Fotos: Martina Goyert für respect.de
Schooljam Regiofinale in Köln
Gepostet von Anika am 08.02.2010

Funk und Punk setzten sich in Köln gegen Metal, Grunge und Collagerock durch. Rockin Ave und Lautstark konnten vor allem mit gesanglichen Leistungen punkten.
Der legendäre Kölner Club Luxor beherbergt sonst Bands wie „Die Sterne“ oder „I am Kloot“. Am Samstag nun wurden die Tore für das vorletzte Regiofinale des laufenden SchooljamBandwettbewerbes geöffnet. Der Einladung zum Contest der besten acht Schülerbands der Region folgten ca. 200 Gäste. Ein paar mehr hätte der Laden noch verkraften können, aber auch so wirkte das Konzert sehr gut besucht. Erneut stand das Erreichen der nächsten SchoolJam-Runde, dem Internetvoting im Mittelpunkt der Veranstaltung. Entsprechend motiviert waren die Regiofinalisten, die Jury des Abends von sich zu überzeugen.
Der Abend begann im Zeichen der rythmusbetonten Musik. „I Funk on the first date“ - das ist Mischung aus kraftvoller Stimme, fluffiger Musik und Songs, die sich in dein Ohr eingraben um nie wieder raus zu kommen. Den zweiten Song der Kombo „Driven“ könnt ihr im Netz noch mal ganz in Ruhe genießen.
Die Startnummer Zwei des Abends trug die Formation „Gravitude“, denen heute handwerklich niemand das Wasser reichen konnte. Die Band selbst beschreibt ihren Musikstil als „dynamisch und melancholisch - jenseits aller Schubladen“. Ich finde, das trifft es ziemlich gut! Sängerin Melina war erst vor 1 ½ Wochen zur Band gestoßen, deshalb fehlte hier und da noch ein wenig die Sicherheit in der Liveperformance. Wachsen Band und Sängerin in den nächsten Monaten enger zusammen, werden wir bestimmt noch viel von „Gravitude“ hören!
Musikalisch gestaltete sich der Abend in Köln recht abwechslungsreich. Mit „Anti. The Modern" betrat nun der Grunge die Bühne. In ihrer Musik, vertonen die vier Jungs „ihre Auffassung des Lebens – zwischen Kritik an der Gesellschaft, Liebe und dem Kampf sich dem Leben zu stellen“.
Auf Grunge folgte feiner Metal mit klassischen Gesangseinlagen von „Perfect Desaster“. Die Bandmitglieder, besonders die Sängerin im langen, figurbetonten Kleid und der Gitarrist in bodenlangem Ledermantel, standen in stilechtem Outfit auf der Bühne. Diese optischen Eindrücke wurden durch energisches Headbanging unterstrichen.
Während die Nackenmuskeln sich danach erholen konnten, ging es nun mit der Krefelder „After Show Party“ auf die popgoerprobten Beine.
Die Jungs unterstrichen dabei vor allem die „Party“ in ihrem Bandnamen. Im „I love your mum“-Shirt und mit neonfarbenem Bass hüpfte Bassist Nils zusammen mit Sänger und Gitarrist Mariano zu treibendem Collagerock über die gesamte, zugegebenermaßen nicht übermäßig große, Bühne. Nicht ohne Grund vergleichen sich die Jungs auf ihrer Homepage mit den Figuren aus „Southpark“, denn „AfterShowParty“ lässt „Teenies kreischen, ältere Leute die Köpfe schütteln und Kameramänner ins Schwitzen kommen“. Und das nicht nur, wenn sie dem Publikum am Ende der Show ihre nackten Hintern entgegen strecken.
Der Sänger der „Rocking Ave“ war am heutigen Abend eine Klasse für sich. Erst mit Akustikgitarre, dann ohne, aber immer inklusive treuherzigem Hundeblick, konnte er von Anfang an mit seiner ausdrucksstarken Stimme überzeugen. Auch die Band gefiel und machte alles andere als einen schüchternen Eindruck – und das, obwohl der Bassist seinen Bass mit Hilfe von Aufklebern eines bekannten Getränks in einen Feigling verwandelt hatte.
Bei der Punkband „Lautstark“ stand mit Sängerin und Gitarristin Laura zum ersten Mal auch eine Frau auf der Bühne. Traurig, dass so etwas noch immer betont werden muss!!! Hier wurde guter Deutschpunk mit starken Texten und zweistimmigen Gesang zu einem amtlichen Deutschpunkgemischt verrührt.
Der letzte Akt des eigentlichen Finales wurde von der siebenköpfigen Band „Jim Noah“ bestritten. Dreimal Frauengesang in schickem einheitlichem Outfit, ein Sänger, zwei Keyboards, zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug und Percussion – die Idealbesetzung für eine Mischung aus Soul, Funk und Rockmusik. Das dachte auch Singer/Songwriter Roland Cremerius, der nach eifrigem Training feststellen musste, dass er es niemals schaffen würde, alle Instrumente einer Band gleichzeitig selber spielen zu können. Deshalb gründete er 2009 die Band mit der er nicht nur die Welt sondern auch den Mond erobern möchte!
Während sich die Jury zurückzog, gaben die „Smashbrothers“, Teilnehmer des Onlinevotings aus dem letzten Jahr, noch mal richtig Gas. Im Anschluss stand Moderator Franco ein letztes Mal auf der Bühne und teilte die Entscheidung der Jury mit. Die Freude der Bands, die es eine Runde weitergeschafft haben „Lautstark“ und „Rocking Ave“, war unüberhörbar. Doch auch den anderen Bands gebührt unserer respect! Ihr ward alle große Klasse!
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dank dir für die kurze Rückmeldung. Das liegt weniger an Laura, die als...
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am 29.07.10, 15:38 Uhr
zu: Ein Friedhof für Avatare
Moin.
Darf ich annehmen, dass die Verfasserin weder über eine automatische Rechtschreibprüfung...
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johannes (Gast)
am 28.07.10, 09:06 Uhr
zu: Ein Friedhof für Avatare
Das entsprechende Video gibt es hier: www.youtube.com/schooljamfesti ↵
val
von:
Jakob (Gast)
am 14.07.10, 21:36 Uhr
zu: Musik wie gemalt - im Studio mit Jazzica Nabis





bea (Gast) am 15.02.10, 19:13 Uhr
ich fand i funk on the first date auch am coolsten aber after show party hat auch gerockt!
balkan_beat (Gast) am 10.02.10, 08:26 Uhr
Nö, After Show Party haben so richtig Laune gemacht. War mein Favorit am Samstag!
sweety (Gast) am 10.02.10, 02:57 Uhr
ich fand i funk on the first date eigentlich am geilsten. der sänger war saugeil!