Jeder hat ein Talent
Gepostet von gast am 19.09.2012
Mit dem Spielfilm "Die Kunst sich die Schuhe zu binden" wird am Donnerstag, 20. September, in Berlin das barrierefreie Filmfestival "überall dabei" eröffnet. In Anlehnung an den Film ruft die Aktion Mensch am gleichen Tag zum großen "Schuhe binden" auf, um auf die Bedeutung des Themas Inklusion in Deutschland aufmerksam machen.

Text: Ulrich Steilen
"Jeder von ihnen hat eine besondere Begabung. Sie sind weit besser im Singen als im Schuhe binden", sagt Hauptdarsteller Alex im Film "Die Kunst sich die Schuhe zu binden". Hallodri Alex hat vor Kurzem die Betreuung einer kleinen Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung übernommen. Seit acht Jahren üben diese in stupider Routine, Schuhe zu binden. Ohne Spaß und mit mäßigem Erfolg. Viel lieber wollen sie gemeinsam auf die Bühne. Und das gelingt ihnen auch.
Aktion "Schuhe binden" auf dem Berliner Gendarmenmarkt
In Anlehnung an den Festivalfilm "Die Kunst sich die Schuhe zu binden" ruft die Aktion Mensch am Donnerstag, 20. September, alle Berliner zum großen "Schuhe binden" auf. Mit dabei: Schirmherr und Schlagersänger Guildo Horn, Hubert Hüppe, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Silvia Schmidt, die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion sowie Aktion Mensch-Vorstand Martin Georgi. Ziel der Aktion: Gemeinsam auf die Bedeutung des Themas Inklusion in Deutschland aufmerksam machen. Jeder ist willkommen! Wer den Klettverschluss bevorzugt, wird nicht ausgeschlossen. Und für Flip-Flop-Träger findet sich auch eine Lösung. Also: Auf zum Gendarmenmarkt und auf ungewöhnliche Weise zeigen, dass Inklusion nur miteinander gelebt werden kann! Die Aktion startet um 11.15 Uhr, vor dem "Café Konzerthaus", Gendarmenmarkt 2, in Berlin.
"überall dabei"-Festivaleröffnung
Am gleichen Tag, um 19.30 Uhr, eröffnet Schirmherr Guildo Horn das barrierefreie Filmfestival "überall dabei" im Kino Cinemaxx am Potsdamer Platz. Zum Auftakt läuft "Die Kunst sich die Schuhe zu binden". Der Spielfilm beruht auf der wahren Geschichte des schwedischen Glada Hudik Theaters und dessen Schauspielern mit Behinderung. Jahrelang musste die Theatergruppe gegen Vorurteile und Hindernisse kämpfen. Aber schließlich wurde ihre Geschichte zu einer Erfolgsstory. Das New Yorker Publikum feierte die Gruppe mit Standing Ovations.
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