Zur Hauptnavigation springen Zum Login springen Zum Seiteninhalt springen


Apps gegen Verschwendung

Gepostet von Sonja am 03.10.2012

Tauschen und Teilen: Durch Online-Plattformen und Apps lassen sich Kleidung, Kameras und sogar Waschmaschinen gemeinsam nutzen.

Tauschplattform namens Kleiderkreisel im Internet

Text: Sonja Peteranderl
Bild: Screenshot von kleiderkreisel.de

 
Zahlreiche Apps und Tausch-Plattformen minimieren die Verschwendung, indem sie transparenter machen, was andere Menschen in den Tiefen ihres Kleiderschranks, im Bücherregal und im Keller horten – oder ob sie bereit sind, ihr Auto oder eine Waschmaschine mit Freunden zu teilen. Das Wikipedia-Wissen-Prinzip lässt sich also auch auf materielle Dinge anwenden: Man muss nicht mehr alles selbst besitzen, man muss nur wissen, wo es zu finden ist.
 
Leihen unter Freunden
Was dagegen spricht, seine Sachen an Fremde zu verleihen? „Angst“, meint Philipp Gloeckler, der Gründer von WHYown.it. Seine App ermöglicht deswegen vor allem den Blick in das Reservoir der eigenen Facebook-Freunde. Jeder kann Fotos von Dingen hochladen, die er verleihen würde, diese taggen und anbieten – oder in den Angeboten seiner Freunde herumstöbern.
 
„Wenn ich zum Beispiel ein Buch gefunden habe, das ich gerne lesen würde, kann ich ganz einfach meinen Freund anschreiben und ihn fragen, wann wir uns treffen können“, sagt Gründer Gloeckler. Ob Kamera, Ipad, Fußball, Surfbrett, Gitarre oder Nähmaschine: Das Spektrum und der Umfang der Objekte hängen natürlich jeweils von den Interessen und der Ausstattung im eigenen Freundeskreis ab – und davon, wie viele Freunde zum Mitmachen überredet werden können.
 
Ausmisten im Kleiderschrank
Die Online-Plattform Kleiderkreisel bringt das Prinzip der Kleidertauschpartys ins Netz: Ausgemusterte Schals, Hose, Röcke, Ketten, Schuhe und Selbstgemachtes können auf der Plattform verschenkt, zum Tausch oder Verkauf angeboten werden – Transaktion und Übergabe handeln die Nutzer und Nutzerinnen unter sich aus.
 
Mehr als 400.000 Accessoires, 70.000 Frauenmäntel und Jacken, mehr als 500.000 Oberteile und Shirts und vieles mehr finden sich auf kleiderkreisel.de. Auf dem Blog verraten Mode- und Bastelfans ihre „Do it yourself“-Tricks – wie sich aus einer Lampe und einer alten Tastatur eine stylische Geek-Lampe basteln oder sich ein T-Shirt im „Galaxy Print“ gestalten lässt. Die Mitglieder tauschen sich auch im Forum aus – und verabreden sich ab und zu auch zur Kleidertauschparty im realen Leben.
 
Dreckige Wäsche sucht Maschine
Französische Studenten haben jetzt vorgemacht, wie sich auch die Waschmaschine gemeinsam nutzen lässt: Auf dem Portal La Machine du Voisin können Besitzer von Dreckwäsche sich Maschinen in ihrer Nähe suchen. Zwischen zwei und sechs Euro kostet die Ladung Wäsche etwa in der französischen Küstenstadt Marseille.
 
Deutsche können das Portal bisher nur im Urlaub nutzen – aber ihre Wäsche oder Waschmaschine zuhause über die WHYown.it-App an Freunde verleihen.

Bisher noch keine Kommentare

Kommentar schreiben Beitrag melden






* Pflichtfelder


Neueste Kommentare

« Zurück zur Übersicht

Quell-URL: http://212.66.17.154/projektblog/eintrag.php?eid=747