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Merkwürdige Mobber

Gepostet von Bibo am 10.08.2009

Über Internet und SMS verabreden sich Leute zu einer bestimmten Aktion, die dann von allen kollektiv ausgeführt wird. Wild oder unbeweglich. Flashmob oder Smartmob. Doch woher kommt dieser Trend und was bezweckt er?

Menschenmenge schmeißt mit Kissen um sich. Bild: Patrick / derhypnosefrosch / flickr

Es ist auch in Deutschland ein Trend seit dem Jahr 2003: Flashmobs. Menschenaufläufe, die so schnell wieder gehen, wie sie zuvor kamen. Irgendwie klar, dass dieser Kulturtrend rund um Körper und Bewegung gerade aus New York nach Europa hinübergeschwappt kam und in Deutschland dann auch besonders in Berlin seine Anhänger gefunden hat. So organisiert die Sturm Crew Berlin immer wieder Flashmobs in der Hauptstadt. Besonderes Highlight, das auch in anderen deutschen Städten erfolgreich war: Der "McDonalds Sturm". Frage: Wieviele Burger muss man kaufen, bis die Filiale keine Vorräte mehr hat? 700 Flashmobber und 10.300 Burger sind die bisherige Rekordantwort der Berliner Crew.
Damit widersprechen diese Mobber jedoch schon dem ursprünglichen amerikanischen Ansatz, nichts vor, während und nach den Aktionen zu konsumieren, um sich nicht für Kommerz und Marketing einspannen zu lassen. Der Flashmob zeichnete sich eigentlich immer gerade durch seine Spontaneität und seine Sinnfreiheit aus, wandelte sich dann jedoch über Jahre, Länder und Städte hinweg zu neuen Formen.
 
So möchte die politische Variante des Flashmobs, der Smartmob, nachhaltige Wirkung statt kurzfristiger Aufmerksamkeit erzielen. Wie zum Beispiel eine Berliner Aktion gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn. Und wenn Mobber verkleidet als Affen, Elefanten oder Tiger kollektiv durch die Innenstadt robben, bringt auch diese Aktion dann hoffentlich nicht nur der Menschenmenge Aufmerksamkeit, sondern vielmehr dem Artenschutz.
 
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Foto: Patrick / derhypnosefrosch / flickr

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