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Singstar Nr. 1 - so atmest du richtig

Gepostet von Anika am 27.04.2012

Du bist die Sängerin/der Sänger in deiner Band. Vielleicht war das immer schon dein Traum, vielleicht habt ihr in der Band aber auch gelost und du hast verloren. In beiden Fällen spielt das richtige Atmen eine große Rolle für die Qualität des Gesangs.
 
Singen ist ein Ganzkörpersport und das richtige Atmen eine der wesentlichen Techniken, die ein guter Sänger/eine gute Sängerin draufhaben sollte. Lungen, Zwerchfell, Zunge, Lippen, Brustkorb – sie alle sind wichtig für die Tonbildung. Viele Sänger und Sängerinnen stärken ihre Bauchmuskeln mit Sit-Ups und ihre Lungen mit Ausdauertraining.
 
Wer beim Singen einen hochroten Kopf bekommt, der atmet hundertprozentig falsch. Ja, man kann falsch atmen! Aber wie macht man es richtig? Babys machen uns das jeden Tag vor. Ist doch wahnsinnig, was für eine Lautstärke sie aus ihren kleinen Körpern herausholen. Das liegt vor allem daran, dass Babys instinktiv richtig in Bauch und Brust atmen. Je älter wir werden, desto häufiger vergessen wir, auf diese richtige Art einzuatmen. Um es wieder zu lernen, leg dich zunächst auf den Rücken, strecke deine Arme nach oben und hol ganz tief Luft. Merkst du, wie viel Luft in deinen Körper passt? Jetzt blase die Luft in kurzen Stößen durch den Mund wieder aus, bis du wieder Luft holen musst. Die Impulse müssen dabei aus deinem Bauch kommen – am Besten aus deinem Zwerchfell. Die zweite Übung besteht darin, mit dem Schwung des Ausatmens direkt wieder einzuatmen. Ähnlich einem Blasebalg, mit dem man im Sommer sein Schlauchboot aufpumpt (sobald du deinen Fuß vom zusammengedrückten Blasebalg nimmst, füllt sich dieser wieder mit Luft). Versuche dabei nicht zu verkrampfen, sondern die Luft einfach machen zu lassen. Forme deine Lippen so als würdest du pfeifen wollen und drücke die Luft impulsiv aus dir raus. Beim Einatmen öffnest du deinen Mund etwas weiter. Und – klappt’s?
 
Was bringt diese Übung? Sie soll dir dabei helfen mehr Luft einzuatmen und diese später beim Singen besser kontrollieren zu können. Denn nur so lernst du, Töne stabiler zu halten und damit weniger schief zu singen. Viele ungeübte Sänger/Sängerinnen versuchen mangelnde Luftvorräte mit eisernem Willen zu kompensieren. Sie pressen die Töne aus dem Kehlkopf. Das macht erstens heiser und klingt nur in ganz wenigen Fällen sexy. Wenn man jedoch richtig atmet, werden auch die Töne stärker und kontrollierbarer. Stell dir deine Stimme als Saite auf einer Gitarre vor. Diese Saite bringst du mit Luft zum Schwingen. Je besser du diese Luft kontrollieren kannst und je mehr Luft du zur Verfügung hast desto stärker und länger ist der Ton, den du zustande bringen wirst.
 
Wenn du die Übung auf dem Rücken liegend gut beherrschst und die Luft wie von selbst nach dem Ausatmen in dich zurück strömt, dann versuch die Übung im Stehen. Atme erst so tief ein als müsstest du Gähnen. Die Luft muss in deinen Bauch und in deine Brust. Atme jetzt in dreier Stößen wieder aus. Achte bitte unbedingt darauf eine Pause einzulegen, bevor dir schwindelig wird. Versuchs jetzt mal mit einem ersten Ton. Halte ihn so lange wie du kannst, hör aber auf, sobald du merkst, dass du den Druck nicht mehr halten kannst und zu pressen beginnst. Atme direkt nachdem du den Ton gesungen hast wieder tief ein. Mach das so lange, bis die Luft nach jedem Ton fast wie von selbst wieder in deinen Bauch und deine Brust strömt. Wenn du das Gefühl hast, viel zu viel übers Singen nachzudenken um wirklich locker zu sein, dann laufe beim Singen ein wenig auf der Stelle oder tu so, als würdest du einem Freund auf der Straße nachwinken. Auf diese Weise abgelenkt, sind deine Gedanken nicht mehr die ganze Zeit mit Luft und Atmen beschäftigt und vielleicht fallen dir die Übungen so leichter.
 
Und, hat es geklappt? Schreibt mir von Euren Erfahrungen!
 
Noch ein kleiner Tipp: Wenn du einen Song singst, in dem ein besonders hoher Ton vorkommt, den du einfach nicht treffen kannst, probier mal, den Oberkörper zu beugen und den Song mit nach unten hängendem Kopf zu singen. Oft fühlt man den Resonanzraum nicht sofort. Das „Kopf-über-Singen„ hilft dir dabei, diesen Raum zu spüren.
 
foto by pixelio.de

Kategorien: Musik

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