brüstungen flattert Wäsche, die Fenster sind mit vergilbten Vorhängen bedeckt.<br />
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Der Sozialarbeiter Jérôme Leyssard arbeitet in der trostlosen Cité Kallisté, in seinem Büro in einem Jugendzentrum hängen bunte Kinderzeichnungen an der Wand, nebenan in der Turnhalle tanzen Jugendliche in Jogginganzügen zu Hip-Hop-Musik.<br />
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<strong>Das Ende der Illusion</strong><br />
Vor allem Einwanderer von den Komoren leben in der Cité Kallisté, zusammengepfercht in Wohnungen, in denen die Heizungen oft nicht funktionieren, weil niemand die Stromrechnung bezahlen kann. Manchmal fehlen sogar die Fensterscheiben. Sie warten auf Jobs, auf Papiere, auf eine Chance, die für viele nie kommen wird.<br />
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In Cité Kallisté erscheint das harmonische, multikulturelle Marseille als eine Illusion. Von den Planungen und dem Budget zum Kulturhauptstadtjahr 2013 kommt hier nichts an, weil an der nächsten Straßenecke ein ausgebranntes Auto-Wrack steht, und kein Tourist vorbeikommt, um Betonbauten zu erkunden.<br />
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Wieso die Menschen hier nicht ausgerastet sind, bei den Unruhen in Frankreich 2005, als in vielen Vorstädten Autos brannten? Sozialarbeiter Leyssard spricht von der beruhigenden Wirkung von Sonne und Strand, er meint, dass es im Sommer immer weniger Spannungen zwischen den Einwanderercommunitys gebe. Doch er kennt auch eine unromantische Erklärung: "Manche sagen, dass die Leute hier nicht wollten, dass die Polizei kommt und sind deswegen ruhiggeblieben – weil es hier eine riesige Parallelökonomie gibt."<br />
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Die Siedlungen im Norden sind Umschlagplätze für den Drogenhandel und andere kriminelle Geschäfte, Jugendbanden kontrollieren Reviere, bekämpfen und beschießen sich, immer wieder gibt es Tote. Etwa 50.000 Euro setzen die Banden jeden Tag mit Drogenhandel um, schätzt die Polizei von Marseille. Auch korrupte Cops verdienen an dem Geschäft: Es kommt vor, dass Polizisten den Dealern Drogen abnehmen und sie selbst verkaufen.<br />
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Perspektiven? Zwei 17-Jährige, die mit einem Fußball unter dem Arm auf einem verrosteten Spielplatz stehen, zucken nur mit den Schultern: "Wir wissen nicht, wie wir Arbeit bekommen sollen." Jérôme Leyssard sagt, dass er versucht, den Jugendlichen Freizeit- und Bildungsangebote zu machen, da Alternativen fehlen. Aber Budgets für Projekte einzuwerben, sei schwer. Viele Einrichtungen gäben zwar ein bisschen dazu, doch es reiche nicht. "Das größte Problem ist, dass die Jugendlichen oft einfach nicht zur Schule gehen", findet Jérôme Leyssard. "Sie hängen herum und driften in illegale Aktivitäten ab." Die Nordbezirke seien zu lange sich selbst überlassen worden – und die Kluft zwischen ihren Bewohnern und dem Rest der Stadt ist groß.<br />
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<strong>Wo der Hass wächst</strong><br />
"Manchmal brennen Jugendliche irgendetwas ab, nur damit die Feuerwehr und die Polizei kommen, und dann fangen sie an, die Polizei anzugreifen", erzählt Leyssard. Bei einem Projekt, das er organisiert hat, konnten Jugendliche Feuerwehrmänner bei der Arbeit begleiten – Aggressionsabbau durch Annäherung. Im Stadtzentrum von Marseille sind die Bewohner der Nordviertel selten. Nur ein Bus, der bei Stau eine Stunde braucht, fährt dorthin. Die Metrolinie und auch die Stationen für Leihfahrräder, mit denen Einheimische und Touristen die Stadt erkunden können, enden genau an der Grenze zu den Vierteln im Norden. "Resignation und Wut sind hier groß", sagt Leyssard.<br />
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Die Wut richtet sich auch gegen die Ärmsten der Armen: "Die Einwanderer von gestern sind die Rassisten von heute", sagt der Fotograf Patrick Gherdoussi, der sich in seiner Arbeit oft mit sozialen Problemen in Marseille auseinandersetzt. Gerade Roma und Sinti sind in letzter Zeit zur Zielscheibe geworden, einmal zündeten Bewohner der Nordviertel ein Roma-Camp an. "Zum Glück wurde niemand verletzt", sagt Gherdoussi. "Aber es zeigt den Konflikt zwischen den neuen und den alten Zuwanderern."<br />
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Ob Marseille sich als Kulturhauptstadt 2013 positiv wandeln kann? Gherdoussi ist skeptisch. Er glaubt, dass es kreativen Freiraum geben wird, aber einige wenige große Kulturprojekte davon profitieren und das Ganze vor allem "eine große, politische Marketingkampagne" ist. Viele kleine Subkulturprojekte mussten in den vergangenen Monaten schließen. Die Finanzkrise hat auch Marseille erreicht. In einer Hinsicht sei dies ironischerweise aber positiv, meint Gherdoussi. Die Krise hat die Verdrängung von ärmeren Menschen aus dem Zentrum erst einmal abgebremst – denn die Nachfrage nach den neu renovierten, teuren Wohnungen hat etwas nachgelassen.<br />
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<strong>Weiterführende Links:</strong><br />
Offizielle Seite Kulturhauptstadt Marseille 2013: <a href="http://www.mp2013.fr/?lang=en">www.mp2013.fr</a><br />
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<a href="http://www.respect.de/projektblog/index.php?cid=3&amp;pn=2">Soziale Integration in den Favelas von Rio</a> - Favela auf dem Laufsteg<br />
<a href="http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=366">Migranten in Berlin</a> - Die Helden aus Neukölln</p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=829</link>			<author>gast</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=829</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=829</guid>			<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
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			<title>03.04.2013: Schlaganfall im Mutterleib</title>
			<description>Max Ackermann ist Botschafter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und somit regelmäßig bei offiziellen Anlässen. Dass er sein linkes Bein nachzieht sorgt für Verwunderung, hilft ihm aber auch bei seiner Arbeit.

Text: Angelika Staub, Foto: Privat

Mal trifft er den Ex-Boxer Axel Schulz, mal schüttelt er dem Grafen von Unheilig die Hand. Schick gekleidet bewegt sich Max Ackermann auf Festbanketts in ganz Deutschland. Im Gehen zieht der 17-Jährige sein linkes Bein hinterher. Sein linker Arm hängt schlaff herunter. Max ist halbseitig gelähmt, denn er hatte im Mutterleib, noch vor seiner Geburt, einen Schlaganfall. 

Als Botschafter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe trifft er Stars und Sternchen. Auch ihnen ist nur selten klar, dass Schlaganfall keine Krankheit ist, die ausschließlich Senioren betrifft. Jährlich erleiden in Deutschland rund 300 Kinder und Jugendliche einen Gehirnschlag, bei dem die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird. "Die Prominenten reagieren erst ein bisschen verwundert, dann aber versuchen sie Betroffenen eine Freude zu bereiten", erzählt der Botschafter. 

Mut machen
Ist Max nicht unterwegs auf bunten Empfängen, sitzt er entweder in der Schule oder zuhause am Telefon, beziehungsweise am Computer. Der 17-Jährige ermutigt junge Anrufer und User aus dem ganzen Land, sich trotz Schlaganfall mit dem Leben anzufreunden. "Es ist nicht einfach, wenn man mit sieben oder zehn Jahren einen Schlaganfall erlitten hat", erzählt Max. "Dann sind die Freunde meistens weg." Umso mehr freut sich der Westfale, wenn er später Rückmeldungen erhält wie "Ich schaffe es wieder ohne Rollstuhl", oder "Mir macht das Leben wieder Spaß". 

Vor Kurzem hat Max eine Selbsthilfegruppe mitgegründet. Sie heißt "The Young Strokers" (engl. &amp;quot;stroke&amp;quot; = Schlaganfall) und trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat in Gütersloh. Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren, die einen Schlaganfall erlitten haben, kommen dort zusammen und besprechen, was sie erlebt haben. Max wird ab Sommer, wenn er volljährig ist, die Gruppe leiten. "Ich unternehme alles, damit es andere Betroffene leichter haben und von Anfang an Unterstützung bekommen." 

Eine Selbsthilfegruppe gründen
Jeder könne eine Selbsthilfegruppe gründen, erzählt Max. Vorausgesetzt mindestens zehn Personen mit gleichem Schicksal finden zusammen, wollen sich regelmäßig untereinander austauschen und gemeinsam Ausflüge unternehmen oder Veranstaltungen organisieren. 

Selbsthilfegruppen empfehlen auch Ärzte und Therapeuten, da die Mitglieder sehen, dass sie nicht alleine mit ihrem Schicksal sind. Sie profitieren von der Gemeinschaft, die zusammen einen großen Erfahrungsschatz vereint. Häufig entstehen aus den regelmäßigen Treffen Impulse für neue Lebensschritte.  

Schon als Kind besuchte Max zusammen mit seinen Eltern eine Selbsthilfegruppe. Dort sah er, dass auch andere Kinder halbseitig gelähmt sind und in der Schule gemobbt werden. Inzwischen lässt sich Max nicht mehr hänseln. Er besucht die elfte Klasse eines Gymnasiums in der Stadt Schloss Holte-Stukenbrock. Nächstes Jahr will er Abitur machen. Ein ehrgeiziges Ziel, zumal ihn frühere Lehrer einst auf die Förderschule schicken wollten. Max geht seinen Weg, er ist ein Kämpfer. 

Autofahren mit dem Commander
Vor wenigen Monaten hat der 17-Jährige den Führerschein Klasse B gemacht. Da er nur einhändig fahren kann, unterstützt ihn ein "Commander", der auf dem Lenkrad wie ein Joystick sitzt. Per Knopfdruck kann Max blinken, Scheibenwischer bedienen sowie das Licht ein- und ausschalten. Nun fährt der Teenager immer mit dem Auto zur Physio- und Ergotherapie, wo er regelmäßig feinmotorische Bewegungen trainiert. Zusätzlich besucht Max das Fitnessstudio seines Vaters, einem ehemaligen Bodybuilder. 

Fitnessgeräte für Menschen mit Behinderung
Neben dem Training entwickeln sie zusammen Fitnessgeräte für Menschen mit Behinderung. In der Freizeit mit Freunden bis ins Koma saufen, oder eine Schachtel Zigaretten rauchen kommt für den 17-Jährigen nicht in Frage. Erhöht ist sein persönliches Risiko, durch Alkohol, Nikotin oder Drogen erneut einen Schlaganfall zu erleiden. Das stört ihn und auch seine Freunde nicht. Selbstbewusst schaut Max in die Zukunft. 

Weitere Infos im Internet:

Die Selbsthilfegruppe von Max
de-de.facebook.com/TheYoungStrokers

Die Kinderbotschafter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe
www.schlaganfall-hilfe.de/kinder-botschafter

Selbsthilfegruppe für Schlaganfallkinder
www.schlaganfall-kinder.de</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Max Ackermann ist Botschafter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und somit regelmäßig bei offiziellen Anlässen. Dass er sein linkes Bein nachzieht sorgt für Verwunderung, hilft ihm aber auch bei seiner Arbeit.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/max_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Max sitzt auf einem wei&szlig;en Sofa und l&auml;chelt" border="0" /></p><p><em>Text: Angelika Staub, Foto: Privat</em><br />
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Mal trifft er den Ex-Boxer Axel Schulz, mal schüttelt er dem Grafen von Unheilig die Hand. Schick gekleidet bewegt sich Max Ackermann auf Festbanketts in ganz Deutschland. Im Gehen zieht der 17-Jährige sein linkes Bein hinterher. Sein linker Arm hängt schlaff herunter. Max ist halbseitig gelähmt, denn er hatte im Mutterleib, noch vor seiner Geburt, einen Schlaganfall.<br />
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Als Botschafter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe trifft er Stars und Sternchen. Auch ihnen ist nur selten klar, dass Schlaganfall keine Krankheit ist, die ausschließlich Senioren betrifft. Jährlich erleiden in Deutschland rund 300 Kinder und Jugendliche einen Gehirnschlag, bei dem die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird. "Die Prominenten reagieren erst ein bisschen verwundert, dann aber versuchen sie Betroffenen eine Freude zu bereiten", erzählt der Botschafter.<br />
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<strong>Mut machen</strong><br />
Ist Max nicht unterwegs auf bunten Empfängen, sitzt er entweder in der Schule oder zuhause am Telefon, beziehungsweise am Computer. Der 17-Jährige ermutigt junge Anrufer und User aus dem ganzen Land, sich trotz Schlaganfall mit dem Leben anzufreunden. "Es ist nicht einfach, wenn man mit sieben oder zehn Jahren einen Schlaganfall erlitten hat", erzählt Max. "Dann sind die Freunde meistens weg." Umso mehr freut sich der Westfale, wenn er später Rückmeldungen erhält wie "Ich schaffe es wieder ohne Rollstuhl", oder "Mir macht das Leben wieder Spaß".<br />
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Vor Kurzem hat Max eine Selbsthilfegruppe mitgegründet. Sie heißt "The Young Strokers" (engl. &quot;stroke&quot; = Schlaganfall) und trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat in Gütersloh. Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren, die einen Schlaganfall erlitten haben, kommen dort zusammen und besprechen, was sie erlebt haben. Max wird ab Sommer, wenn er volljährig ist, die Gruppe leiten. "Ich unternehme alles, damit es andere Betroffene leichter haben und von Anfang an Unterstützung bekommen."<br />
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<strong>Eine Selbsthilfegruppe gründen</strong><br />
Jeder könne eine Selbsthilfegruppe gründen, erzählt Max. Vorausgesetzt mindestens zehn Personen mit gleichem Schicksal finden zusammen, wollen sich regelmäßig untereinander austauschen und gemeinsam Ausflüge unternehmen oder Veranstaltungen organisieren.<br />
&nbsp;<br />
Selbsthilfegruppen empfehlen auch Ärzte und Therapeuten, da die Mitglieder sehen, dass sie nicht alleine mit ihrem Schicksal sind. Sie profitieren von der Gemeinschaft, die zusammen einen großen Erfahrungsschatz vereint. Häufig entstehen aus den regelmäßigen Treffen Impulse für neue Lebensschritte.<br />
&nbsp;<br />
Schon als Kind besuchte Max zusammen mit seinen Eltern eine Selbsthilfegruppe. Dort sah er, dass auch andere Kinder halbseitig gelähmt sind und in der Schule gemobbt werden. Inzwischen lässt sich Max nicht mehr hänseln. Er besucht die elfte Klasse eines Gymnasiums in der Stadt Schloss Holte-Stukenbrock. Nächstes Jahr will er Abitur machen. Ein ehrgeiziges Ziel, zumal ihn frühere Lehrer einst auf die Förderschule schicken wollten. Max geht seinen Weg, er ist ein Kämpfer.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Autofahren mit dem Commander</strong><br />
Vor wenigen Monaten hat der 17-Jährige den Führerschein Klasse B gemacht. Da er nur einhändig fahren kann, unterstützt ihn ein "Commander", der auf dem Lenkrad wie ein Joystick sitzt. Per Knopfdruck kann Max blinken, Scheibenwischer bedienen sowie das Licht ein- und ausschalten. Nun fährt der Teenager immer mit dem Auto zur Physio- und Ergotherapie, wo er regelmäßig feinmotorische Bewegungen trainiert. Zusätzlich besucht Max das Fitnessstudio seines Vaters, einem ehemaligen Bodybuilder.<br />
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<strong>Fitnessgeräte für Menschen mit Behinderung</strong><br />
Neben dem Training entwickeln sie zusammen Fitnessgeräte für Menschen mit Behinderung. In der Freizeit mit Freunden bis ins Koma saufen, oder eine Schachtel Zigaretten rauchen kommt für den 17-Jährigen nicht in Frage. Erhöht ist sein persönliches Risiko, durch Alkohol, Nikotin oder Drogen erneut einen Schlaganfall zu erleiden. Das stört ihn und auch seine Freunde nicht. Selbstbewusst schaut Max in die Zukunft.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Weitere Infos im Internet:</strong><br />
&nbsp;<br />
<strong>Die Selbsthilfegruppe von Max</strong><br />
<a href="http://de-de.facebook.com/TheYoungStrokers">de-de.facebook.com/TheYoungStrokers</a><br />
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<strong>Die Kinderbotschafter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe</strong><br />
<a href="http://www.schlaganfall-hilfe.de/kinder-botschafter">www.schlaganfall-hilfe.de/kinder-botschafter</a><br />
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<strong>Selbsthilfegruppe für Schlaganfallkinder</strong><br />
<a href="http://www.schlaganfall-kinder.de">www.schlaganfall-kinder.de</a></p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=835</link>			<author>gast</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=835</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=835</guid>			<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
				<item>
			<title>01.04.2013: April, April!</title>
			<description>Dieses Jahr fällt der 1. April ausgerechnet auf den Ostermontag. Ein schwacher Trost: der Brauch, Nichtsahnende nach Strich und Faden zu vergackeiern, hat eine lange Tradition.

Text: Karoline Gollmer. Foto: Sascha Ruhland/pixelio

Ich sehe es vor mir, das verständnislose Gesicht mit dem so mancher Unglücksrabe vor seinem aprilscherzlastigen Osternest steht.

Schon seit der Antike machen sich viele einen Spaß daraus, andere am Monatsersten hinters Licht zu führen. Im alten Rom beispielsweise wurde im Frühling ein "Täuschfest" zu Ehren der Venus gefeiert, bei dem man sich gegenseitig Streiche spielte. "Jemanden in den April zu schicken", wie es früher auch hieß, kommt allerdings von einer Redewendung aus dem frühen 17. Jahrhundert und bedeutet schlicht "jemanden hereinlegen". Der, der sich hereinlegen lässt, wurde als Aprilnarr bezeichnet. 

Der Aprilscherz selbst ist jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert ein Begriff. 
Woher genau nun aber die Redewendungen, oder gar der damit zusammenhängende Brauch, kommen, weiß keiner. Aber sie sind in ganz Europa, in weiten Teilen Nordamerikas und sogar in Indien verbreitet, weshalb es auch in anderen Sprachen Ausdrücke dafür gibt: auf Englisch heißt etwa der Aprilnarr "April fool", auf Französisch "poisson d’Avril" und auf Italienisch "il pesce d’aprile". Warum nun in den romanischen Sprachen ausgerechnet der Fisch herhalten muss – denn genau das heißt "poisson" bzw. "pesce" – ist aber auch unklar. Vermutlich, weil Fische ahnungslos den Köder fressen.

Von W-LAN Kabeln und Websites mit Riechfunktion
Ahnungslosigkeit ist nämlich einer der Gemütszustände, den man haben muss, um Opfer eines Aprilscherzes zu werden. Damals, also in den 70ern und 80ern, war es üblich, den im Frühjahr neu eingestellten und damit noch recht unbedarften Lehrlingen sinn- und nutzlose Aufgaben zu übertragen. Da musste etwa der Aluminiummagneten gesucht und das gekochte Wasser aus dem Frost geholt werden, oder es war Feilenfett zu besorgen. Und auf den etwas jüngeren Witz mit dem W-LAN Kabel sollen auch schon einige hereingefallen sein...

Nachrichtenagenturen, Zeitungen und Fernsehsender machen sich ebenfalls jedes Jahr wieder einen Spaß daraus, ahnungslose Leser hinters Licht zu führen, sei es mit Meldungen über das "Umweltgift" Dihydrogen-Monoxid (H2O), der Ankündigung der Smell-O-Vision Website des WDR, auf der man Fotos von Rosen und Aschenbechern erschnüffeln kann, oder der Aufruf zur Wasserspende durch den NDR – weil der Nord-Ostsee-Kanal auslaufe, man müsse ihn schnell wieder auffüllen.

Spaghetti-Ernte in der Schweiz
Den Vogel abgeschossen hatte allerdings die BBC, als sie am 1. April 1957 eine Kurz-"Doku" über die Nudel-Ernte im Schweizer Kanton Tessin ausstrahlte. Durch den milden Winter seien die Spaghetti-Bäume besonders gut gediehen – und so sehen wir glückliche Bauern, die die Ernte einfahren:
"Panorama - April Fool&amp;#39;s Day Hoax - Spaghetti Harvest - 1st April 1957"  

Auf diese Scherzmeldung müssen ziemliche viele Zuschauer reingefallen sein. Auf ihre Fragen, wie sie denn selbst einen Spaghetti-Baum züchten könnten, hieß es aus der BBC-Telefonzentrale: "Pflanzen Sie eine Spaghetti in eine Dose Tomatensoße und hoffen Sie auf das Beste."</description>
			<content:encoded><![CDATA[
				<p>Dieses Jahr fällt der 1. April ausgerechnet auf den Ostermontag. Ein schwacher Trost: der Brauch, Nichtsahnende nach Strich und Faden zu vergackeiern, hat eine lange Tradition.</p><p><img src="http://www.respect.de/img/pool/416x/wolpertinger_416.jpg" align="left" style="margin: 0 10px 5px 0;" alt="Bildmontage: Ein echter Wolpertinger!" border="0" /></p><p><em>Text: Karoline Gollmer. Foto: Sascha Ruhland/pixelio</em><br />
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Ich sehe es vor mir, das verständnislose Gesicht mit dem so mancher Unglücksrabe vor seinem aprilscherzlastigen Osternest steht.<br />
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Schon seit der Antike machen sich viele einen Spaß daraus, andere am Monatsersten hinters Licht zu führen. Im alten Rom beispielsweise wurde im Frühling ein "Täuschfest" zu Ehren der Venus gefeiert, bei dem man sich gegenseitig Streiche spielte. "Jemanden in den April zu schicken", wie es früher auch hieß, kommt allerdings von einer Redewendung aus dem frühen 17. Jahrhundert und bedeutet schlicht "jemanden hereinlegen". Der, der sich hereinlegen lässt, wurde als Aprilnarr bezeichnet.<br />
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Der Aprilscherz selbst ist jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert ein Begriff.<br />
Woher genau nun aber die Redewendungen, oder gar der damit zusammenhängende Brauch, kommen, weiß keiner. Aber sie sind in ganz Europa, in weiten Teilen Nordamerikas und sogar in Indien verbreitet, weshalb es auch in anderen Sprachen Ausdrücke dafür gibt: auf Englisch heißt etwa der Aprilnarr "April fool", auf Französisch "poisson d’Avril" und auf Italienisch "il pesce d’aprile". Warum nun in den romanischen Sprachen ausgerechnet der Fisch herhalten muss – denn genau das heißt "poisson" bzw. "pesce" – ist aber auch unklar. Vermutlich, weil Fische ahnungslos den Köder fressen.<br />
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<strong>Von W-LAN Kabeln und Websites mit Riechfunktion</strong><br />
Ahnungslosigkeit ist nämlich einer der Gemütszustände, den man haben muss, um Opfer eines Aprilscherzes zu werden. Damals, also in den 70ern und 80ern, war es üblich, den im Frühjahr neu eingestellten und damit noch recht unbedarften Lehrlingen sinn- und nutzlose Aufgaben zu übertragen. Da musste etwa der Aluminiummagneten gesucht und das gekochte Wasser aus dem Frost geholt werden, oder es war Feilenfett zu besorgen. Und auf den etwas jüngeren Witz mit dem W-LAN Kabel sollen auch schon einige hereingefallen sein...<br />
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Nachrichtenagenturen, Zeitungen und Fernsehsender machen sich ebenfalls jedes Jahr wieder einen Spaß daraus, ahnungslose Leser hinters Licht zu führen, sei es mit Meldungen über das "Umweltgift" Dihydrogen-Monoxid (H2O), der Ankündigung der Smell-O-Vision Website des WDR, auf der man Fotos von Rosen und Aschenbechern erschnüffeln kann, oder der Aufruf zur Wasserspende durch den NDR – weil der Nord-Ostsee-Kanal auslaufe, man müsse ihn schnell wieder auffüllen.<br />
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<strong>Spaghetti-Ernte in der Schweiz</strong><br />
Den Vogel abgeschossen hatte allerdings die BBC, als sie am 1. April 1957 eine Kurz-"Doku" über die Nudel-Ernte im Schweizer Kanton Tessin ausstrahlte. Durch den milden Winter seien die Spaghetti-Bäume besonders gut gediehen – und so sehen wir glückliche Bauern, die die Ernte einfahren:<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=27ugSKW4-QQ&amp;feature=youtu.be&amp;t=30s">"Panorama - April Fool&#39;s Day Hoax - Spaghetti Harvest - 1st April 1957"</a><br />
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Auf diese Scherzmeldung müssen ziemliche viele Zuschauer reingefallen sein. Auf ihre Fragen, wie sie denn selbst einen Spaghetti-Baum züchten könnten, hieß es aus der BBC-Telefonzentrale: "Pflanzen Sie eine Spaghetti in eine Dose Tomatensoße und hoffen Sie auf das Beste."</p>
			]]></content:encoded>			<link>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=834</link>			<author>gast</author>						<comments>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=834</comments>			<guid>http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=834</guid>			<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 08:00:00 GMT</pubDate>																	</item>
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